Fasanenartige

Zwerghuhnrassen

Zwergcochinhenne (Gallus gallus f. dom.) im Bodenseezoo Reutemühle, Überlingen Zwergcochinhenne (Gallus gallus f. dom.) im Bodenseezoo Reutemühle, Überlingen
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Ordnung: Hühnervögel (GALLIFORMES)
Unterordnung: Fasanenverwandte (PHASIANI)
Familie: Fasane und Feldhühner (Phasianidae)
Unterfamilie: Fasane (Phasianinae)

D NB650

Zwerghuhn-Rassen

Gallus gallus f. dom. • Bantam Breeds • Races de poules naines

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 Neue Rasse: Antwerpener Bartzwerg

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Antwerpener Bartzwerghahn (Gallus gallus f. dom.) im Bodenseezoo Reutemühle, Überlingen © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Antwerpener Bartzwerghahn (Gallus gallus f. dom.) im Bodenseezoo Reutemühle, Überlingen © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Antwerpener Bartzwerhenne (Gallus gallus f. dom.) im Bodenseezoo Reutemühle, Überlingen © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Der Antwerpener Bartzwerg ist eine zutrauliche, anfängerfreundliche, robuste Urzwergrasse, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Belgien erzüchtet bzw. rassisch veredelte wurde. Wachtelfarbene Vorläufer der Rasse existierten in Flandern bereits im 17. Jahrhundert. In Deutschland tauchte die Rasse um 1920 an der Nationalen Zwerghuhnschau auf. Im Zweiten Weltkrieg gingen die meisten Zuchten zugrunde. Mit der Gründung des deutschen Sondervereines erfuhr die Rasse nach dem Krieg einen starken Aufschwung. Auch in der Schweiz sind die Antwerpener Bartzwerge mittlerweile gut vertreten, wobei wachtelfarbigen Bartzwerge am meisten verbreitet sind.

Der Antwerpener Bartzwerg wirkt im Körperbau gedrungen und breit. Rassetypische Merkmale sind der dreigeteilte, aus Backenbärten und Kinnbart bestehende Bart, der aufrechte Stand mit der nach vorne gewölbten Brust und ein mähnenartiger Halsbehang. Der Körperbau ist asymmetrischer, indem sich zwei Drittel vor und ein Drittel des Körpers hinter den Läufen befinden. Die Tiere haben einen leuchtend roten Rosenkamm, der sich nach hinten keilförmig verjüngt. In Deutschland sind zur Zeit insgesamt 25 Farbenschlägen anerkannt. Hähne werden ca. 700 g, Hennen ca. 600 g schwer. Die Legeleistung liegt in der ersten Legeperiode bei etwa 90 ca. 30 g schweren, Weißen bis cremefarbigen Eiern.

Antwerpener Bartzwerge werden nach Zootierliste in etwa zwei Dutzend europäischen Zoos gehalten.

Literatur und Internetquellen:

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 Neue Rasse: Bantam (englisch: Rosecomb Bantam)

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Holländischer Bantamhahn (Gallus gallus f. dom.) im Zoologisch-Botanischen Garten Pilsen © Klaus Rudloff, Berlin

 

 

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Schwarze Bantamhenne (Gallus gallus f. dom.) im Bodenseezoo Reutemühle, Überlingen © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Das Bantam ist eine alte Zwerghuhnrasse aus Indonesien. Es ist ein Urzwerg, d.h. es gibt keine Großrasse dazu. Vermutlich gelangte es von Java aus gegen Ende des 15. Jahrhunderts durch Handelsreisende und Seefahrer nach England, wo es zunächst nur in der Farbe schwarz weiter gezüchtet wurde. Es gibt allerdings auch andere Theorien über die Herkunft der Rasse, etwa dass sie ursprünglich aus Japan stamme oder dass die Einfuhr nach Europa durch niederländische Seefahrer erfolgte. Ende des 19. Jahrhunderts wurden die ersten Bantams nach Deutschland importiert, wo 1909 ein Sonderverein gegründet wurde, der sich für die Verbreitung und Zucht der Rasse einsetzt. Der Bantam-Klub Schweiz wurde erst 1997 gegründet.

Die Rasse ist dadurch charakterisiert, dass sich der Schwanz des Hahn mit Sicheln und Nebensicheln gleichmäßig mit dem sogenannten „Zirkelschlag“ abrundet. Im Idealfall bilden die Schwanzfedern beim Hahn von der Seite betrachtet eine kreisrunde Fläche. Neben den roten Kopfpunkten und dem nicht zu großen, in einem spitz auslaufendem Dorn endenden  Rosenkamm (nach deutschem Standard, es gibt auch welche mit einfachem Kamm) sind die großen weißen Ohrscheiben ebenfalls rassetypisch. Nach deutschem Standard sind 20 Farbschläge anerkannt. Hähne werden 500-600g, Hennen 450-500 g schwer. Die leichten Vögel haben gut entwickelte Flügel, mit denen sie auch höhere Zäune überwinden können. Sie schlafen gerne in Bäumen.Die Hennen produzieren in der ersten Legeperiode 90-100 weisse, ca. 25 g schwere Eier.

Bantams werden nach Zootierliste in etwa 40 europäischen Zoos gehalten.

Literatur und Internetquellen:

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Chabo-Zwerghuhn

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Japanische Chabo-Hähne (Gallus gallus f. dom.) auf der Insel Chikubi Shima, Japan © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

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Chabo-Hahn (Gallus gallus f. dom.) im Tierpark am See, Ilmenau © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

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Unterschiedliche Farbschläge innerhalb derselben Rasse: Chabos (Gallus gallus f. dom.) im Tierpark Berlin © Klaus Rudloff, Berlin

Das Chabo ist eine sehr kleine japanische Hühnerrasse. Seine Vorfahren wurden vermutlich im 17. Jahrhundert vom ostasiatischen Festland nach Japan eingeführt. Aus Japan gelangte die Rasse, von der es zahlreiche Schläge gibt, erstmals im Jahr 1850 nach England und von dort 1860 auch nach Deutschland. In der Folge wurden zur Auffrischung der Zucht mehrmals Tiere oder Bruteier aus Japan eingeführt.

Chabos sind reine Zwerghühner, von denen es keine Großform gibt. Hähne erreichen ein Gewicht von 700 g, Hennen von 600 g. Sie sind kurzbeinig und berühren daher beim  Laufen mit den Flügelenden und bisweilen mit dem Brustgefieder den Boden. Der Kamm ist je nach Schlag unterschiedlich groß. Das Federkleid kann glatt, gelockt oder seidig sein Es gibt etwa 20 Farbschläge, ferner auch Chabos mit Bart. Im ersten Jahr legen die Hennen etwa 80 weiße, ca. 30 g schwere Eier, im zweiten Jahr noch 60. Weil sie relativ gut fliegen können, werden sie oft in überdeckten Volieren gehalten.

Chabos werden nach Zootierliste in etwa 45 Haltungen gezeigt.

Literatur und Internetquellen:

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Federfüßiges Zwerghuhn

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Federfüßiger Zwerghahn (Gallus gallus f. dom.) im Zoo Stralsund © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Porzellanfarbene Federfüßige Zwerghenne (Gallus gallus f. dom.) im Zoo Berlin © Klaus Rudloff, Berlin

Das auf Französisch Mille-fleurs genannte Federfüßige Zwerghuhn ist ein Urzwerghuhn. Es soll ursprünglich aus Asien stammen. Es ist unter anderem mit den Chabos und den Zwerg-Burmas verwandt. Ziel der Zucht war es ein Haushuhn zu schaffe, das nicht viel Platzt braucht und wenig Schaden anrichtet.

Bei den Federfüßigen Zwerghühnern erreichen die Hähne ein Gewicht von 800 g, die Hennen von 700 g. Es gibt zahlreiche Farbschläge, ferner bartlose und solche mit Bart. Die Augen sind bei allen Farbschlägen orange-rot wie auch die Kehllappen, die Ohrscheiben und das gefiederte Gesicht. Der Schnabel ist hautfarben-schwarz. Der Kamm der federfüßigen Zwerghühner ist ein Einzelkamm mit maximal 6 Zacken. Die Legeleistung liegt über mehrere Jahre bei 120 hellbraunen, ca. 30 g schweren Eiern im Jahr.

Literatur und Internetquellen:

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 Neue Rasse: Sebright

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Sebright silber (Gallus gallus f. dom.) Hahn im Heimattiergarten Schönebeck © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Sebright gold (Gallus gallus f. dom.) Hahn im Tierpark Angemünde © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Sebright gold (Gallus gallus f. dom.) Henne im Tierpark Angemünde © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Das Sebright ist ein auf Schönheit gezüchtetes Zwerg-Zierhuhn mit geringer Lege- und Mastleistung, das durch eine aufrechte Körperhaltung mit kurzem, gebogenem Hals, herausgestreckter Brust, tief getragenen Flügeln und hoch getragenem Schwanz charakterisiert ist. Hähne wiegen etwa 600, Hennen 500 Gramm. Die Hähne sind hennenfiedrig, haben also dieselbe Gefiederfärbung wie die Hennen und - als einzige Hühnerrasse - gerade, an der Spitze abgerundete Schwanzfedern. Es gibt die zwei Farbschläge, Gold und Silber. Bei beiden Farbschlägen ist jede Feder von einem schmalen, grünglänzenden, schwarzen Saum umgeben. Die Augen sind dunkel- bis schwarzbraun. Der fein geperlte Rosenkamm soll satt kaminrot sein, die unbefiederten Läufe sind schiefergrau. Die Legeleistung liegt bei maximal 80 ca. 25 (20-35) g schweren, weißen bis cremefarbenen Eiern.

Das Sebright-Zwerghuhn wurde von Sir John Saunders Sebright (1767-1846), dem 7. Baronet von Besford und Beechwood Park nach 1800 aus verschiedenen Zwerghuhnrassen als reines Zierhuhn erzüchtet und nach seinem Tod nach ihm benannt. Es ist also ein Urzwerg, weil es keine Großrasse dazu gibt. In England entstand der erste Zuchtverein 1815, in Deutschland wurde 1926 der „Deutsche Sebright-Club“ gegründet, der bis heute existiert. In der Schweiz wurde die Rasse erstmals 1932 an der Nationalen Geflügelschau ausgestellt.

Sebrights werden nach Zootierliste in etwa 50 europäischen Zoos gehalten.

Literatur und Internetquellen:

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Steinhendl

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Steinhendl (Gallus gallus f. dom.), Hahn und Henne im Alpenzoo Innsbruck © Alpenzoo / Fritz Schmidt (Pressefoto)

 

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Steinhendl (Gallus gallus f. dom.), Hahn im Alpenzoo Innsbruck © Alpenzoo / Fritz Schmidt (Pressefoto)

Das Steinhendl, auch Steinpiperl oder Stoapiperl genannte steirische Landhuhn, war bis in die 1970er Jahre noch häufig auf Bauernhöfen der Steiermark und der angrenzenden Gebiete Österreichs und Sloweniens anzutreffen. Es wurde dann seltener und verschwand 2006 aufgrund des Verbots der Freilandhaltung im Zuge der Vogelgrippe-Epidemie bis auf einen Restvestand von 100-200 Tieren. In der Folgde wurde ein Erhaltungszuchtprogramm mit anfänglich vier Betrieben in die Wege geleitet. Ab 2014 konnten Tiere an weitere Halter abgegeben werden. Mittlerweile wird die Rasse auch in einigen wenigen österreichischen Tiergärten gezeigt, so seit 2021 im Alpenzoo Innsbruck.

Das Steinhendl ist ein kleines Huhn mit meist gesprenkeltem Federkleid. Hennen werden nur etwa 450-650 g schwer, Hähne bis zu 900 g. Traditionell werden die Steinhendl mehr oder weniger sich selbst überlassen. Sie verbringen die Nächte gerne auf Schlafbäumen. Sie sind gute Legetiere und sehr brutfreudig. Die vergleichsweise  kleinen, weißen bis hell cremefärbigen Eier  sind sind 25-35 g schwer und haben einen auffallend dunkelgelben Dotter. Das Fleisch ähnelt dem des Fasans.

Literatur und Internetquellen:

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Zwergbarnevelder

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Zwergbarnevelder-Hahn, braun-schwarz, doppelt gesäumt (Gallus gallus f. dom.) in der Voliere Schorenweiher, Langenthal © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Zwergbarnevelder-Henne, braun-schwarz, doppelt gesäumt (Gallus gallus f. dom.) in der Voliere Schorenweiher, Langenthal © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Zwergbarnevelder-Hahn und -Henne, braun-schwarz, doppelt gesäumt (Gallus gallus f. dom.) in der Voliere Schorenweiher, Langenthal © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Das Barnevelder Huhn entstand im 19. Jahrhundert im niederländischen Gelderland aus Kreuzungen der Rassen Cochin, Brahma, Orptington, indische Kämpfer und Croad-Langschan. Später sollen noch Goldwyandotten und Rhodeländer eingekreuzt worden sein. Die heute existierende Zwergform wurde ab 1922 in Deutschland erzüchtet. Die Zwerg-Barnevelder sind friedliche, robuste, genügsame und flugfaule Zweinutzungs-Zwerghühner, die sich schon mit einem Zaun von 120 cm Höhe eingrenzen lassen. Sie verfügen über eine harmonische Körperfülle, kurze, hoch angesetzten Flügel und ein straff anliegendes, festes Gefieder. 1931 wurde als erster Farbschlag der braun-schwarz-doppeltgesäumte anerkannt. Im selben Jahr wurde der Sonderverein der Züchter des Barnevelder- und Zwerg-Barnevelderhuhnes gegründet. Sechs weitere Farbschläge folgten. Bei allen Schlägen sind die übrigen farblichen Körperkennzeichen gleich: Die Läufe sollen satt gelb sein, die Augen orangerot, Gesicht, Kehl- und Ohrlappen sowie Kamm tiefrot. Der Kamm ist ein Stehkamm, Läufe und Zehen sind unbefiedert.

Das Zwerg-Barnevelder zeichent sich durch Frohwüchsigkeit und frühe Legereife aus. Die sehr friedlichen Hähne erreichen ein Gewicht von 1.1-1.2 kg, die Hennen von 0.9-1.0 kg. Die Legeleistung liegt bei etwa 120-150 dunkelbraunen, ca. 40 g schweren Eiern in der ersten und zweiten Legeperiode. Die Hennen haben einen nur schwach entwickelten Bruttrieb.

Das Zwerg-Barnevelder wird heute häufiger gehalten als das große Barnevelder, das bei der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen“ in der Kategorie IV, Vorwarnstufe, geführt wird. In Zoos ist es allerdings selten zu sehen.

Literatur und Internetquellen:

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 Neue Rasse: Zwerg-Cochin

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Zwergcochinhahn (Gallus gallus f. dom.) im Bodenseezoo Reutemühle, Überlingen © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Zwergcochinhahn (Gallus gallus f. dom.) im Bodenseezoo Reutemühle, Überlingen © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Zwergcochinhenne (Gallus gallus f. dom.) im Bodenseezoo Reutemühle, Überlingen © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Das Zwerg-Cochin ist eine alte Zwerghuhnrasse aus China, die als reines Zierhuhn gezüchtet wurde. Es ist ein Urzwerg, d.h. es gibt keine Großrasse dazu. Die "Cochin" genannte Großrasse ist nicht mit ihm verwandt. Gehalten wurde es in den Palastanlagen des chinesischen Kaisers. Nach deren Zerstörung durch englische und französische Truppen im Jahre 1860 gelangten die ersten gelben, damals noch Peking-Bantam genannten Tiere als Kriegsbeute nach England. 1885 kamen aus Ostindien 12 weitere gelbe Tiere zur Verstärkung der Zucht an. Da sich aber bald Inzuchterscheinungen einstellten, wurden Zwerghühner anderer Rassen eingekreuzt, womit weitere Farbschläge entstanden, aber wohl auch einige ursprüngliche Rassemerkmale verloren gingen. 1886 gelangten die ersten Exemplare nach Deutschland und 1890  in die Schweiz.

Das Zwerg-Cochin ist ein für Anfänger geeignetes, zutrauliches, robustes, bewegungsfreudiges und wetterfestes Zwerghuhn. Seine Körperform  ist rundlich, die Befiederung dicht, entweder glatt oder gelockt. Die Läufe sind kurz und voll befiedert. Hähne wiegen etwa 850 g, Hennen um 750 g. Es gibt 24 Farbschläge. Die Legeleistung liegt bei 80-100 Eiern in der ersten Legeperiode. Die weißen Eier wiegen um die 30 g. Die Hennen sind sehr brutfreudig und eignen sich daher gut als Glucken. Sie führen ihre Kücken 12 Wochen lang und verteidigen sie gegen vermeintliche oder tatsächliche Feinde. Zwerg-Cochin schlafen selten auf Sitzstangen, lieber liegen sie in der Gruppe aneinander gekuschelt auf dem Boden. Sie können zwar gut fliegen, tun es jedoch nicht. Es genügt, wenn der Zaun 1 m hoch ist.

Zwerg-Cochins werden nach Zootierliste in etwa 40 europäischen Zoos gehalten.

Literatur und Internetquellen:

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 Neue Rasse: Zwergseidenhuhn

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Zwergseidenhühner (Gallus gallus f. dom.) im Heimatnaturgarten Weißenfels © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Zwergseidenhuhn (Gallus gallus f. dom.) im Heimatnaturgarten Weißenfels © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Das Zwergseidenhuhn ist eine aus den Niederlanden stammende verzwergte Form des ohnehin schon kleinen Seidenhuhns. Der Körper ist gedrungen mit abgerundeter Würfelform, leicht ansteigender Rückenlinie und knapp mittelhoher Stellung. Hähne wiegen um die 600 g, Hennen etwa 500 g. Die Tiere haben ein reichlich entwickeltes, flaumreiches, weiches Seidengefieder, das aus zerschlissenen, haarähnlichen Federn mit weichen Schäften und Federfasern ohne zusammenhängende Fahnen besteht, einen Schopf und befiederte Füße. Anerkannte Farbenschläge sind Weiß, Schwarz, Blau, Gelb, Wildfarbig, Silber-Wildfarbig, Perlgrau und Splash. Bei allen Farbenschlägen sind, Haut, Muskulatur, Knochenhaut und innere Organe schwärzlich-blau gefärbt und alle sind mit oder ohne Bart zugelassen.

Das Zwergseidenhuhn ist ein für Anfänger geeignetes, zutrauliches Zwerghuhn, das es liebt, gestreichelt zu werden. Die Hennen legen pro Jahr ca. 80 weiße oder cremefarbene Eier mit einem Gewicht von 28 g. Ihr Bruttrieb ist stark ausgeprägt.

Literatur und Internetquellen:

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 Neue Rasse: Zwergsussex

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Zwergsussexhenne gelb-schwarzcolumbia (Gallus gallus f. dom.) im Tropenzoo Bansin © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Zwergsussexhenne gelb-schwarzcolumbia (Gallus gallus f. dom.) im Tropenzoo Bansin © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Das Zwerg-Sussex ist eine verzwergte Form des aus englischen Grafschaft Sussex stammenden Sussexhuhns. Seine Züchtung wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Angriff genommen. Als Folge des zweiten Weltkriegs wurde ein Neubeginn der Zucht im Jahr 1956 nötig. Dafür wurden kleinwüchsige  Hühner der Großrasse Sussex mit verschiedenen Zwerghuhnrassen gekreuzt.

Das Zwerg-Sussex ist ein für Anfänger geeignetes, ruhiges und zutrauliches Zwerghuhn. Seine Körperform  ist, bedingt durch die flache gerade Rückenlinie und die runde, breite Brust, kastenförmig. Die Befiederung ist voll und mittellang. Die Läufe sind im Gegensatz zu den meisten anderen Zwerghühnern fleischfarben. Hähne wiegen etwa 1'300 g, Hennen um 1'100 g. Es gibt die Farbschläge weiß-schwarzcolumbia, gelb-schwarzcolumbia, rot-schwarzcolumbia, wildbraun, braun-porzellanfarbig und grausilber. Es ist ein Zwiehuhn, das ein schmackhaftes Fleisch liefert und in den ersten zwei Jahren eine Legeleistung von gegen 200 ca. 45 g schweren gelb-braunen bis hellbraunen Eiern erreicht. Die Hennen sind brutfreudig und eignen sich daher gut als Glucken. Weil die Hühner im Verhältnis zu ihrer Größe sehr schwer sind, sind sie schlechte Flieger und benötigen bei der Haltung nur einen mittelhohen Zaun.

In Zoos sind Zwerg-Sussex nur selten zu sehen.

Literatur und Internetquellen:

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Zwergwyandotte

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Zwergwyandotte (Gallus gallus f. dom), Henne im Zoo Basel © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Zwergwyandotte (Gallus gallus f. dom), Hahn im Schweizerischen Freilichtmuseum Ballenberg © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Zwergwyandotte (Gallus gallus f. dom), Henne im Zoo Basel © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Die Wyandotten stammen aus dem Gebiet der großen Seen Nordamerikas. Durch Einkreuzen von Zwerg-Cochin, Bantam, Hamburger Goldsprenkel und anderen Zwerghühnern entstand die Zwergform. In Deutschland wurde die Rasse erstmals 1906 an einer Schau gezeigt und erfreute sich rasch großer Beliebtheit.

Die Zwergwyandotte ist ein verzwergtes Zweinutzungshuhn, bei dem die Hähne ein Gewicht von 1.2 kg, die Hennen von 1 kg erreichen. Die Vögel haben einen Rosenkamm und unter ihrem Deckgefieder eine dichte Flaumschicht, mit der sie auch hohen Minusgraden trotzen. Es gibt zahlreiche Farbschläge, teils  mit malerischen Mustern braungebändert, gelb, gelb-schwarzcolumbia, gelb schwarzgesäumt, braun-porzellanfarbig, weiss-schwarzcolumbia (hell), rebhuhnfarbig-gebändert, birkenfarbig, gelb-blaucolumbia, gestreift, schwarz-weißgescheckt, schwarz, rot, orangehalsig, orangefarbig-gebändert, kennfarbig, gold-weißgesäumt, gold-schwarzgesäumt, goldhalsig, weiß-blaucolumbia, weiß, silber-schwarzgesäumt, gelb-weißgesperbert, silberfarbig gebändert (dunkel), blau, silberhalsig, lachsfarbig, gold-blaugesäumt. Die Hennen legen in den ersten beiden Jahren bis zu je 180 cremefarbene, ca. 40 g schwere Eier. Sie haben einen ausgeprägten Bruttrieb.

Zwergwyandotten werden nach Zootierliste in etwa 30 europäischen Zoos gehalten.

Literatur und Internetquellen:

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Gelesen 503 mal Letzte Änderung am Samstag, 11 Juni 2022 15:28
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx