Hasenartige

Kaninchenrassen

Marderkaninchen (Oryctolagus cuniculus f. dom.) im Bodenseezoo Reutemühle, Überlingen Marderkaninchen (Oryctolagus cuniculus f. dom.) im Bodenseezoo Reutemühle, Überlingen
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Überordnung: EUARCHONTOGLIRES
Taxon ohne Rang: Nagetiere und Hasen (GLIRES)
Ordnung: Hasentiere (LAGOMORPHA)
Familie: Hasenartige (Leporidae)

D NB 650

Hauskaninchen-Rassen

Oryctolagus cuniculus f. domestica • The Domestic Rabbit • Le lapin domestique

Nachfolgend werden folgende Rassen mit Bild und Text vorgestellt.

Auf dem Allgemeinen Kaninchenblatt sind  weitere 9 Rassen mit Bild, jedoch ohne spezielle Texte vertreten. Es handelt sich um:

  • Deutsches Großsilberkaninchen
  • Helles Großsilberkaninchen
  • Sable des Vosges
  • Schweizer Fehkaninchen
  • Rhönkaninchen
  • Zwergwidderkaninchen
  • Zwergkaninchen
  • Dreifarbenschecken-Rexkaninchen
  • Löwenkopfkaninchen

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Burgunderkaninchen

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Burgunderkaninchen (Oryctolagus cuniculus f. dom.) im Schweizerischen Freilichtmuseum Ballenberg, Hofstetten bei Brienz © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Junges Burgunderkaninchen (Oryctolagus cuniculus f. dom.) im Schweizerischen Freilichtmueseum Ballenberg, Hofstetten bei Brienz © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Das Burgunderkaninchen ist eine mittelgroße, reinerbige Rasse. Es stammt ursprünglich aus dem Burgund, wo es unter der Bezeichnung *Fauve de Bourgogne" zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstanden ist, und wo 1914 ein Standard festgelegt wurde. In der Schweiz ist es seit 1920 ziemlich stark verbreitet und seit 1933 als Rasse anerkannt. In der ehemaligen DDR erfolgte die Anerkennung 1980, in der Bundesrepublik 1986.

Das Burgunderkaninchen hat einen kräftigen, mittellangen, ausgerundeten Körperbau, mittellange Läufe und 13,8–14,5 cm lange Ohren. Das Fell ist dicht mit 30-34 mm langen Deckhaaren und reichlich Unterwolle. Die Deckfarbe ist ein glänzendes, gleichmäßiges Fahlrot. Nüstern, Augen- und Kinnbackeneinfassung sowie der Bauch sind hell bis cremefarbig. Die Unterseite der Blume ist weißlich. Die Farbe der Iris ist braun und die Krallen sind hornfarben. Mindestgewicht ist laut Schweizer Standard 3.5 kg nach deutschem Standard 3.75 kg, das Idealgewicht liegt zwischen 4.0-4.7 kg und das Maximalgewicht bei 5 kg (Deutschland 5.5 kg).

Literatur und Internetquellen

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 Neue Rasse: Deutsches Riesenkaninchen, "Belgischer Riese"

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Deutsche Riesenkaninchen (Oryctolagus cuniculus f. dom.) im Tierpark Angermünde © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Deutsche Riesenkaninchen (Oryctolagus cuniculus f. dom.) im Tiergarten Delitzsch © Klus Rudloff, Berlin

Das Riesenkaninchen wurde ursprünglich in Belgien erzüchtet und um 1885 als „Belgischer Riese“ nach Deutschland eingeführt. Nachdem jahrelang nur auf Größe und Gewicht hin gezüchtet wurde, reduzierte man 1937 das erwünschte Gewicht sowie die Rumpflänge und benannte die Rasse in „Deutscher Riese“ um. 2012 wurde das zuvor eigenständige und 2012 Wirtschafsrasse anerkannte Weißes Riesenkaninchen In den Deutschen Riesen integriert.

Das Deutsche Riesenkaninchen muss ein Mindestgewicht von 6 kg haben, das Normalgewicht liegt aber über 7 kg und das Höchstgewicht bei 11,5 kg. Die ideale Körperlänge beträgt 72 cm. Der Körper ist groß und gestreckt, breit und tief und besitzt einen seiner Größe entsprechenden starken Knochenbau. Auffällig sind die großen, fleischigen Ohren mit einer Mindestlänge von 15 cm. Deutsche Riesen gibt es in den Farben wildfarben, dunkelgrau, eisengrau, hasenfarbig, weiß, schwarz, blau, blaugrau, chinchillafarbig und gelb.

Das Deutsche bzw. Belgische Riesenkaninchen wird nach Zootierliste (2022) in gegen 80 Haltungen gezeigt.

Literatur und Internetquellen

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 Neue Rasse: Deutsches Riesenscheckenkaninchen

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Deutsches Riesenscheckenkaninchen (Oryctolagus cuniculus f. dom.) im Tierpark Finsterwalde © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Deutsches Riesenscheckenkaninchen (Oryctolagus cuniculus f. dom.), Jungtier im Tierpark Finsterwalde © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Atypisch gefärbte Deutsche Riesenschecke (Oryctolagus cuniculus f. dom.) im Zoo Augsburg © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Gescheckte Kaninchen mit farbiger Schnauzenzeichnung, dem sogenannten „Schmetterling“ wurden in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts unter der Bezeichnung "Papillon" in Frankreich erzüchtet. In Belgien wurde das größere Belgische Landkaninchen ohne Schnauzenzeichnung gefördert. Die ersten dieser Tiere wurden im Jahre 1890 von einigen rheinischen Züchtern eingeführt. Sie waren sehr unterschiedlich gezeichnet, weshalb die Zuchtbemühungen auch dahin gingen, ihnen eine regelmäßige Zeichnung mit Schmetterling anzuzüchten. Durch die Einkreuzung von Riesenkaninchen wurden die Tiere größer. 1908 wurde das Deutsche Riesenscheckenkaninchen als Rasse anerkannt.

Die Kopfzeichnung des Deutschen Riesenscheckenkaninchens besteht aus dem „Schmetterling“ , den Augenringen, den Backenpunkten und der Ohrenzeichnung. Die Rumpfzeichnung wird vom Aalstrich und den sechs bis acht Seitenflecken gebildet. Anerkannt sind die Farbenschläge Schwarz-Weiß, Blau-Weiß und Havanna-Weiß. Das Mindestgewicht der Deutschen Riesenschecke muss 5.5 kg betragen, das Normalgewicht liegt über 6 kg und das Höchstgewicht bei 10 kg.

Schecken sind spalterbig. Verpaart man zwei gescheckte Tiere, sogenannte Typenschecken, besteht der Nachwuchs zur Hälfte aus Typenschecken, zu einem Viertel aus einfarbigen Nichtschecken und zu einem weiteren Viertel aus den sogenannten Weißlingen, die nur wenige farbige Abzeichen besitzen. Um diese zu vermeiden, werden Typenschecken nur mit einfarbigen Nichtschecken verpaart, so dass die eine Hälfte der Jungtiere gescheckt ist und die andere einfarbig.

Das Deutsche Riesenscheckenkaninchen wird nach Zootierliste (2022) in über 30 Haltungen gezeigt.

Literatur und Internetquellen

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Dreifarben-Kleinschecke

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Dreifarben-Kleinschecke (Oryctolagus cuniculus f. dom.) im Schweizerischen Freilichtmuseum Ballenberg, Brienz BE © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Rückenansicht einer Dreifarben-Kleinschecke (Oryctolagus cuniculus f. dom.) im Natur- und Tierpark Goldau © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Die Dreifarben-Kleinschecke entstand in den 1960/70er-Jahren in Winterthur aus Englischen Schecken- und Japanerkaninchen. Sie ist seit 1984 vom Schweizer  Rassekaninchen-Zuchtverband offiziell anerkannt. Vom Bundesamt für Lanwirtschaft ist sie nicht anerkannt, weil sie nach 1949 entstanden ist, was das Amt nicht daran hindert, das Zuchtbuch zu fördern. Die Rasse ist, wie alle Tupfenschecken, spalterbig, bei der Zucht fallen auch vollfarbige Tiere und helle Weisslinge an. Zur Scheckung kommt der sogenannte Mosaikfaktor hinzu. Er ist für die Tupfung in zwei Farben nötig, beeinflusst aber auch die Musterung.

Die Dreifarben-Kleinschecke ist eine kleine Normalhaari-Rasse mit einem Gewicht von 2.7-3.1 (2.5-3.3) kg. Die Ohren sind 10.-11.2 cm lang. Die Grundfarbe ist ein reines, glänzendes Weiss. Die Zeichnungsfarben sind Orange und Schwarz etwa zu gleichen Teilen. Jedes Zeichnungsmerkmal, ausgenommen die Backenpunkte, muss beide Farben aufweisen. Die farbigen Zeichnungsmerkmale sollen möglichst gut abgrenzen, blumig leuchten und nicht mit weissen Stichelhaaren durchsetzt sein. Die Iris ist braun, die Krallenfarbe belanglos.

Dreifarben-Kleinschecken sind spalterbig (siehe unter Deutsche Riesenschecke), was die Zucht schwierig macht.

Literatur und Internetquellen

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 Neue Rasse: Hasenkaninchen

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Hasenkaninchen (Oryctolagus cuniculus f. dom.) im Bodenseezoo Reutemühle, Überlingen © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Hasenkaninchen (Oryctolagus cuniculus f. dom.), Jungtier im Bodenseezoo Reutemühle, Überlingen © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

 

Video: Danish Championship 2012 in Rabbit Hopping

Das Hasenkaninchen ist ein mittelgroßes, schlankes, langbeiniges Kaninchen, dessen Körperbau an den Feldhasen erinnert. Entstanden ist es in Belgien ab etwa 1800 aus Belgischen Riesen. 1874 wurden es erstmals nach England importiert, wo es in Richtung Sportkaninchen ("Rabbit hopping") perfektioniert wurde. Dazu wurde 1880 der erste Spezialklub gegründet und ein Standard aufgestellt. 1900 wurden in Deuschland die ersten aus England eingeführten Hasenkaninchen ausgestellt, und im selben Jahr wurde die Rasse in der Schweiz anerkannt.

Das Hasenkaninchen zeigt eine hohe, elegante, hasenartige Körperhaltung. Der Körper ist lang mit hoch aufgezogener Bauchlinie. Der Kopf ist schmal und länglich, die Läufe ebenfalls lang, feingliedrig und schmal. Das Idealgewicht liegt bei 3.5-3.9 kg, das Höchstgewicht sollte 4.25 kg nicht überschreiten. Die Fellfarbe ist rotbraun mit durch schwarz gespitzte Deck- und Grannenhaare erzeugter Schattierung. Daneben gibt es noch die Farbenschläge "Weiß Rotauge" und "Lohfarbig schwarz". Die Unterseite der Blume ist cremeweiß.

Das Hasenkaninchen wird nach Zootierliste (2022) in etwa 30 Haltungen gezeigt.

Literatur und Internetquellen

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Japanerkaninchen

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Japanerkaninchen (Oryctolagus cuniculus f. dom.) im Zoo de Servion © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Japanerkaninchen (Oryctolagus cuniculus f. dom.) im Zoo de Servion © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Das Japanerkaninchen ist im 19. Jahrhundert in Frankreich aus eisengrauen und Holländerkaninchen entstanden. 1889 wurde es an der Weltausstellung erstmals gezeigt. In der Schweiz ist es seit 1895 anerkannt. Nach Deutschland kam es via England und Holland.

Es handelt sich um eine mittelgroße Rasse mit einem Gewicht von 3.6-4.0 (3.3-4.5) kg. Die Grundfarben sind Orange und Schwarz, intensiv glänzend. Die Japanerzeichnung besteht aus Streifen und Flecken, die auf beiden Körperseiten möglichst entgegengesetzt verteilt sein sollen. Die einzelnen Farbfelder sollen rein und scharf abgegrenzt sein. Weisse Stellen sind nur am Bauch, an der Innenseite der Schenkel und Unterseite der Blume toleriert. Die Iris ist braun, die Krallenfarbe belanglos. Die Farbenverteilung an Ohren, Kopf, Brust und Vorderläufen soll wechselseitig sein. Im Idealfall soll die Grenzlinie beider Farben der Kopfteilung möglichst über Nasenbein und Stirne verlaufen. Einfarbigkeit beider Ohren, der Brust oder beider Vorderläufe (wie beim Exemplar auf unseren Bildern) werden bei der Bewertung in Abzug gebracht.

Literatur und Internetquellen

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 Neue Rasse: Lohkaninchen

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Schwarzlohkaninchen (Oryctolagus cuniculus f. dom.) im Heimatnaturgarten Weißenfels © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Schwarzlohkaninchen (Oryctolagus cuniculus f. dom.) im Tiergehege des Bratwurstmuseums Holzhausen © Klaus Rudloff, Berlin

Das Lohkaninchen wurde im späten 19. Jahrhundert in England aus Silber-, Holländer- und wildfarbenen Kaninchen herausgezüchtet und  „Black-and-tan“ benannt. 1896 wurde die Rasse erstmals nach Deutschland eingeführt, seit dem Jahr 1900 ist sie in der Schweiz offiziell anerkannt.

Es handelt sich um eine kleine Rasse mit einem Idealgewicht von 2,8-3.1 kg. Die Ohren sind relativ kurz und fleischig. Die Zibbe darf keine Wamme aufweisen. Es gibt die Farbschläge Schwarz, Braun und Blau. Die Unterseite ist lohfarbig und klar von der Deckfarbe der Oberseite abgegrenzt. Schnauze, Augenring, Kragen, Hinterkopf, Innenseiten der Ohren, Zehenspitzen und Unterseite der Blume sind ebenfalls lohfarbig.

Das Lohkaninchen wird nach Zootierliste (2022) in etwa einem Dutzend Haltungen gezeigt.

Literatur und Internetquellen

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 Neue Rasse: Marderkaninchen

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Marderkaninchen (Oryctolagus cuniculus f. dom.) im Tierpark Senftenberg © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Marderkaninchen (Oryctolagus cuniculus f. dom.) im Tierpark Senftenberg © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Marderkaninchen (Oryctolagus cuniculus f. dom.) im Tierpark Senftenberg © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Das Marderkaninchen ist im frühen 20. Jahrhundert mit dem Ziel einer Imitation eines Marderfelles aus Kreuzungen von Chinchillakaninchen mit diversen anderen Rassen, namentlich Russen, Blaue Wiener, Thüringer, weißen Angora, Havanna und Hasenkaninchen, in verschiedenen Ländern erzüchtet worden. In Frankreich entstand diese dort "Lapin zibeline" (Zobelkaninchen) genannte Rasse 1919 in Cognac, in Deutschland etwa um die gleiche Zeit in Hamburg, wo sie erstmals 1925 in Altona ausgestellt wurde. Weitere Ursprünge gibt es in England und in den USA ("American Sable"). In der Schweiz ist die Rasse seit 1924 anerkannt.

Mit einem Normalgewicht von über 2.5 kg (2.25-3.5) gehört das Marderkaninchen zu den kleinen Rassen. Der Körper ist nur leicht gedrungen und stärker gestreckt als bei den anderen Kleinrassen. Der Kopf ist kurz und nicht zu breit, die Ohren aufgreichtet und zum Körper passend lang. Die lichtbraune und blaue Felldeckfarbe ist an Seiten und Flanken heller getönt. Schultern und Hinterschenkel sind dunkler, Becken, Brust und Bauch heller. Über den Rücken zieht sich ein etwa acht Zentimeter breiter Streifen. Zibben haben keine Wamme Wamme. Anerkannt sind die Farbschläge braun und blau. Nebst dem eigentlichen Marderkaninchen gibt es noch den Großmarder, der 4 kg (3.5 kg-5 kg) auf die Waage bringt und bei dem nur die Farbe braun zugelassen ist.

Marderkaninchen sind spalterbig (siehe unter Deutsche Riesenschecke), was die Zucht schwierig macht.

Das Marderkaninchen wird in Kategorie I (extrem gefährdet) der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen geführt. Es wird nach Zootierliste (2022) in weniger als 10 Haltungen gezeigt.

Literatur und Internetquellen

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Schweizer Scheckenkaninchen

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Schweizer Scheckenkaninchen (Oryctolagus cuniculus f. dom.) im Tierpark Dählhölzli, Bern © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Schweizer Schecke (Oryctolagus cuniculus f. dom.) blaue Farbvariantein der Ferme de la Fondation CSC, Saint-Barthélémy VD © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Das Schweizer Scheckenkaninchen ist eine spalterbige Tupfenschecke in Riesenformat. Es stammt ursprünglich aus Frankreich, wo es durch eine Kreuzung von Belgischen Riesen- und Scheckenkaninchen entstanden ist. In der Schweiz wird es seit 1890 gezüchtet ud ist heute allgemein verbreitet.

Das Schweizer Scheckenkaninchen hat einen kräftigen, länglichen, ausgerundeten Körperbau,mittellange Läufe, 16.5-18 cm lange Ohren und eine lange Blume. Die Grundfarbe ist reinweiß. Die Scheckung besteht aus "Schmettering", d. h. schwarzer Schnauze, Augenringen, Backenpunkten, Ohren, Nackenfleck, Aalstrich und Seitenzeichnung. Nebst Schwarz ist auch die Farbe Blau anerkannt. Die Farbe der Iris ist braun bzw. blaugrau. Die Gesamtlänge beträgt 62-66 cm. Mindestgewicht ist laut Standard 5.5 kg, das Idealgewicht 6 kg bei den Rammlern und 6.5 kg bei den Zibben.

Literatur und Internetquellen

Schweizerischer Rassekaninchenzucht-Verband SRK (2005): STANDARD 03

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© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx