Lebensräume in Australasien

Monsun- und Trockenwälder der Tropen und Subtropen

Offener Trockenwald im Kakadu-Nationalpark, Northern Territory Offener Trockenwald im Kakadu-Nationalpark, Northern Territory
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern

AUS-3 trockenwald escarpment Kakadu
Blick über die Baumsavanne des Tieflandes zum Abbruch des Arnhemland-Plateaus. Kakadu-Nationalpark, Northern Territory © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

AUS 3 trockenwald nach Cobourg
An den Stämmen der Eukalypten sind noch die Spuren des letzten Waldbrandes zu sehen. Arnhemland, Route von Murgenella nach Cobourg © Peter Dollinger, Zoo Office Bern/AUS-3_trockenwald_nach_Cobourg.jpg

 

AUS-3 m-agilis waldlichtung murganella
Flinkwallabies (Macropus agilis) in ihrem natürlichen Lebensraum, Lichtung in Eukayptuswald, Arnhemland, Northern Territory © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

AUS-3 trockenwald banteng cobourg
Angesiedelte Bantengs (Bos javanicus) in ihrem Lebensraum, Garig-Gunak-Barlu-Nationalpark, Northern Territory © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Allgemeines

Monsunwäld finden sich in Neuguinea und im Norden des Northern Territory und Queenslands. Sie setzen sich überwiegend aus laubabwerfenden Bäumen zusammen, die zwei Baumschichten bilden, deren obere eine Höhe von etwa 25 bis 35 m erreicht. Während der Trockenzeit - von April bis Oktober - stellt sich hier gewöhnlich eine völlige Entlaubung ein.

Offene Trockenwälder („woodlands“) erstrecken sich entlang weiter Teile der Peripherie Inneraustraliens. Die tropischen und subtropischen Formationen finden sich im Norden Westaustraliens, im Northern Territory und in Queensland. Es handelt sich um halbimmergrüne Wälder. die bei weniger als 750 mm Jahresniederschlag in Feuchtsavannen mit laubabwerfenden Baumarten übergehen.

Vegetation und Charakterpflanzen

Verschiedene Eukalypten, Akazien, Kasuarinen und Grasbäume. Unter den zahlreichen anderen Arten finden sich bis 8 m hohe Fächerpalmen (Livistona spp.), Kapokbusch (Cochlospermum fraseri), Seidene Grevillea (Grevillea peridifolia), Australischer Affenbrotbaum (Adansonia gregoryi), Wilde Mango (Buchanania obovata), Kimberley-Bauhinie (Bauhinia cunninghamii), Propellerbaum (Gyrocarpus americanus). Eine mittlerweile weit verbreitete, invasive exotische Art ist die Wilde Passionsblume (Passiflora foetida). Am Abbruch (Escarpment) des Arnhemland-Plateaus wachsen Felsfeigen (Ficus brachypoda), Grevilleen und Schraubenpalmen (Pandanus basedowii).

Typische Zootiere

Kurzschnabeligel, Zwerggleitbeutler, Kurzkopfgleitbeutler, Flinkwallaby, Bergkänguru, Antilopenkänguru, Sumpfwallaby, Bürstenschwanz-KänguruDingo.

Spaltfußgans, Jobi-Taube, Fasanentaube, Goldbrust-Erdtaube, Langschwanz-Fruchttaube, Rotschwanz-Rabenkakadu, Allfarblori, Blasskopfrosella, Collettsittich, Haubenliest, Königsparadiesvogel, Spitzschwanzamadine, Gouldamadine.

Blauzungenskink, Stachelschwanzwaran, Glauerts Felsenwaran, Goulds WaranMertens-Wasserwaran, Trauerwaran, Rautenpython; Korallenfinger.

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Nationalparks und andere Schutzgebiete

Einige Nationalparks: Westaustralien: Windjana Gorge-Nationalpark, Tunnel Creek-Nationalpark, Geikle Gorge-Nationalpark, Wolfe Creek-Nationalpark, Parry Lagoons-Naturschutzgebiet, Purnululu-Nationalpark, Mirima-Nationalpark; Northern Territory: Keep River-Nationalpark, Gregory-Nationalpark, Nitmiluk-Nationalpark, Litchfield-Nationalpark, Kakadu-Nationalpark, Elsey-Nationalpark

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Literatur und Internetquellen

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Gelesen 1128 mal Letzte Änderung am Sonntag, 11 Oktober 2020 20:12
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx