Lebensräume in Australasien

Gewässer und Feuchtgebiete

Weißwangenreiher (Egretta novaehollandiae) in ihrem Lebensraum. Yalgorup-Regionalpark, Westaustralien Weißwangenreiher (Egretta novaehollandiae) in ihrem Lebensraum. Yalgorup-Regionalpark, Westaustralien
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern

(11.0) Allgemeines
(11.1) Neuguinea
(11.2) Australien
(11.3) Neuseeland

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Allgemeines

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Australische Kasarkas (Tadorna tadornoides) im natürlichen Lebensraum, Lake Thetis, West-Australien © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Wildhüter mit gefangenem Barramundi (Lates calcarifer) im Cobourg-Nationalpark, Northern Territory © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Schwarzschwäne (Cygnus atratus) im natürlichen Lebensraum, Lake Bibra, West-Australien © Peter Dollinger, Zoo Office BernZ

 

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Silberreiher (Casmerodius albus) im natürlichen Lebensraum, Batehaven © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Haubentaucher (Podiceps cristatus) im natürlichen Lebensraum, Yellagong-Regionalpark, Westaustralien © Peter Dollinger, Zoo Office BernZ

Seit der Besiedlung durch die Europäer ist die Süsswasserfauna der Region zunehmend gefährdet durch Einflüsse von Rodung und Landwirtschaft, wasserbauliche Maßnahmen, Überfischung sowie Konkurrenz durch und Krankheitsübertragung von eingeführten Fischarten, insbesondere durch den illegal eingeführten Karpfen, der sich in Australien ausgesprochen invasiv verhält. In den tropischen Regionen konkurrieren Moskitofische (Gambusia holbrooki) und Nilbarsche (Tilapia) die heimischen Arten, in Neuseeland dir für Zwecke der Sportfischerei eingeführten Bachforellen und Regenbogenforellen (Oncorhynchus mykiss), Bachsaiblinge, Königslachse (Oncorhynchus tshawytscha), Flussbarsche  und Schleien. Ein gleichartiges Problem bei den Amphibien ist die Gefährdung durch die zur Bekämpfung von Schadinsekten nach Australien eingeführte Agakröte, die aber alle Amphibien frisst, die kleiner sind als sie selbst, und die zudem für Beutegreifer toxisch ist

Das Ausstellen australasischer Süsswasserfauna kann somit nicht nur dazu dienen, einige wichtige Zeugen der Evolution zu präsentieren, sondern auch dazu, auf die Gefahren aufmerksam zu machen, die durch das Freilassen gebietsfremder Fischarten entstehen.

Typische Zootiere

Goldbauch-Schwimmratte

Zwergtaucher, Brillenpelikan, Kormoran, Kräuselscharbe, Silberreiher, Seidenreiher, Elsterreiher, Kuhreiher, Elsterreiher, Rotrückenreiher, Brauner Sichler, Australischer Ibis, Strohhalsibis, Gelbschnabellöffler, Schwarzschwan, Hühnergans, Kastanienente, Augenbrauenente, Rosenohrente, Australien-Moorente, Maoriente, Paradieskasarka, Radjahgans, Saruskranich, Brolgakranich, Regenbrachvogel, Kampfläufer, Maskenkiebitz

Schmalbrust-Schlangenhals-Schildkröte, Parker's Schlangenhals-Schildkröte, Australische Spitzkopfschildkröte (Emydura australis), Rotbauch-Spitzkopfschildkröte, Australische Wasseragame, Mertens-Wasserwaran, Bindenwaran, Australisches Süßwasserkrokodil, Neuguineakrokodil, Leistenkrokodil

Prachtlaubfrosch, Korallenfinger, Riesenlaubfrosch

Australischer Lungenfisch, Harlekin-Regenbogenfisch, Parkinson-Regenbogenfisch, Schützenfisch

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Neuguinea

Der während der Kolonialzeit „Kaiserin Augusta-Fluss“ genannte Sepik ist mit 1'126 km das längste Fließgewässer auf Neuguinea. Er mündet im Nordosten der Insel in die Bismarcksee. Der zweitwichtigste Fluss Neuguineas ist der 1'050 km lange Fly, der an der Südküste der Insel in den Papuagolf mündet. Der größte See ist der auf einer Hochebene in Papua-Neuiguineagelegene Lake Murray mit 647 km². In Tieflagen gibt es ausgedehnte Feuchtgebiete mit Mooren, Süsswasser-Sumpfwäldern und Mangroven.

Tierwelt

Neuguinea ist der Verbreitungsschwerpunkt der Regenbogenfische (Melanotaeniidae), von denen es auf der Insel und in Nordaustralien rund 80 Arten gibt. Leichhardts Sägerfische (Pristis microdon) laichen manchmal auch im Süßwasser. Sie sind relativ häufig in den großen Flüssen Fly, Sepik, Ramu, Mamberamo und Digul vertreten. Besonders häufig sind sie im mittleren Fly River bzw. Lake Murray, wo sie die Hauptarme und Altwasser bewohnen.

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Australien

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Mangroven, Garig-Gunak-Barlu-Nationalpark, Northern Territory © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Mangroven, Garig-Gunak-Barlu-Nationalpark, Northern Territory © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Yellagong Regional Park, West-Australien © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Verweilderte Hausschweine, Schwemmebene im Kakadunationalpark, Northern Territory © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Entsprechend dem Umstand, dass Australien der trockenste Kontinent ist, gibt es auch nur wenige bedeutende Binnengewässer. Gerade mal sechs Flüsse haben eine Länge von mehr als 1'000 km: Der Murray River (2'652 km), Murrumbidgee River (1’485 km), Darling River (1'472 km), Cooper Creek (1’420 km), Lachlan River (1’339km) und Flinders River (1'004 km). Diese befinden sich alle im östlichen Drittel des Kontinents. Der längste Fluss in Westaustralien ist der Gascoyne (865 km) gefolgt vom Murchison River (820 km).

In Australien gibt es nur wenige und relativ kleine Süsswasserseen im Inland. Häufiger sind Küstenseen und Lagunen, deren Wasser mehr oder weniger brackig ist. Ferner gibt es im Innrn des Kontinentes eine Anzahl großer, nur periodisch gefüllte Flachseen mit salzhaltigem Wasser, darunter den Lake Eyre im Norden Südaustraliens, der eine Fläche von bis zu 9'660 km² einnehmen kann, ferner die ebenfalls in Südaustralien gelegenen Lake Torrens und Lake Gairdner mit Flächen von bis zu 5'745 bzw. 4'350 km².

Tierwelt

Eines der bemerkenswertesten aquatischen Säugetiere weltweit ist das Schnabeltier, ein eierlegendes Säugetier mit Entenschnabel, Backentaschen, Schwimmhäuten, Biberschwanz und, beim Männchen, Giftsporn, das in klaren Gewässern im Osten Australiens lebt. Auch unter den rund 280 Fischarten hat es einige bemerkenswerte, vielfach endemische Kreaturen, so den Australischen Lungenfisch (Neoceratodus forsteri), ein lebender Beweis für die frühere Existenz des Südkontinents Gondwana, dessen nächste Verwandte in Südamerika und Afrika leben. Ferner der Schützenfisch (Toxotes jaculatrix), der Barramundi (Lates calcarifer), ein großschuppiger Riesenbarsch, oder zwei Knochenzüngler-Arten (Scleropages jardinii, S. leichhardti). Die dominierende Fischfamilie ist die der Dorschbarsche (Percichthyidae) mit dem Murray-Dorsch (Maccullochella peelii) als prominentester Art. Die meisten Galaxien (Galaxiidae) und Grunzbarsche (Terapontidae) sowie viele Glasbarsche (Chandidae) und Regenbogenfische (Melanotaeniidae) leben in Australien. Die in unseren Gewässern häufigste Familie der Karpfen kommt in Australien natürlicherweise nicht vor.

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Neuseeland

Der im Zentrum der Nordinsel gelegene Waikato ist mit 425 km der längste Fluss Neuseelands.

Tierwelt:

Nebst diversen eingeführten, hebietsfremden Arten kommt die im Pazifikraum weitverbreitete Augenbrauenente sowie die endemischen Paradieskasarka und Maoriente vor. Zur heimischen Fischfauna Neuseelands gehören u.a. der Kurzflossenaal (Anguilla australis), verschiedene Schlammfische (Neochanna spp., Galaxiidae), Schläfergrundeln (Eleotridae) und der schmerlenähnliche Torrent-Fisch (Cheimarrichthys fosteri). 

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Nationalparks und andere Schutzgebiete

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Die überflutete Tiefebene im Kakadu-Nationalpark © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
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Literatur und Internetquellen

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Gelesen 9104 mal Letzte Änderung am Freitag, 24 Dezember 2021 15:29
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx