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Koniferen im Park

Nadelbäume - Araukarien

Junge Chilenische Araukarie (Araucaria araucana) im Beacon Hill Park, Victoria BC, Kanada Junge Chilenische Araukarie (Araucaria araucana) im Beacon Hill Park, Victoria BC, Kanada
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Ordnung: Koniferen (Coniferales)
Familie: Araukariengewächse (Araucariaceae)

Die Araukariengewächse sind immergrüne Koniferen, die aus der Südhalbkugel stammen. Sie sind einhäusig oder zweihäusig. Die Familie umfasst 3 Gattungen mit etwa 41 Arten:

  • Die Araukarien (Araucaria) aus der Neotropis und Australis mit etwa 20 Arten, von denen sich nur eine für die Freilandhaltung in Mitteleuropa eignet.

  • Die im paläotropischen und australischen Florenreich verbreiteten Kauri-Bäume (Agathis) mit ebenfalls rund 20 Arten, von denen einige geringe Minustemperaturen vertragen.

  • Die vom Aussterben bedrohte Wollemie (Wollemia nobilis), eine monotypische Gattung aus dem gemäßigten Regenwald von New South Wales.

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Chilenische Araukarie im ParcZoo du Reynou, Le Vigen © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

CONIF araucaria araucana sciez PD1
Junge Chilenische Araukarie im Greifvogelpark "Les Aigles du Léman" in Sciez © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Chilenische Araukarien und Guanacos (Lama guanicoe) im Südamerika-Gehege des Krefelder Zoos © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

Unterfamilie: entfällt

Chilenische Araukarie

Araucaria araucana

Verbreitung: Südamerika: Argentinien, Chile, in Höhenlagen zwischen 600 und 1'800 Metern.

Winterhärtezone 7 (erträgt bis -15ºC).

Wuchsklasse 1: Weibliche Exemplare bis 40 (30-50) m hoch, männliche bleiben mit 15-18 m deutlich kleiner.

Der Stamm der immergrünen Chilenische Araukarie ist von einer bis zu 15 Zentimeter dicken, grauen, später schwarz-braunen, Schuppenborke umgeben. Die spärlich verzweigten Äste stehen zu fünft bis siebt in Quirlen und wachsen mehr oder weniger waagrecht vom Stamm abstehend, wobei die Spitzen meist leicht nach oben weisen. Wenn sie abfallen, hinterlassen sie eine Narbe am Stamm. Die zwischen 25-50 mm langen Nadeln sind dreieckig, flach, ganzrandig, dunkelgrün glänzend und sehr steif. Sie bleiben bis zu 15 Jahre am Baum. Die Pflanzen sind ein- oder häufiger zweihäusig getrenntgeschlechtig. Die männlichen, 8-12 cm langen und 4-5 cm breiten Blütenzapfen stehen einzeln oder in Gruppen am Ende der Zweige. Sie haben spiralig angeordnete, sich dachziegelartig überlappende, dornige Schuppen. Die 10-18 cm langen und im Durchmesser 15-20 cm messenden weiblichen Blütenzapfen sind kugelförmig, anfänglich grün mit goldgelben Dornen. Später werden sie braun. Sie brechen noch am Baum auf und entlassen dann bis zu 200 ungeflügelte, rötlich-braune Samen.

Chilenische Araukarien können bis etwa 2'000 Jahre alt werden. In 20 Jahren wachsen sie bis auf eine Höhe von 6 m. In den 1980er Jahren zierte die Araukarie bei uns als Hausbaum zahlreiche Gärten und Vorgärten. Heute sieht man sie nicht mehr so oft.

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Literatur und Internetquellen:

  1. JOHNSON, H. (1974)
  2. MEIN SCHÖNER GARTEN

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Gelesen 1544 mal Letzte Änderung am Dienstag, 15 September 2020 14:48