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Laurasia / Laurasiatheria

Entstanden vermutlich vor 800 Millionen Jahren verschmolz der Großkontinent Proto-Laurasia im Karbon, vor 310 Millionen Jahren mit den südlichen Landmassen zum Superkontinent Pangaea. In der Juraperiode, vor etwa 180 Millionen Jahre trennte sich Pangaea in den Südkontinent Gondwana und den Nordkontinent Laurasia. Im Eozän, vor etwa 50 Millionen Jahren zerbrach Laurasia im Zuge der Öffnung des Nordatlantiks in den westlichen Teil Nordamerika und den östlichen Teil Eurasien, dem sich später durch die Kollision mit Arabien und Indien große Bruchstücke des ehemaligen Südkontinentes angliederten.

Als Laurasiatheria bezeichnet man seit 1999 aufgrund molekulargenetischer Untersuchungen Gruppen von Höheren Säugetieren, die ihren Ursprung mitmaßlich auf dem früheren nördlichen Superkontinent Laurasia haben. Zu den Laurasiatheria gehören die Insektenfresser (Eulipotyphla), die Fledertiere (Chiroptera), die Unpaarhufer (Perissodactyla), die Paarhufer (Artiodactyla), die Wale (Cetacea), die Schuppentiere (Pholidota) und die Raubtiere (Carnivora) einschließlich der Robben.

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© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx