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SANDMEIER, P. (2019)

Minimal-invasive Kastration von männlichen europäischen Landschildkröten.

Testudo (SIGS), 28(2): 20-25.

Volltext: https://www.sigs.ch/clubdesk/fileservlet?id=1000174

Einleitung:

Die Tatsache, dass es einen deutlichen Überschuss an männlichen europäischen Landschildkröten in der Schweiz gibt, sowie die oft beschränkte Gehegegrösse und der ausgeprägte Geschlechtstrieb der männlichen Schildkröten führen zu diversen Problemen. Die unkastrierten männlichen Landschildkröten verursachen eine ständige Unruhe im Gehege. Die Weibchen werden dauerhaft bedrängt und immer wieder entstehen mechanische Schäden am Carapax oder Deckverletzungen im Bereich der Kloake. Weiter führt das Aggressivitätsverhalten zwischen Männchen ebenfalls zu Bissverletzungen sowie eine deutliche Unruhe innerhalb der Gruppe. Diverse Methoden der chemischen Kastration wurden in den letzten Jahren erprobt. Leider haben weder das Verabreichen von weiblichen Hormonen noch dasjenige von Hormonen der Hirnanhangsdrüse zu einem erwünschten, voraussagbaren Erfolg geführt. In den letzten Jahren wurde die Technik der minimal-invasiven Endoskop-assistierten Kastration entwickelt.

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