Lebensräume in Eurasien

Gebirge (1)

Aletschgletscher, Kt. Wallis Aletschgletscher, Kt. Wallis
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Allgemeines

Anders als in Amerika verlaufen in Europa die wichtigsten tertiären Faltengebirge - Pyrenäen, Alpen und Kaukasus - in west-östlicher Richtung. Beim Wechsel von Warm- und Kaltzeiten limitieren sie daher die Möglichkeit terrestrischer Arten, sich in geeignete Klimazonen zurück zu ziehen. Im Gegensatz zu den amerikanischen Kordilleren, wo die unterschiedliche Regenmenge für unterschiedliche Lebensgemeinschaften auf der West- bzw. der Ostseite der Gebirge sorgt, sind es in Europa primär die Temperaturunterschiede, die für die unterschiedliche Zusammensetzung von Fauna und Flora zu beiden Seiten der Berge verantwortlich sind

(5.1) Alpen
(5.1.1) Nivale Stufe
(5.1.2) Alpine Stufe
(5.1.3) Subalpine Stufe
(5.1.4) Montane Stufe
(5.2) Mittelgebirge
(5.3) Andere Europäische Gebirge 

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(5.4) Zentralasiatische Hochgebirge

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Alpen

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Fels, Alpine Rasen und Nadelwald (Fichte, Picea abies) bei Kandersteg, Berner Oberland © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Die Höhendifferenz zwischen dem Jungfraugipfel und Interlaken beträgt 3580 m, als mittlere Julitemperatur werden in Interlaken-Station 18.1°C, auf dem Jungfraujoch -0.3°C gemessen. Über eine Luftdistanz von nur 18 km gelangt man so von einem polaren zu einem mitteleuropäischen Klima und quert vom Ewigen Schnee über Tundra, Taiga, Grasland, Mischwald und Laubwald so ziemlich Alles, was Europa an Ökoregionen zu bieten hat. EUR 05 01 06 jungfrau PD1
Die Jungfrau ist mit 4158 m ü. M. der dritthöchste Berg der Berner Alpen © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Dies, ihre kleinräumige Gliederung und die Tatsache, dass auf ihrer Südseite der mediterrane Einfluss zur Geltung kommt, tragen zur hohen Biodiversität der Alpen bei.

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Subalpiner Fichtenwald (Picea abies) bei Kandersteg © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Insgesamt gedeihen im Alpenraum rund 4'500 Pflanzenarten, was etwa 40 Prozent der Flora Europas entspricht. 417 Blütenpflanzen sind endemisch. Allein im nur 170 km² großen Schweizerischen Nationalpark wurden über 5'000 Arten wirbelloser Tiere nachgewiesen. In den Alpen insgesamt gibt es rund 2'500 Schmetterlingsarten. Die Wirbeltiere sind vertreten durch rund 80 Fisch-, 21 Amphibien-, 15 Reptilien-, 200 Brutvogel- und 80 Säugetierarten.

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Viele Berge sind bis in die Gipfelregion vollgestopft mit touristischer Infrastruktur und entsprechend stark von Erhelungssuchenden frequentiert. Hier Rochers de Naye, 2042 m ü. M., in den Waadtländer Alpen © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

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Die Sömmerungsweiden in den Schweizer Alpen, Voralpen und im Jura werden mit ca. 300‘000 Grossvieheinheiten bestossen. Hier Rinder auf ca. 1'700 m. ü. M. beim Oeschinensee © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

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Zahlreiche freilaufende, nicht gehütete Schafe - allein im Kanton Wallis über 80'000 - und wieder eingewanderte Wölfe resultieren zwangsläufig in Konfliktsituationen. Hier Walliser Schwarznasenschaf auf rund 2'500 m. ü. M. am Sidelhorn © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

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Alpenmurmeltiere (Marmota marmota) im natürlichen Lebensraum. Ehemalige Alpweide, Alp Trupchun, Schweiz. Nationalpark ca. 2060 m.ü.M. © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Die Alpen sind stärker als andere vergleichbare Gebirge (siehe Andere Gebirge Europas) vom Menschen genutzt. 69 Einwohner kommen auf einen km². Transitstraßen und Bahnlinien schränken die Aktionsräume der Wildtiere ein. Der Tourismus mit Hotellerie, Zweitwohnungen, Bergbahnen, Skiliften und beschneiten Pisten ist allgegenwärtig. Wo Landwirtschaft betrieben wird, wird sie oft intensiviert. Subventionen haben zu einem Anwachsen der Nutztierbestände geführt. Andererseits werden Alpweiden aufgegeben und zuvor artenreiche alpine Rasen wandeln sich zu artenärmeren Koniferenwäldern. Diese Faktoren und der sich anbahnende Klimawandel, der im Alpenraum besonders spürbar ist, stellen Gefahren für die Biodiversität dar.

Der Klimawandel ist im Alpenraum stärker spürbar als in vielen anderen Weltgegenden. Die Schweizer Gletscher z.B. hatten in der Neuzeit ihre größte Ausdehnung um 1850 erreicht. Ihre Gesamtfläche betrug damals 1'730 km². 1973 waren es noch 1'307 km² und 2016 waren nur noch 890 km² vorhanden. Das Eisvolumen wurde für das Jahr 1850 auf 130 km³ geschätzt, 2016 waren es mit noch 54 km³ rund 60% weniger. Im Zeitraum 1973-2016 sind rund 750 Gletscher ganz verschwunden, darunter alle im Schweizerischen Nationalpark (Der BUND vom 03.08.2017). Die Folge der Klimaerwärmung sind Änderungen  in der Höhenverteilung vieler Tier- und Pflanzenarten. Die Geschwindigkeit des Wandels birgt die Gefahr des Aussterbens.
    
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"Theater mit Wölfen" ein Projekt der Schweizer Zoos zur Reduzierung von Tier-Mensch-Konflikten - www.zoos.ch
Mittels der Alpenkonvention vom 7. November 1991, unterzeichnet von Österreich, Frankreich, Deutschland, Italien, Liechtenstein, der Schweiz, der EU und später von Monaco, die am 6. März 1995 in Kraft trat, sollen der Schutz und die nachhaltige Entwicklung des Alpenraums gewährleistet werden. Allerdings hapert es mit der praktischen Umsetzung, die durch Protokolle konkretisiert wird. Die Bedeutung von Alpentieren im Zoo als Botschafter für den Schutz des Alpenraums ist daher nach wie vor wichtig, und der Alpenzoo Innsbruck sowie der Natur- und Tierpark Goldau spielen hier eine besondere Rolle. Mit der Rückkehr von Wolf und Bär und der dadurch bedingten Zunahme der Tier-Mensch-Konflikte im Alpenraum ist sie sogar noch bedeutender geworden.

Typische Zootiere

Wolf, RotfuchsBaummarder, DachsEurasischer LuchsWildschwein, Rothirsch, Reh, GemseAlpensteinbockSchneehase, Eichhörnchen, GartenschläferWaldrapp (in den Alpen ausgestorben), Haselhuhn, AlpenschneehuhnAuerhuhn, Birkhuhn, Steinhuhn, Steinadler, Bartgeier , Wanderfalke, Turmfalke, Sperlingskauz, UhuWaldkauz, Waldohreule, Schwarzspecht, Sommergoldhähnchen, Mauerläufer, Kolkrabe, Tannenhäher, Alpendohle, Alpenkrähe, Erlenzeisig, Grünfink, Buchfink, Gimpel; Mauereidechse, Smaragdeidechse, Aspisviper, Kreuzotter, Grasfrosch, Bergmolch.

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Nivale Stufe - Fels, Schutt und Geröll

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Schnee, Fels und Geröll im Grimselgebiet © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
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Steingeiß (Capra ibex ibex) im natürlichen Lebensraum. Gemmenalphorn, Berner Oberland, ca. 2000 m.ü.M. © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Höhenlagen ab der klimatischen Schneegrenze bezeichnet man als nivale Stufe. Hier liegt Firn, d.h. "Ewiger Schnee". Wo der Schnee nicht permanent liegen bleibt, bildet sich eine tundraähnliche Vegetation aus. Blanker Fels, Schutt und Geröll sind weitere bestimmende Landschaftselemente. Erste Pionierpflanzen sind Algen, Flechten und Moose. Es folgen dann zumeist langsam wachsende, mehrjährige Blütenpflanzen, wie Gletscher-Hahnenfuß (Ranunculus glacialis), Alpen-Grasnelke (Armeria alpina), Schweizer Mannsschild (Androsace helvetica), Dolomiten-Fingerkraut (Potentilla nitida) und Himmelsherold EUR-05-01-01 alpen alpendohle leukerbad pd
Alpendohle (Pyrrhocorax graculus)im natürlichen Lebensraum. Felswand mit Flechten. Gemmi, Kt. Wallis, ca. 2300 m.ü.M. © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
(Eritrichium nanum).

        
Tierwelt: Die Schneemaus (Chionomys nivalis) wurde am Mont Blanc bis zu einer Höhe von 4'700 m.ü.M. festgestellt. Steinbock, Gemse, Schneehase, Murmeltier und Hermelin (Mustela erminea) kommen bis über 3'000 m.ü.M. vor. Vögel der nivalen Stufe und der Felswände sind der Schneesperling (Montifringilla nivalis), der bis auf 3490 m.ü.M. brütet, ferner Alpenbraunelle (Prunella collaris) und Mauerläufer (Tichodroma muraria). Beinahe so hoch steigen Alpendohle, Hausrötel (Phoenicurus ochruros), Steinschmätzer (Oenanthe oenanthe) und Turmfalke.

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Alpine Stufe - Rasen, Zwergsträucher und Legföhren

 

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Steingeiß (Capra ibex ibex) im natürlichen Lebensraum. Burgfeldstand, Berner Oberland, ca. 2000 m.ü.M. © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Einjähriges Steinwild (Capra ibex) am Niederhorn auf ca. 2'000 m Höhe © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Alpengemsen (Rupicapra r. rupicapra) im natürlichen Lebensraum. Il Fuorn, Schweiz. Nationalpark, ca. 1800 m.ü.M. © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Alpensteinböcke im natürlichen Lebensraum. Augstmatthorn, Berner Oberland, ca. 2000 m.ü.M. © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Die alpine Stufe befindet sich oberhalb der Waldgrenze. Sie beginnt bei etwa 1800-2100 m.ü.M.. Im oberen Bereich liegt ein blumenreicher Rasengürtel mit z.B. Edelweiß (Leontopodium nivale), Alpen-Enzian (Gentiana alpina), Alpenglöckchen (Soldanella spp.) oder Glockenblumen (Campanula spp.). Darauf folgt ein Gürtel mit Zwergsträuchern, wie Alpenrosen (Rhododendron ferrugineum, R. hirsutum), Zwerg-Wacholder (Juniperus sibirica) oder Heidelbeere (Vaccinium myrtillus). Weiter unten ein Gürtel mit Großsträuchern - Legföhre oder Latschenkiefer (Pinus mugo mugo) und Alpenerle (Alnus viridis viridis). Selbstverständlich hat es auch hier Fels, Schutt und Geröll.

Tierwelt: Nebst den Tieren, die sich bis in die nivale Stufe vorwagen, leben hier Rothirsch, Mauswiesel, Rötelmaus (Clethrionomys glareolus), Feldmaus (Microtus agrestis), Alpenspitzmaus (Sorex alpinus), Gartenschläfer, Steinrötel (Monticola saxatilis), Bachstelze (Motacilla alba), Bergpieper (Anthus spinoletta), Braunkehlchen (Saxicola rubetra), Felsenschwalbe (Ptyonoprogne rupestris), Steinadler, Schnee- und Steinhuhn. Die Waldeidechse (Lacerta vivipara) wurde im Urnerland auf 2985 m.ü.M. nachgewiesen, die Kreuzotter im Puschlav bis 2697 m, die Aspisviper  im Wallis bis 2450 m.. Das höchste Laichgewässer des Grasfroschs liegt auf 2775 m.ü.M.

Important Bird Areas im deutschsprachigen Raum (Die IBAs in den Alpen erstrecken sich jeweils über mehrere Vegetationsstufen): Ammergauer Berge (DE268), Nationalpark Berchtesgaden (DE260), Karwendel und Karwendel-Vorgebirge (DE267), Hohe Tauern (AT039), Niedere Tauern (AT046), Nockberge-Nationalpark (AT049), Kaisergebirge (AT050), Nördliche Kalkalpen (AT033), Silvretta und Verwall (AT052), Aletsch-Region (CH023), Augstmatthorn (CH018), Bergell (CH031), Heinzenberg (CH024), Schweizer Nationalpark und Unterengadin (CH025), Piora-Dötra (CH027), Simplon (CH026), Mattertal (CH022).

 

 

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Subalpine Stufe - Nadelwald

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Rotwild (Cervus elaphus) im natürlichen Lebensraum, Bergföhrenwald (Pinus montana). Stabelchod, Schweiz. Nationalpark, ca. 1850 m.ü.M. © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Die Subalpine Stufe reicht von der oberen Grenze des Laub- bzw. Mischwaldes auf etwa 1500 m bis zur Waldgrenze. Sie ist durch boreale Nadelwälder charakterisiert, die je nach Standort von Fichte, Engadinerföhre (Pinus silvestris engadinensis), Bergföhre (Pinus montana), Lärche (Larix decidua) oder Arve (Pinus cembra) dominiert sind. Bei den Fichtenwäldern löst sich mit zunehmender Höhenlage das Kronendach auf, die Bäume werden schlanker, was die Schneelast reduziert, und wachsen in Rotten EUR-05-01-03 trupchun hirsch
Rothirschkuh (Cervus elaphus) im natürlichen Lebensraum. Bergföhrenwald im Val Trupchun, Schweiz. Nationalpark ca. 1900 m.ü.M. © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
unterschiedlich alter Individuen. Lärchen und Arven wachsen in reinen Beständen oder als Lärchen-Arvenwald.

        
Tierwelt: Gemse, Rothirsch, Reh (während des Sommers), Luchs, Rotfuchs, Baum- und Steinmarder, Hermelin, Mauswiesel, Schneehase, Eichhörnchen, Gartenschläfer, Rötelmaus, Kurzohrmaus (Microtus subterraneus), Gelbhalsmaus (Apodemus flavicollis), Birkhuhn, Sperlingskauz, Raufußkauz (Aegolius funereus), Schwarzspecht, Dreizehenspecht (Picoides tridactylus), Ringdrossel (Turdus torquatus), Zitronenzeisig (Carduelis citrinella), Hänfling (Carduelis cannabina), Birkenzeisig (Acanthis flammea), Gimpel, Mönchs- und Haubenmeise (Parus montanus, P. cristatus) Tannenhäher (Nucifraga caryocatactes).

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Montane Stufe - verschiedene Waldtypen

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Föhrenwald (Pinus silvestris) Pfynwald, Kt. Wallis, submontane Stufe, ca. 700 m.ü.M © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Die montane Stufe wird durch die Obergrenze des Rotbuchen-Vorkommens begrenzt. Je nach klimatischen Bedingungen und Bodenbeschaffenheit kommen hier die unterschiedlichsten Waldtypen vor: Laubwälder, Tannen-Buchen-Mischwälder, Fichten-, Tannen-Fichten und Föhrenwälder.EUR-05-01-04 pfynwald 2
Föhrenwald (Pinus silvestris) Pfynwald, Kt. Wallis, submontane Stufe, ca. 700 m.ü.M © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Auf der Alpensüdseite reichen die Kastanienselven (Castanea sativa) bis in die montane Stufe hinein. Besonders attraktiv sind der Blockschutt-Tannen-Fichtenwald, wie er etwa im Bergsturzgebiet des Natur- und Tierparks Goldau auftritt, und die Föhrenwälder, die mit ihren lichtdurchlässigen Kronen das Vorkommen einer reichhaltigen Strauch- und Krautschicht und einer vielfältigen Tierwelt begünstigen.

        
Tierwelt: Wildkatze (nur Ostalpen), Auer- und Haselhuhn, Uhu, Raufußkauz, Waldschnepfe (Scolopax rusticola), und viele Arten der submontanen und der kollinen Stufe. In lichten Föhrenwäldern, wie dem Pfynwald im Mittelwallis (550 mm Jahresniederschlag) finden zahlreiche Reptilien Lebensräume, so Ringel-, Äskulap- und Schlingnattern, Aspisvipern, Smaragd- und Mauereidechsen.lineblack1px

Mittelgebirge

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Blick vom Creux-du-Van (ca. 1250 m.ü.M.), Neuenburger Jura © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Mittelgebirge haben in unserem Gebiet eine Höhe bis zu etwa 1'800 m. Sie sind nicht vergletschert und meistens bis in die höchsten Lagen bewaldet. Im deutschen Sprachraum gehören dazu alle Gebirge mit Ausnahme der Alpen, wie Bayerischer Wald, Böhmerwald, Eifel, Elbsandsteingebirge, Elstergebirge, Erzgebirge, Fichtelgebirge, Fränkische Alb, Harz, Hunsrück, EUR-05-02 marchairuz
Natürlicher Fichtenwald, Col du Marchairuz, 1400 m.ü.M. Waadtländer Jura © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Hoher Meissner, Knüll, Pfälzer Wald, Odenwald, Rhön, Rothaargebirge, Schwäbische Alb, Schwarzwald, Sudeten, Taunus, Thüringer Schiefergebirge, Thüringer Wald, Vogelsberg, Zittauer Gebirge. Auch die Ardennen, die Vogesen, das Massif Central und der Jura sind Mittelgebirge.

        
Bis etwa 1000 m.ü.M. stehen Buchenwälder, ab 700 m.ü.M. auch Tannen-Rotbuchenwälder und natürliche Fichtenwälder.

Tierwelt: Das Säugetierspektrum ist ähnlich dem der Alpen. Ausgesprochene Hochgebirgstiere, wie Schneemaus, Alpenschneehase, Steinbock und Murmeltier fehlen, außer an einzelnen Stellen, wo die beiden letzteren angesiedelt wurden. Die Wildkatze ist in den Mittelgebirgen weit verbreitet, auch die Aspisviper kommt hier vor. Gemse und Luchs waren in den Mittelgebirgen in der Regel ausgerottet, wurden aber mit Erfolg wiederangesiedelt. Wölfe werden namentlich in Frankreich wieder festgestellt, der Braunbär fehlt noch. Das Massif Central ist ein Schwerpunkt für den Gänsegeier, auch Schmutzgeier nisten hier.

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Andere Europäische Gebirge

  •     Kaukasus (Russland, Georgien, Amenien, Aserbaidschan, Türkei)
  •     Sierra Nevada (Spanien)
  •     Pyrenäen (Frankreich, Spanien, Andorra)
    •     Nationalparks in den Spanischen Pyrenäen
    •     Nationalparks in den Französischen Pyrenäen
  •     Sizilien (Italien)
    •     Nationalparks auf Sizilien
  •     Balkan (Bulgarien, Serbien)
  •     Apennin (Italien)
    •     Nationalparks im Apennin
  •     Karpaten (Österreich, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Polen, Ukraine, Rumänien, Serbien)
  •     Kantabrisches Gebirge (Spanien)
    •     Nationalparks im Kantabrischen Gebirge
  •     Kastilisches Scheidegebirge (Spanien)
    •     Nationalparks im Kastilischen Scheidegebirge
  •     Örefaejökull (Island)
    •     Nationalparks im Örefaejökull
  •     Skandinavisches Gebirge (Norwegen, Schweden, Finnland)
    •     Nationalparks im Skandinavisches Gebirge (Norwegen)
    •     Nationalparks im Skandinavisches Gebirge (Schweden)
    •     Nationalparks im Skandinavisches Gebirge (Finland)
  •     Ural (Russland)

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Nationalparks und andere Schutzgebiete

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Literatur:

BAUMANN, F. (1949)
CORBET, G. & OVENDEN, D. (1982)

GRAF, R. & KESTENHOLZ, M. (2002)
GUGGISBERG, C.A.W. (1954)
HAUSSER, J. et al. (Hrsg., 1995)
HOFMEISTER, H. (1990)
JOHNSON, H. (1974)
KREMER, Bruno P. (1990)
MEYER, A., ZUMBACH, S., SCHMIDT, B. & MONNEY, J.-C. (2009)
STEIGER, P. (1994)
SVS - Birdlife Schweiz (2001)

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© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx