Lebensräume in Nordamerika

Gebirge

Peyto-Gletscher, Banff-Nationalpark, Alberta, Kanada Peyto-Gletscher, Banff-Nationalpark, Alberta, Kanada
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern

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Wichtige Naturschutzgebiete im Bereich der Gebirge - zum Vergrößern auf Bild klicken

 

 

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Mount Rainier, 4392 m, Kaskadengebirge, Washington, USA © Valerie Merges, Layton, Utah

 

 

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Sawtooth Mountains, Felsengebirge, Idaho, USA © Valerie Merges, Layton, Utah

 

 

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Sawtooth Mountains, Felsengebirge, Idaho, USA © Valerie Merges, Layton, Utah

 

 

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Der Kanadakleiber (Sitta canadensis) ist eine von drei Kleiberarten der Rocky Mountains. Hoodoo Trail, Banff-Nationalpark, Alberta Kanada © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Allgemeines

Währenddem in Eurasien wichtige Gebirge - Pyrenäen, Alpen, Himalaya, parallel zu den Breitengraden verlaufen und so Riegel zwischen wärmeren und kühleren Zonen bilden, verlaufen die Gebirge Nordamerikas zur Hauptsache in nordsüdlicher Richtung, was es Landtieren erlaubte, bei Klimaschwankungen ihre Areale nach einem ihnen zusagenden Klimabereich zu zu verschieben.
        
Im Westen der amerikanischen Kontinente erstrecken sich die Kordilleren von Alaska bis Feuerland. In Nordamerika bestehen diese auf folgenden Gebirgszügen: Ganz im Norden, an der Beaufortsee, erstreckt sich Brookskette mit dem Mount Chamberlin als höchstem Gipfel (2'749 m). An der Pazifikküste beginnen die Gebirge mit der Aleutenkette mit ihren zahlreichen aktiven Vulkanen, von denen der Mount Redoubt (3’108 m) der höchste ist. Etwas westlich von Anchorage wird sie von der Alaskakette abgelöst, die sich im Bogen von der Alaska-Halbinsel bis zum kanadischen Yukon-Territorium erstreckt. Der höchste Berg des „Alaska Range“ ist der Denali, bis 2015 offiziell Mount McKinley genannt (6'194 m). Als nördlichster, höchster und am stärksten vergletscherter Teil der Rocky Mountains folgt bis in den Norden Britisch Kolumbiens die Eliaskette mit dem Mount Logan, dem höchsten Berg Kanadas (5'959 m). Bis zum Fraser River, d.h. der Grenze zu den USA, folgt nun einerseits das Kanadische Küstengebirge, dessen höchste Erhebungen um die 4'000 m erreichen (Mount Waddington, 4'019 m). Parallel dazu verläuft im Landesinnern das Felsengebirge, die eigentlichen Rocky Mountains, mit dem Mount Elbert in Colorado (4'401 m) als höchstem Punkt. Im Süden wird das Küstengebirge vom Kaskadengebirge abgelöst, dessen höchster Gipfel der 4'395 m hohe Vulkan Mount Rainier ist, und dieses geht in Nordkalifornien in die Sierra Nevada über, wo sich der Mount Whitney, mit 4'421 m der höchste Berg der USA außerhalb Alaskas, befindet. Die südlichen Rocky Mountains entfernen sich weiter von der Küste und umschließen, zusammen mit den Gebirgszügen der Küste, das Columbia Plateau und das Große Becken. In Mexiko setzen sich die Kordilleren als Sierra Madre Oriental und Sierra Madre Occidental längs der Atlantik- bzw. Pazifikküste fort.

Im Osten erstrecken sich die Appalachen, ein bewaldetes, bis etwa 2'000 m hohes Mittelgebirge von Neufundland und Québec bis nach Alabama.

Typische Zootiere

Nordopossum, Rotfuchs, Wolf, Braunbär, Baribal, WaschbärVielfrass, Streifenskunk, Kanadaluchs, Rotluchs, Jaguarundi, Puma, Jaguar, Wapiti, Elch, KaribuWaldbison, Dallschaf, Schneeziege, Amerikanisches Rothörnchen, Urson; Steinadler, Gerfalke, Virginia-Uhu, Waldohreule, Sperbereule, Bartkauz, Kolkrabe. Arizona-Königsnatter, Korallen-Königsnatter

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Nivale Stufe

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Athabasca-Gletscher, Teil des Columbia Icefields Jasper-Nationalpark, Alberta, Kanada
Da die amerikanischen Kordilleren parallel zur Erdachse verlaufen, variiert die Höhe der klimatischen Schneegrenze, d.h. der nivalen Stufe, entsprechend der geografischen Breite. Manche Gletscher der Eliaskette, nach den Eiskappen der Pole das größte Eisfeld der Erde, münden auf etwa 60° nördlicher Breite direkt ins Meer. Im Bereich der zentralen Rocky Mountains, auf etwa 52-53° nördlicher Breite liegt Firn, d.h. "Ewiger Schnee" stellenweise bis auf etwa 2'200 m hinab. In der Sierra Nevada klettert die Schneegrenze bis gegen 4'000 m. Blanker Fels, Schutt und Geröll sind weitere bestimmende Landschaftselemente der nivalen Stufe.

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Alpine Stufe

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Alpine Flora am Mt. Timpanogas, Wasatch-Kette, Utah, USA © Valerie Merges, Layton, Utah
Vegetation: Wo der Schnee nicht permanent liegen bleibt, bildet sich eine tundraähnliche Vegetation mit Algen, Flechten und Moosen als ersten Pionieren aus. Vertreter der Alpinen Vegetation der Rocky Mountains sind z.B. Alpen-Rispengras (Poa alpina), Rasen-Schmiele (Deschampsia cespitosa), Schneebutterblume (Ranunculus adoneus), Goldrute (Solidago simplex), Alpen-Vergissmeinicht (Eritrichum aretioides), Rosenwurz (Rhodiola integrifolia), Gelbe Gletscherlilie (Erythronium grandiflorum) und Arktis-Weide NAM-9 rockies cdn marmota caligata manning pd
Eisgraue Murmeltier im natürlichen Lebensraum. Manning RP, Kanada © Peter Dollinger Zoo Office Bern
(Salix arctica).

        
Tierwelt (Rocky Mountains): Wolf, Braunbär, Vielfrass, Puma, Wapiti, Dallschaf, Dickhornschaf (Ovis canadensis), Schneeziege, Eisgraues Murmeltier (Marmota caligata), Gelbbauch-NAM-9 rockies kootenay bighorn
Dickhornschafe im natürlichen Lebensraum. Kootenay NP, Kanada © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Murmeltier (M. flaviventris), Goldmantelhörnchen (Callospermophilus lateralis), Amerikanischer Pfeifhase (Ochotona princeps), Steinadler, Weißschwanz-Schneehuhn (Lagopus leucurus), Berghüttensänger (Sialia currucoides), Grasammer (Passerculus sandwichensis), Graukopf-Schneegimpel (Leucosticte tephrocotis), Kolkrabe.

        
Tierwelt (Sierra Nevada): Schwarzbär, Rotluchs. Bei Arten, die auch in den Rocky Mountains vorkommen, zum Teil eigene Unterarten, so z.B. das Sierra NAM-9 rockies cdn spermophilus lateralis jasper miette pd
Goldmantelhörnchen im natürlichen Lebensraum. Jasper NP, Kanada © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Nevada-Dickhornschaf (Ovis canadensis sierrae) oder die Polarkörte (Bufo = Anaxyrus boreas halophilus). Beim Puma wird in Nordamerika heute nur noch eine Unterart anerkannt (WILSON & REEDER, 2005). Der Kalifornische Kondor (Gymnogyps californianus) hat nur dank einem ex situ-Zuchtprogramm des San Diego Wild Animals Park und des Los Angeles Zoos überlebt und konnte ab 1991 wieder angesiedelt werden. 20 Jahre später lebten wieder über 200 dieser Vögel in der Wildbahn. Die Gummiboa (Charina bottae) kommt bis auf eine Höhe von 3'000 m.ü.M. vor.

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Subalpine Stufe

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Tangle Falls, Jasper-Nationalpark, Alberta, Kanada © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Vegetation: Die subalpinen Waldgesellschaften variieren nicht nur entsprechend der geografischen Breite, somit der Temperatur, sondern auch in Abhängigkeit der Niederschlagsmengen, die an den westexponierten, dem Pazifik zugewandten Hängen deutlich höher sind als an den Osthängen mit ihrem kontinentalen Klima. Innerhalb der Gattung Picea ist von Alaska bis in den Süden Kandas die Weiß-Fichte (P. glauca) die häufigste Art. Die Engelmann-Fichte (P. engelmannii) hat ihre Hauptverbreitung von Britisch Kolumbien bis Wyoming und Oregon. InNAM-9 manning squirrel
Rothörnchen (Tamiasciurus hudsonicus) im Manning Regional Park, British Columbia, Kanada © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Colorado und Utah dominiert dagegen die Stech-Fichte (P. pungens).

Die Felsengebirgs-Tanne (Abies lasiocarpa) ist vom Yukon bis nach Colorado weit verbreitet, wo sie von der Kolorado-Tanne (Abies concolor) abgelöst wird. Die Verbreitung der Weißstämmigen Kiefer (Pinus albicaulis) deckt sich weitgehend mit der der Engelmann-Fichte. An der trockenen Hängen von Britisch Kolumbien bis NNAM-9 rockies yoho clarksNutctracker
Kiefernhäher (Nucifraga columbiana) im Yoho-Nationalpark, British Columbia, Kanada © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
eumexiko gedeiht die Biegsame Kiefer (P. flexilis), im Süden kommt die Grannen-Kiefer (P. aristata) hinzu, in mittleren Lagen bis hinunter nach Mexiko wachsen die oft mit Douglasien (Pseudotsuga menziesii) vergesellschaftete Gelb-Kiefer (P. ponderosa) und die Waldkiefer (P. sylvestris).

        
Tierwelt (Rocky Mountains): Rotfuchs, Wolf, Braunbär, Baribal, Waschbär, Vielfrass, Fichtenmarder (Martes americana), Fischermarder (M. pennanti), Rotluchs, Kanadischer Luchs, Puma, Wapiti, Elch, Karibu, Dickhornschaf (Ovis canadensis) Amerikanisches Rothörnchen, Goldmantelhörnchen (Spermophilus lateralis), Columbia-Ziesel (Spermophilus columbianus), Kleiner Chipmunk (Tamias minimus), Urson. Virginia-Uhu, Waldohreule, Bartkauz, Fuchsammer (Passerella iliaca), Einsiedlerdrossel (Catharus guttatus), Kanadakleiber (Sitta canadensis), Kiefernhäher (Nucifraga columbiana), Kolkrabe.

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Montane Stufe

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Waldbison (Bison b. athabascae) im natürlichen Lebensraum. Banff NP, Kanada © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Vegetation: Die Leit-Baumart der montanen Stufe der zentralen Rocky Mountains ist die Drehkiefer (Pinus contorta), die mit Engelmann-Fichten (P. engelmannii) vergesellschaftet ist. Auch Lärchen (Larix occidentalis) sind hier zu finden. Nebst reinen Nadelwäldern hat es auch Mischwälder, in denen an Laubbäumen z.B. Weiden (Salix), Erlen (Alnus crispa, A. incana), Birken (Betula occidentalis, B. papyrifera), Ebereschen (Sorbus), Espe (Populus tremuloides), Kahler Ahorn (Acer glabrum), Bergesche (Sorbus scopulina) und Kirschbäume (Prunus) vorkommen.

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Wapitis (Cervus canadensis) im natürlichen Lebensraum. Banff NP, Kanada © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
        

In der ariden montanen Stufe des Südwestens bilden die niedrigwüchsigen Pinyon-Kiefern (Pinus cembroides, P. edulis, P. monophylla, P. quadrifolia) zusammen mit verschiedenen Wacholdern (Juniperus) und Gambel-Eichen (Quercus gambelii) ein lockeres Waldland. Auf der Pazifik-Seite kommen NAM-9 rockies cdn spermophilus columbianus lk minnwanka banff pd
Columbia-Ziesel im natürlichen Lebensraum. Banff NP, Kanada © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
nebst Douglasien, Tannen, Fichten und Kiefern die Weihrauchzeder (Calocedrus decurrens) sowie, in Höhenlagen von 1350 und 2500 Meter, der Riesenmammutbaum (Sequoiadendron giganteum) vor.

    
Tierwelt (Rocky Mountains): Rotfuchs, Wolf, Braunbär, Baribal, Waschbär, Vielfrass, Fichtenmarder (Martes americana), Fischermarder (M. pennanti), Rotluchs, Kanadischer Luchs , Puma, Wapiti, Weißwedelhirsch (Odocoileus virginianus), Schwarzwedelhirsch (Odocoileus hemionus), Elch, Waldbison, Karibu, Dickhornschaf (Ovis canadensis), NAM-9 banff bufo boreas
Polarkröte (Bufo boreas) im Banff-Nationalpark, Alberta, Kanada © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Waldmurmeltier (Marmota monax), Goldmantelhörnchen (Spermophilus lateralis), Columbia-Ziesel (Spermophilus columbianus), Kleiner Chipmunk (Tamias minimus), Amerikanisches Rothörnchen, Urson.

Eckschwanzsperber (Accipiter striatus), Virginia-Uhu, Waldohreule, Bartkauz, Gnomen-Sperlingskauz (Glaucidium gnoma), Sing- und Fuchsammer (Melospiza melodia, Passerella iliaca), Einsiedler- und Wanderdrossel (Catharus guttatus, Turdus migratorius), Rotschulterstärling (Agelaius phoeniceus), Kanada- und Carolinakleiber (Sitta canadensis, S. carolinensis), Schwarzkopf-, Gambel- und Hudsonmeise (Poecile atricapillus, P. gambeli, P. hudsonica), Cassingimpel (Carpodacus cassinii), Kiefernhäher (Nucifraga columbiana), Kolkrabe. Polarkröte (Bufo boreas).

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Nationalparks und andere Schutzgebiete

Einige Nationalparks: USA: Glacier Bay NP, Gates of the Arctic-NP, Denali-NP, Chugach National Forest, Wrangell-St.-Elias-NP, Katmai-NP, Lake Clark.NP, Olympic-NP,Yukon-Charley Rivers, Modoc National Forest, North Cascades, Waterton Glacier Int. Peace Park, Yellowstone-NP, Grand Teton-NP, Sawtooth National Recreation Area, Adirondack-Park, Monongahela National Forest, Shenandoah-NP, George Washington and Jefferson National Forests incl. Mt. Rogers, Lassen Volcano-NP, Tahoe National Forest, Mendocino State Forest, Yosemite-NP, Kings Canyon-NP, Sequoia-NP, San Bernardino State Forest, Anza-Borrego.
Kanada: Kluane-NP, Bowron Lake.Provinzpark, Mount Robson-Provinzpark, Wells Gray-Provinzpark, Garibaldi-Provinzpark, E. C. Manning-Provinzpark, Jasper-NP, Banff-NP, Yoho-NP, Kootenay-NP, Mount Revelstoke-NP, Glacier-NP, Waterton Lakes-NP.

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Literatur und Internetquellen

SANDERSON, I. T. (1962)
SKY WORELL, G. (1985)
SKY WORELL, G. (1990)
STEPHENSON, M. (1983)
University of Maryland - Biomes of North America Lecture Notes
WILSON, D. E. & REEDER, D. M. (2005)
ZÖLLER, L. (Download 2012)

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Gelesen 438 mal Letzte Änderung am Samstag, 23 Juni 2018 15:00
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx