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Bergmannsche Regel

Bei gleichwarmen Tiere, also Vögeln oder Säugetieren, sind die Individuen ein und derselben Art in den kälteren Bereichen ihres Verbreitungsgebietes größer als in den wärmeren. Ähnliches gilt für die Arten innerhalb einer Gattung oder Familie. Dies hängt damit zusammen, dass bei geringerer relativer Körperoberfläche der Wärmeverlust abnimmt, d. h. je größer ein Tier, umso geringer ist der relative Wärmeverlust. Es gibt jedoch Ausnahmen, z. B. im Fall von Inselformen.

Beispiel: Gewichtsunterschiede bei den Bären innerhalb derselben Art:

  • Subpolare Klimazone: Kodiakbär (Ursus arctos middendorffi), männliche Tiere - 300-600 kg
  • Gemäßigte Klimazone: Europäischer Braunbär (Ursus arctos arctos), männliche Tiere - 150-250 kg
  • Mediterrane Klimazone: Syrischer Braunbär (Ursus arctos syriacus), männliche Tiere - bis 190 kg

Beispiel: Gewichtsunterschiede bei den Bären verschiedener Arten:

  • Polare Klimazone: Eisbär (Ursus maritimus), männliche Tiere - 420-500 (300--800) kg
  • Gemäßigte Klimazone: Europäischer Braunbär (Ursus arctos arctos), männliche Tiere - 150-250 kg
  • Subtropisch-Tropische Klimazone: Lippenbär (Melurusus ursinus), männliche Tiere - 70-145 kg; Malaienbär (Helarctos maritimus) - 27-65(-80) kg

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Gelesen 31152 mal Letzte Änderung am Freitag, 04 März 2022 11:19
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx