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KÖGLER, J. (2021)

Bestandsmonitoring einheimischer Nutztierrassen in Zoologischen Gärten als Basis für eine ex-situ in-vivo Erhaltungsstrategie.

Monitoring regional livestock breeds in zoological gardens as basis for an ex-situ in-vivo conservation strategy.

Zool. Garten N.F. 89 (2021) 57-66.

Zusammenfassung:

Fast alle Zoologischen Gärten halten neben Wildtierarten auch Nutztierrassen als Teil der tiergenetischen Vielfalt, des kulturell-gesellschaftlichen Erbes und zum Zwecke der öffentlichen Bildung. Doch anders als bei Wildtierarten gibt es bislang kein überbetrieblich verankertes Bestandsmonitoring und Management der Nutztierpopulationen mit der Zielsetzung, den Beitrag von Zoos zur Erhaltung bedrohter Nutztierrassen mithilfe einer zoospezifischen ex-situ in-vivo Erhaltungsstrategie zu erhöhen. Der vorliegende Bericht erfasst und bewertet daher die Nutztierbestände, speziell die der fünf Großtierarten der 56 deutschen Mitglieder des Verbands der Zoologischen Gärten (VdZ) e.V. Demnach hielten im Jahr 2020 insgesamt 45 VdZ-Zoos 74 einheimische Nutztierrassen. Darunter waren 27 Zoos mit 569 Individuen aus 29 einheimischen Großtierrassen. Das entspricht 38 % der gesamten Großtierrassen-Vielfalt Deutschlands. Im Durchschnitt hält jeder Zoo neun Individuen und zwei Rassen. Weiterhin halten VdZ-Zoos 54 % aller einheimischen Großtierrassen aus der Gefährdungskategorie Erhaltungspopulation (ERH) und 56 % aller Rassen aus der Gefähr - dungskategorie Beobachtungspopulation (BEO), vgl. (BLE, 2019). 12 der 27 Zoos haben 263 Herdbuchtieren aus 24 Rassen im Bestand. Basierend auf dem Bestandsmonitoring werden Empfehlungen erarbeitet, um den Effekt von Zoos auf die ex-situ in-vivo Erhaltung bedrohter einheimischer Großtierrassen zu optimieren.

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© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx