Lebensräume in Süd- und Mittelamerika

Hochanden, Paramo

Anden, östlich von Santiago de Chile Anden, östlich von Santiago de Chile
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern

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Anden, östlich von Santiago de Chile © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Kondor in den Anden, östlich von Santiago de Chile © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Páramo-Vegetation im Cotopaxi-Nationapark, Ekuador © Thomas Kauffels, Opel-Zoo Kronberg

 

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Torres del Paine-Nationalpark, Chile © Valerie Merges, Layton, Utah

 

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Lauca-Nationalpark bei Putre, Chile. Der Bild-Vordergrund liegt auf etwa 3'700 m Höhe © Thomas Althaus, Detligen (https://www.thomas-althaus-zoologe.net/bildergalerien/)

 

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Viunja (Vicugna vicugna) im Lauca-Nationalpark © Thomas Althaus, Detligen (https://www.thomas-althaus-zoologe.net/bildergalerien/)

Allgemeines

Die Anden haben eine Nord-Süd-Ausdehnung von ca. 7'500 km bei einer Breite von bis zu 600 km. Sie bestehen im Wesentlichen aus 2-3 Hauptketten (westliche, zentrale und östliche Kordillere), die in Peru und Bolivien weit auseinanderliegen und ein zentrales Hochland (Altiplano) umschließen Die nivale Stufe beginnt im zentralen Andenbereich bei etwa 4'800 Metern, in den subtropischen Anden Argentiniens erst bei 6'000 m. Dies ist nicht allein eine Frage der Temperatur, auch die Trockenheit verhindert bis zu dieser Höhe die Ausbildung von Ewigem Schnee. Nach Süden sinkt die Schneegrenze deutlich ab.

Vegetation und Charakterpflanzen

Als Páramo bezeichnet man die alpine Vegetation der Hochanden oberhalb der Baumgrenze zwischen ca. 3200 und 4.800 m.ü.M. in kühlem, feuchtem Klima (Temperaturen tags 12-15°C, nachts -2°C, ca. 800 mm Jahresniederschlag) vor. Die Páramo-Gebiete liegen im Bereich des Tropengürtels, zwischen 11º nördlicher und 8º südlicher Breite, d.h. in Venezuela, Kolumbien, Ekuador und Nord-Peru. Weiter südlich werden sie von der Puna abgelöst. Im Übergangsbereich zu den montanen Wäldern gedeihen noch bis 3 m hohe Sträucher.
    
Danach folgt geschlossenes Grasland mit Reitgras (Calamagrostis intermedia) das in trockeneren Gebieten mit Sandböden weitgehend durch Punagras (Stipa ichu) abgelöst wird. Je nach Gebiet treten Andenastern (Haplopappus spp.), Lobelien, Bromelien und Schopfrosetten (Espeletia spp., Halbsträucher aus der Familie der Astern) oder, in Mulden, Moore auf. Zwergbambus (Neurolepis = Chusquea aristata) bildet bis 4700 m ü. M. undurchdringliche Dickichte. Zu den Tierarten die sich an das Leben in großer Höhe angepasst haben, gehört der am Chimborazo bis auf 5'200 m vorkommende Ecuador-Andenkolibri, der nachts in eine Kältestarre verfällt, um Energie zu sparen.

Typische Zootiere

Brillenbär (Tremarctos ornatus), Puma (Puma concolor), Vikunja (Vicugna vicugna), Lama (Lama guanicoe f. glama), Alpaka (Lama guanicoe f. pacos).
Kondor (Vultur gryphus), Schopfkarakara (Caracara plancus), Bergkarakara (Phalcoboenus megalopterus).

Weitere Tierarten

Andenschakal (Pseudalopex culpaeus), Andenkatze (Leopardus jacobita), Bergtapir (Tapirus pinchaque), Andenhirsche (Hippocamelus antisensis, H. bisulcus), Nordpudu (Pudu mephistophiles), Kordillerenadler (Geranoaetus melanoleucus), Rotrückenbussard (Buteo polyosoma), Grauweihe (Circus cinereus), Aplomadofalke (Falco femoralis), Amerikanischer Turmfalke (Falco sparverius), Diademregenpfeifer (Phegornis mitchellii), Ecuador-Andenkolibri (Oreotrochilus chimborazo)

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Nationalparks und andere Schutzgebiete

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Literatur und Internetquellen

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Gelesen 5135 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 21 Oktober 2020 08:05
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx