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Keimruhe

Bei Tieren in der Keimruhe verzögert sich die Entwicklung der befruchteten Eizelle. Der Embryo (befruchtet Eizelle) nistet sich wie gewöhnlich in der Schleimhaut der Gebärmutter ein, wächst aber zunächst nicht weiter. Erst nach einigen Wochen oder sogar Monaten wird - gesteuert von Hormonen - das Wachstum wieder aufgenommen. Ohne Keimruhe würde bei einigen Tieren die Geburt der Jungen auf eine Zeit mit ungünstigen Umweltbedingungen fallen (z.B. im Winter, wo es kalt und Nahrung oft knapp ist). Durch die Keimruhe verlängert sich die Tragezeit und die Jungtiere können bei besseren Verhältnissen geboren werden. Beispiele hierzu sind das Reh, der Dachs oder der Eisbär.

Auch bei Pflanzensamen gibt es eine Keimruhe, welche die Entwicklung/Keimung verzögert. Erst bei günstigen, klimatischen Bedingungen (z.B. im Frühling) wird das Wachstum wieder aufgenommen.

 

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© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx