Krebstiere (Crustacea)

Tropische Sägegarnelen

Karibische Sägegarnele (Palaemon pandaliformis) im Tierpark Berlin Karibische Sägegarnele (Palaemon pandaliformis) im Tierpark Berlin
© Klaus Rudloff, Berlin

Stamm: Gliedertiere (Arthropoda)
Unterstamm: Krebstiere (Crustacea)
Klasse: Höhere Krebse (Malacostraca)
Ordnung: Zehnfußkrebse (Decapoda)
Teilordnung: Caridea
Überfamilie: Palaemonoidea
Familie:  Felsen- und Partnergarnelen (Palaemonidae)
Unterfamilie: Felsengarnelen (Palaemoninae)

D NB 650

Karibische Sägegarnele

Palaemon pandaliformis • The American Grass Shrimp • La crevette transparente

C palaemon pandaliformis TPB KR2
Karibische Sägegarnele (Palaemon pandaliformis) im Tierpark Berlin © Klaus Rudloff, Berlin

 

C palaemon pandaliformis map
Vorkommen der Karibischen Sägegarnele (Palaemon pandaliformis)

 

C palaemon pandaliformis TPB KR3
Karibische Sägegarnele (Palaemon pandaliformis) im Tierpark Berlin © Klaus Rudloff, Berlin

 

C palaemon pandaliformis TPB KR4
Karibische Sägegarnele (Palaemon pandaliformis) im Tierpark Berlin © Klaus Rudloff, Berlin

 

Weitere Bilder auf BioLib

Verbreitung

Nordostatlantik und Karibik: Auf Karibischen Inseln (Jamaika und Kleine Antillen) und in Küstenregionen von Mittelamerika bis Brasilien [3; 4].

Biologie

Die Karibische Sägegarnele besiedelt Süß- und Brackwasser vorzugsweise mit geringer Salinität. Die Fortpflanzung erfolgt je nach Region saisonal oder ganzjährig. Die Weibchen produzieren etwa 105-240 kleine 0.44-0.69 mm messende Eier. Bei einer Temperatur von ca. 27ºC metamorphosieren die Larven nach 19 Tagen, nachdem sie 8-10 Larvenstadie durchgemacht haben. Auf den Sägegarnelen parasitieren Asseln der Gattung Probopyrus. Die Befallsrate ist allerdings klein und hat nur geringen Einfluss auf die Garneleenpopulaionen [1; 2; 6].

Gefährdung und Schutz

Die Art ist in der Roten Liste der IUCN nicht aufgeführt. Auf Guadeloupe und Martinique gilt sie als stark gefährdet [4].

Der internationale Handel ist artenschutzrechtlich nicht geregelt.

Bedeutung für den Menschen

Palaemon pandaliformis ist wirtschaftlich von untergeordneter Bedeutung.

Haltung

Für die Haltung von Palaemon sp. werden Aquarien mit einem Fassungsvermögen von 50 l angegeben, als Futter Salzwasser- (Artemia) und Ruderfußkrebschen) (Cyclops), totes organisches Material) sowie Flockenfutter [5].

Im deutschsprachigen Raum gibt es keine tierschutzrechtlichen Mindestanforderungen an die Haltung von Krebstieren.

Taxonomie und Nomenklatur

Die Karibische Sägegarnele wurde 1871 von dem auf marine Wirbellose spezialisierten amerikanische Zoologen William STIMPSON als "Leander pandaliformis" erstmals wissenschaftlich beschrieben. Die heute gültige Gattungsbezeichnung Palaemon war bereits 1795 von dem Kieler Arzt und Naturforscher Friedrich WEBER eingeführt worden [7].

Literatur und Internetquellen

  1. CAMPANELI MORTARI, R., NUNES PRALON, B. G. & NEGREIROS-FRANSOZO, M. L. (2010)
  2. GAMBA, A. L. (1998)
  3. GLOBAL BIODIVERSITY INFORMATION FACILITY
  4. INVENTAIRE NATIONAL DU PATRIMOINE NATUREL
  5. MEERWASSER-LEXIKON
  6. NUNES PRALON, B. G., ANTUNES, M., MORTARI, R. C., DE SIQUIERA BUENO, S. L. & NEGREIROS_FRANZOSO, M. L. (2018)
  7. WoRMS

Zurück zu Übersicht Wirbellose

Weiter zu Tanzgarnelen (Rhynchocinetidae)

Gelesen 8236 mal Letzte Änderung am Dienstag, 21 Dezember 2021 17:34
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx