Karpfenfische

Fransenlipper

Harlekin-Fransenlipper (Labeo cyclorhynchus) im Zoo Leipzig Harlekin-Fransenlipper (Labeo cyclorhynchus) im Zoo Leipzig
© Klaus Rudloff, Berlin

Überklasse: Knochenfische (Osteichthyes)
Klasse: Strahlenflosser (Actinopterygii)
Unterklasse: Neuflosser (Neopterygii)
Teilklasse: Echte Knochenfische (Teleostei)
Ordnung: Karpfenfische (Cypriniformes)
Familie: Karpfen (Cyprinidae)
Unterfamilie: Fransenlipper oder Saugbarben (Labeoninae)

D LC 650

Harlekin-Fransenlipper

Labeo cyclorhynchus • The Harlequin Sharkminnow • Le labéo Arlequin

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Harlekin-Fransenlipper (Labeo cyclorhynchus) im Zoo Wuppertal © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

 

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Approximative Verbreitung des Harlekin-Fransenlippers (Labeo cyclorhynchus)

 

 

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Harlekin-Fransenlipper (Labeo cyclorhynchus) im Zoo Leipzig © Klaus Rudloff, Berlin

 

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Der in seinem Ursprungsgebiet nicht gefährdete Harlekin-Fransenlipper ist in europäischen Zoos und Schauaquarien nur ausnahmsweise zu sehen.

Körperbau und Körperfunktionen

Harlekin-Fransenlipper werden bis 16 cm lang [1].

Verbreitung

Zentralafrika: Mittleres und unteres Kongobecken - Gabun, Kongo, Kongo Dem., Zentralafrikanische Republik [2].

Lebensraum und Lebensweise

Der Harlekin-Fransenlipper ist ein Einzelgänger, der vegetationsarme Urwaldbäche besiedelt. Er hält sich überwiegend in Bodennähe auf, wo er sich von allem Fressbaren ernährt, das er findet.

Gefährdung und Schutz

Trotz mangelhafter Informationen gilt die Art wegen ihrer weiten Verbreitung aufgrund einer Beurteilung aus dem Jahr 2009 als nicht gefährdet [2].

Der internationale Handel ist durch CITES nicht geregelt.

Bedeutung für den Menschen

Die Art wird lokal zu Speisezwecken gefangen und befindet sich im internationalen Aquarienfischhandel [1; 2].

Haltung

Haltung in europäischen Zoos: Die Art wird nur ganz vereinzelt in europäischen Einrichtungen gezeigt, darunter solchen im deutschsprachigen Raum. Für Details siehe Zootierliste.

Mindestanforderungen: In Deutschland und Österreich gibt es keine konkreten Mindestanforderungen. In der Schweiz gibt Anhang 2, Tabelle 8 der Tierschutzverordnung an, wie viele Liter Wasser pro cm Gesamtkörperlänge (ohne Schwanzflosse) der Fische angeboten werden müssen.

Taxonomie und Nomenklatur

Die Art wurde 1899 von dem am British Museum tätigen belgischen Zoologen George Albert BOULENGER unter ihrem heute noch gültigen Namen beschrieben. Wegen ihrer gesprenkelten Jugendfärbung wurde sie zeitweilig auch Labeo variegatus genannt [1]. Aufgrund einer auf molekulargenetischen Kriterien beruhenden taxonomischen Revision aus dem Jahr 2015 wird die Familie Labeoninae in die Unterfamilie der Cyprininae integriert und bildet innerhalb die aus rund 35 Gattungen bestehende Tribus Labeonini [3].

Literatur und Internetquellen

  1. FISH BASE
  2. MOELANTS, T. (2010). Labeo cyclorhynchus. The IUCN Red List of Threatened Species 2010: e.T182990A8017863. http://www.iucnredlist.org/details/182990/0. Downloaded on 12 February 2018
  3. YANG, L., SADO, T., HIRT, M. V., PASCO-VIEL, E., ARUNACHALAM, M., LI, J., WANG, X., FREYHOF, J., SAITOH, K., SIMONS, A. M., MIYA, M., HE, S. & MAYDEN, X. (2015)

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© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx