Lebensräume in Australasien

Feuchtwälder der gemäßigten Zone

Cabbage Tree Creek Flora Reserve, Victoria Cabbage Tree Creek Flora Reserve, Victoria
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern

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Australische Schirmpalmen (Livistona australis) im Cabbage Tree Creek Flora Reserve, Victoria © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Baumfarne als Unterwuchs im Abel Tasman-Nationalpark, Neuseeland-Südinsel © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Fliegenpilze (Amanita sp.) am Waldboden, Abel Tasman-Nationalpark, Neuseeland-Südinsel © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

AUS-2 Westland NP
Baumfarne in Südbuchenwald im Westland-Nationalpark, Neuseeland-Südinsel © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

AUS-2 Kauri - This file is licensed under the Creative Commons Attribution 2.5 Generic license. 342 x 700 px. Uploaded 08.04.2012
Zwei Kauri (Agathis australis) im Trounson Kauri Park, Nordinsel, Neuseeland, mit zahlreichen Epiphyten, darunter Astelia spp.© James Shook

 

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Dichter Unterwuchs im Regenwald des Paparoa-Nationalparks, Neuseeland © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

AUS-2 Gibraltar-Range-NP Bennet Quartl - This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license. 342 x 700 px. Uploaded 10.04.2012
Rotnackenkänguru (Macropus rufogriseus) im Gibraltar Range Nationalpark, Neusüdwales. Foto: Quartl.

 

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Neuseelandfächerschwanz (Rhipidura fuliginosa) im natürlichen Lebensraum, Buller Gorge, Neuseeland-Südinsel © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Allgemeines

Die Regenwälder der gemäßigten Zone Australiens sind im Wesentlichen auf Tasmanien und die feuchten Gebirgsgegenden Südostaustraliens beschränkt, wo sie mit subtropischen Regenwäldern, feuchten und trockenen Hartlaubwäldern sowie Heidevegetation ein Mosaik bilden. In oberen Berglagen erstrecken sie sich Richtung Norden bis zur Grenze zu Queensland. Sie sind relativ einheitlich, und weisen insbesondere an kühleren Standorten jeweils nur zwei bis drei dominierenden Baumarten auf. Sie haben einen dichten Unterwuchs von Farnen und Moosen. Wo der Jahresniederschlag tiefer ist, aber immer noch mehr als 1000 mm beträgt, gedeihen feuchte Hartlaubwälder.
        
In Neuseeland kommen Regenwälder in Restbeständen auf der Nordinsel vor. Auf der Südinsel befinden sich die meisten verbleibenden Wälder an der Westküste. Auf der Nordinsel und in wärmeren Gebieten der Südinsel handelt es sich um Mischwälder bestehend aus breitblättrigen Laubbäumen und Palmen, die in Abständen von hohen Koniferen überragt werden, mit vielen Lianen, Orchideen und anderen Epiphyten, in höheren Lagen der Südinsel sowie ganz im Süden um artenärmere Südbuchenwälder. Je nach Lichtverhältnissen bilden Baumfarne zusammen mit kleineren Pflanzen einen dichten Unterwuchs. Baumfarne sind auch Pioniere bei der Entstehung neuer Wälder.

Vegetation und Charakterpflanzen

Die Bäume der kühl-temperierten Regenwälder in Südostaustralien und Tasmanien werden 5-30 m hoch und haben keine Brettwurzeln. Es handelt sich um Koniferen, wie Tasmanische Zeder (Athrotaxis), Wollemie (Wollemia nobilis), Diselma oder Steineiben (Lagarostrobos franklinii, Phyllocladus aspleniifolius) Laubbäume, wie Scheinulmen (Eucryphia), Loorbergewächse (Atherosperma, Doryphora) oder überwiegend immergüne Südbuchen (Nothofagus). In Höhenlagen von 550-1'500 m ist häufig die bis 30 m hohe Antarktische Scheinbuche (Nothofagus antarctica) bestandesbildend.
        
Weit verbreitet (vom Norden Queenslands bis nach Tasmanien) und keineswegs auf Regen- und Feuchtwälder beschränkt ist die Schwarzholzakazie (Acacia melanoxylon).Die feuchten Hartlaubwälden sind von teils hochwüchsigen Eukalyptusarten dominiert, darunter der Riesen-Eukalyptus (Eucalyptus regnans), der über 100 m Höhe erreichen kann.. Kleinere Baumarten, einschließlich Südbuchen (Nothofagus), Proteen, andere Sträucher sowie, in Victoria, Baumfarne (Cyathea, Dicksonia) bilden oft dichten Unterwuchs.
        
In Neuseeland sind die Regenwälder der Nordinsel oft von riesigen Steineiben, insbesondere Rimu-Harzeiben (Dacrydium cupressinum, meist vergesellschaftet mit Nordinsel-Eisenholz, Metrosideros robusta), Kauri-Fichten (Agathis australis) oder, auf sumpfigen Böden, Warzeneiben (Dacrycarpus dacrydioides, oft zusammen mit Pukatea, Laurelia novae-zelandiae) dominiert. In den Südbuchenwäldern kommen vier verschiedene Arten der Gattung Nothofagus vor, nämlich N. truncata, N. fusca, N. menziesii und N. solandri. Die Baumfarne sind durch Arten der Gattungen Cyathea und Dicksonia vertreten.

Typische Zootiere

Kurzschnabeligel, Tüpfelbeutelmarder, Koala, Nacktnasenwombat, Zwerggleitbeutler, Kurzkopfgleitbeutler, Kaninchenkänguru, Bennettwallaby, Östliches Graues Riesenkänguru, Sumpfwallaby. Nördlicher Streifenkiwi, Buschhuhn (Alectura lathami), Glanzkäfertaube, Wongataube, Langschwanz-Fruchttaube, Prachtfruchttaube, Helmkakadu, Gelbohr-Rabenkakadu, Gelbhaubenkakadu, Allfarblori, Lachender Hans.
Australische Wasseragame, Buntwaran, Rautenpython, Korallenfinger.

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Nationalparks und andere Schutzgebiete

Einige Nationalparks: Queensland: Bunya Mountains-Nationalpark, Cape Hillsborough-Nationalpark, Deepwater-Nationalpark, Eungella-Nationalpark, Great Sandy-Nationalpark, Lamington-Nationalpark

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Literatur und Internetquellen

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Gelesen 9601 mal Letzte Änderung am Samstag, 20 Februar 2021 08:41
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