Schmetterlinge (Lepidoptera)

Passionsblumenfalter (Heliconiinae)

Dorisfalter (Heliconius = Laparus doris) im Tiergarten Nürnberg Dorisfalter (Heliconius = Laparus doris) im Tiergarten Nürnberg
© TG Nürnberg

Stamm: Gliedertiere (ARTHROPODA)
Unterstamm: Sechsfüßer (HEXAPODA)
Klasse: Insekten (INSECTA)
Unterklasse: Fluginsekten (PTERYGOTA)
Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera)
Unterordnung: Glossata
Überfamilie Papilionoidea
Familie: Edelfalter (Nymphalidae)
Unterfamilie: Passionsblumenfalter (Heliconiinae)

D NB 650

Fackelfalter

Dryadula phaetusa • The Banded Orange Heliconian, or Orange TigerLe tigre orange

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Fackelfalter (Dryadula phaetusa) bei der Paarung m Krefelder Zoo © Hella Hallmann / Zoo Krefeld

 

 

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Fackelfalter (Dryadula phaetusa) im Tiergarten Nürnberg © TG Nürnberg

 

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Verbreitung 

Mittel- und Südamerika: Von Mexiko über ganz Mittelamerika und nördliches Südamerika bis in den Norden von Brasilien [1].

Biologie

Der Fackelfalter hat eine Flügelspannweite von 86-89 mm. Seine Flügel sind breiter und kürzer als bei den anderen Passionsblumenfaltern. Ihre Oberseite ist bei den Männchen leuchtend orange mit schwarzen Bändern, bei den Weibchen ist sie matter mit unscharfen Bändern. Die Unterseite ist braun, mit orange-gelben Bändern [3] .

Der Fackelfalter ist ein nicht sehr häufiger Bewohner hauptsächlich offener Landschafte des Tieflandes, selten geht er bis auf eine Höhe von 1'200 m. Er hat für einen Heliconiiden ungewöhnlich kurze, breite Flügel und auch seine Antennen sind nicht besonders lang. Er ernährt sich vom Nektar von Seidenplanzen (Asclepias sp.), einem Hundsgiftgewächs (Apocynaceae) und von Vogelkot. Futterpflanze der Raupen ist eine Passionsblume (Passifloraceae: Passiflora talamacensis) [1; 3].

Gefährdung und Schutz

Die Art ist in der Roten Liste der IUCN nicht aufgeführt.

Der internationale Handel ist artenschutzrechtlich nicht geregelt.

Taxonomie und Nomenklatur

Der Fackelfalter wurde bereits 1758, durch Carl von LINNÉ als "Papilio phaetusa" beschrieben. Später wurde er in die 1832 geschaffene Gattung Dryadula verschoben [2].

Literatur und Internetquellen

  1. LANDMAN, W, (2009)
  2. NIC.FUNET.FI
  3. PAPILIORAMA

D NB 650

Juliafalter

Dryas iuliaThe Julia ButterflyLe flambeau

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Juliafalter (Dryas iulia) im Zoo-Vivarium Darmstadt © Frank Velte, Zoo-Vivarium

 

 

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Juliafalter (Dryas iulia) im Papiliorama Kerzers © Papiliorama

 

 

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Juliafalter (Dryas iulia) im Tiergarten Nürnberg © TG Nürnberg

 

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Verbreitung 

Nord-, Mittel- und Südamerika: Südliche USA, Mittelamerika, weite Teile der Karibik (einschließlich Antigua, Bahamas, Cayman Islands, Dominica, Dominikanische Pepublik, Haiti, Jamaika, Kuba, Martinique, Puerto Rico, St. Kitts, St. Lucia, St. Vincent,  Trinidad), sowie tropisches und subtropisches Südamerika [2; 3].

Biologie

Der Juliafalter hat langgezogene Flügel mit einer Spannweite von 82-92 mm. Die Männchen sind leuchtend orange mit je nach Unterart mehr oder weniger ausgeprägten schwarzen Flügelrändern und einem schwarzen Streifen quer über den Vorderflügel. Die Weibchen sind matter und haben mehr dunkle Muster. Die Flügelunterseiten sind blass-orange bis beige [4].

Die Eier werden an die Ranken und auf die Blätter mehrerer Passionsblumen-Arten (Passiflora sp.) abgelegt, die den beigefarbenen, braun gefleckten und stark bestachelten Raupen als Futterpflanzen dienen. Der Juliafalter ruht mit über dem Rücken zusammengefalteten Flügeln, sodass das leuchtende Orange der Flügeloberseiten nicht zu sehen ist und er einem vetrockneten Blatt ähnelt. Die Imagines ernähren sich von Nektar, insbesondere des Wandelröschens (Eisenkrautgewächse, Lantana camara) [1; 2; 4].

Gefährdung und Schutz

Der Juliafalter ist eine weit verbreitete und häufige Schmetterlingsart [1]. Er ist in der Roten Liste der IUCN nicht aufgeführt.

Der internationale Handel ist artenschutzrechtlich nicht geregelt.

Taxonomie und Nomenklatur

Die Art war 1775 von dem aus dem damals noch dänischen Schleswig stammenden Naturforscher Johann Christian FABRICIUS, einem Schüler Carl von LINNÉs, als "Papilio iulia"  wissenschaftlich beschrieben worden und wurde später in die 1807 neu geschaffene Gattung Dryas gestellt. Irrtümlich ist die häufig anzutreffende Schreibweise Dryas julia. Aktuell werden 14 Unterarten unterschieden [3].

Literatur und Internetquellen

  1. LANDMAN, W, (2009)
  2. LEARN ABOUT BUTTERFLIES
  3. NIC.FUNET.FI
  4. PAPILIORAMA

 

D NB 650

Florida-Zebrafalter

Heliconius charithonia • The Florida Zebra Longwing • Le papillon zèbre de Floride

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Florida-Zebrafalter (Heliconius charithonia) im Zoo-Vivarium Darmstadt © Frank Velte, Zoo-Vivarium Darmstadt

 

 

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Raupe des Florida-Zebrafalters (Heliconius charithonia) © DeadEyeArrow, veröffentlicht auf Wikimedia Commons unter der Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported-Lizenz.

 

 

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Verbreitung 

Nord-, Mittel- und Südamerika: Von den Everglades in Florida über Mittelamerika bis Ekuador, ferner in der Karibik auf Antigua, Haiti, Jamaika, Kuba und Trinidad [2].

Biologie

Der Florida-Zebrafalter hat trotz seines riesigen Verbreitungsgebiets keine Unterarten oder lokalen Varianten ausgebildet. Die Paarung findet unmittelbar nach dem Schlupf der Weibchen statt, wenn diese zum Trocknen an einem Zweig hängen und nicht wegfliegen können. Die Weibchen ernähren sich nicht nur von Nektar, sondern auch von Pollen von Kürbisgewächsen der Gattungen Psiguria, Citrullus und Gurania, was zu ihrer Langlebigkeit beiträgt und ihnen erlaubt, viele Eier zu legen Die Eier werden auf dem Vegetationspunkt mehrerer Passionsblumen-Arten (Passiflora sp.) abgelegt. Die Raupen können im Gegensatz zu jenen anderer Heliconius-Arten selbst Pflanzen mit stachligen Blättern fressen [1; 2].

Gefährdung und Schutz

Die Art ist in der Roten Liste der IUCN nicht aufgeführt.

Der internationale Handel ist artenschutzrechtlich nicht geregelt.

Taxonomie und Nomenklatur

Die Art wurde 1758 von Carl von LINNÉ als "Papilio charithonia" beschrieben und später in die 1780 geschaffene Gattung Vanessa gestellt. Die Art wird fälschlicherweise auch Heliconius charitonius  genannt. Aktuell werden 8 Unterarten unterschieden [3].

Literatur und Internetquellen

  1. LANDMAN, W, (2009)
  2. LEARN ABOUT BUTTERFLIES
  3. NIC.FUNET.FI

D NB 650

Kleiner Kurier, Kleiner Postbote

Heliconius erato• The Red Postman • Le facteur rouge

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Kleiner Kurier (Heliconius erato) in der Serre aux Papillons, Hunawihr © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

 

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Vorkommen und approximative Verbreitung des Kleinen Kuriers (Heliconius erato)

 

 

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Kleiner Kurier (Heliconius erato) im Papiliorama Kerzers © Papiliorama

 

 

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Verbreitung 

Nord-Mittel- und Südamerika: Von den südwestlichen USA über Mexiko und Mittelamerika bis Uruguay, Argentinien und Chile [1; 2].

Biologie

Der Kleine Postbote hat eine Flügelspannweite von 67 bis 80 mm. Die schmalen und langen Vorderflügel sind schwarz mit einem gut breiten, vertikalen, roten oder rosafarbenen Band; die Unterseite weist vier rote Flecken an der Flügelbasis auf. Die hinteren Flügel sind schwarz und oben mit einem feinen, horizontalen, blassgelben Band gezeichnet; die Unterseite ist ähnlich. Die Art hat nicht nur zahlreiche Unterarten, sondern auch zahlreiche regionale Farbvarianten. Die Augen sind gross und die Antennen lang. Die Raupen sind weiss mit schwarzen Flecken und besitzen ziemlich kurze Dornen. Der Kopf ist gelbbraun mit schwarzen Hörnern. Die Puppen sind braun mit goldenen Flecken, und asind sie mit schwarzen Dornen und langen Hörnern ausgestattet [3; 5].

Kleine Kuriere kommen in tropischen und subtropischen Sekundärwäldern, Waldlichtungen, Kaffeeplantagen und auf offenen Wiesen vor, häufig in Gesellschaft von H. melpomene, von denen sie sich optisch nicht immer sicher abgrenzen lassen. Experten können die Arten aber anhand des Duftes unterscheiden, den die balzenden Männchen freisetzen. Wie alle Schmetterlinge der Gattung Heliconius ernährt sich der Kleine Kurier auch von Pollen (z.B. von Kürbisgewächsen), was den Adulten eine außerordentlich lange Lebensdauer verleiht. Die Futterpflanzen der Raupen gehören alle zu den Passionsblumen (Passiflora talamancensis, P.coreacea, P. biflora) [3; 5].

Gefährdung und Schutz

Die Art ist in der Roten Liste der IUCN nicht aufgeführt.

Der internationale Handel ist artenschutzrechtlich nicht geregelt.

Taxonomie und Nomenklatur

Der Kleine Kurier wurde 1758 von Carl von LINNÉ  als "Papilio erato" erstmals wissenschaftlich beschrieben und wurde später in die 1780 von Krzysztof Jan KLUK, einem Agronomen und Entomologen aus Warschau, neu geschaffene Gattung Heliconius gestellt. Aktuell werden 24 Unterarten unterschieden [1; 4].

Literatur und Internetquellen

  1. FUNET.FI
  2. GLOBAL BIODIVERSITY INFORMATION FACILITY
  3. LANDMAN, W, (2009)
  4. LEPIFORUM
  5. PAPILIORAMA

D NB 650

Tiger-Passionsblumenfalter

Heliconius hecale • The Tiger, or Hecale, or Golden Longwing • L'hécalé

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Tiger-Passionsfalter (Heliconius hecale) im Tiergarten Schönbrunn © Norbert Potensky, TG Schönbrunn

 

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Tiger-Passionsblumenfalter (Heliconius hecale) im Tiergarten Nürnberg © Christian Langhans / TG Nürnberg

 

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Tiger-Passionsblumenfalter (Heliconius hecale zuleika) in Burgers Zoo, Arnheim © Klaus Rudloff, Berlin

 

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Verbreitung 

Mittel- und Südamerika: Von Mexiko bis Panama und weiter östlich und westlich der Anden:  Bolivien, Brasilien, Ekuador, Französisch Guiana, Guyana, Kolumbien, Peru, Surinam Venezuela  [1; 3]

Biologie

Tiger-Passionsblumenfalter haben eine Flügelspannweite von 85-100 mm. Das Zeichnungsmuster variiert je nach Unterart. Die Raupen sind kreidenweiss mit schwarzen Flecken auf dem Rücken und schwarzen Dornen. Die Tracheenöffnungen sind ebenfalls schwarz. Der Kopf ist orange. Die Puppen sind braun mit drei vergoldeten Flecken und mit zahlreichen schwarzen Dornen bespickt. Der Kopf wird mit zwei kurzen Hörnern geschmückt [4].

Tiger-Passionsblumenfalter werden sowohl in offenen Landschaften als auch im tropischen Regenwald vom Tiefland bis in eine Höhe von 1'400 m angetroffen . Futterpflanzen der Raupen sind Passionsblumen (Passiflora sp., Granadilla sp., Distephana sp.). Heliconius ist die einzige Schmetterlingsgattung, bei der die ausgewachsenen Schmetterlinge sich von Pollen ernähren. Diese hochspezialisierte Ernährungsweise verleiht ihnen ihre unglaublich lange Lebensdauer von mehreren Monaten. Der Tiger-Passionsblumenfalter nutzt hauptsächlich Pollen von Kürbisgewächsen (Cucurbitaceae), wie Psiguria sp. und Gurania sp. [1; 2; 4].

Gefährdung und Schutz

Die Art ist häufig und ist in der Roten Liste der IUCN nicht aufgeführt.

Der internationale Handel ist artenschutzrechtlich nicht geregelt.

Taxonomie und Nomenklatur

Die Art war 1775 von dem aus dem damals noch dänischen Schleswig stammenden Naturforscher Johann Christian FABRICIUS, einem Schüler Carl von LINNÉs, als "Papilio hecale"  wissenschaftlich beschrieben worden und wurde später in die 1780 neu geschaffene Gattung Heliconius gestellt. Aktuell werden 29 Unterarten unterschieden [3].

Literatur und Internetquellen

  1. LANDMAN, W, (2009)
  2. LEARN ABOUT BUTTERFLIES
  3. NIC.FUNET.FI
  4. PAPILIORAMA

 D NB 650

Tiger-Passionsblumenfalter

Heliconius ismenius • The Ismenius Tiger, or Tiger Heliconian • L'œil du tigre

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Tiger-Passionsblumenfalter (Heliconius ismenius) im Papiliorama Kerzers © Papiliorama

 

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Tiger-Passionsblumenfalter (Heliconius ismenius clarescens) im Krefelder Zoo © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Tiger-Passionsblumenfalter (Heliconius ismenius clarescens) in der Wilhelma Stuttgart © Wilhelma (Pressefoto)

 

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Tiger-Passionsblumenfalter (Heliconius ismenius) in der Wilhelma Stuttgart © Wilhelma (Pressefoto)

 

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Verbreitung 

Mittel- und Südamerika: Von Mexiko bis Panama und weiter östlich und westlich der Anden bis nach Brasilien, Ekuador und Peru  [1]

Biologie

Heliconius ismenius teilt seinen deutschen Namen mit Heliconius hecale. Die beiden Arten sind sich auch sehr ähnlich, und das unterschiedliche Aussehen der Unterarten erleichtert die Identifikation auch nicht gerade. H. ismenius hat eine Flügelspannweite von 7 bis 9 cm. Seine Augen sind gross und die Antennen lang. Die vorderen Flügel sind verlängert. Wie bei allen Nymphaliden ist das erste Beinpaar verkürzt,. Es werden daher nur vier Beine zum Gehen benutzt. Die Zeichnung der schwarz, weiß und orange gefärbten Flügel ist je nach Unterart sehr verschieden. Bei H. i. telchinia sind die typischen Tigerstreifen auf Vorder- und und Hinterflügel ausgeprägt, bei H. i. occidentalis sind sie noch rudimentär vorhanden, bei H. i. clarescens fehlen sie, stattdessen sind die peripheren schwarzen, weiß getupften Bereiche  vergrößert. Bei H. i. metaphorus fehlen sie ebenfalls, dafür hat es ausgedehntere gelbe Bereiche. Die Raupen sind weiss mit schwarzen Flecken und Dornen. Der Kopf und die Afterplatte sind orange. Die Puppen sind braun mit drei vergoldeten Flecken und zahlreichen schwarzen Dornen. [1; 2; 4].

Gefährdung und Schutz

Die Art ist häufig und ist in der Roten Liste der IUCN nicht aufgeführt.

Der internationale Handel ist artenschutzrechtlich nicht geregelt.

Taxonomie und Nomenklatur

Der Tiger-Passionsblumenfalter wurde 1817 von dem am Muséum National d'Histoire Naturelle zu Paris tätigen Entomologen Pierre André LATREILLE unter seinem heute noch gültigen Namen erstmals wissenschaftlich beschrieben. Es werden zur Zeit 8 Unterarten anerkannt [2; 3].

Literatur und Internetquellen

  1. GLOBAL BIODIVERSITY INFORMATION FACILITY
  2. NIC.FUNET.FI
  3. PAPILIORAMA

D NB 650

Postbote

Heliconius melpomene The Common PostmanLe facteur

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Postbote (Heliconius melpomene) im Tiergarten Nürnberg © TG Nürnberg

 

 

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Postbote (Heliconius melpomene) im Papiliorama Kerzers © Papiliorama

 

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Verbreitung 

Mittel- und Südamerika: In tropischen Waldgebieten von Mexiko bis Panama sowie in Südamerika: Bolivien, Brasilien, Ekuador, Französisch Guiana, Guyana, Kolumbien, Peru, Surinam, Trinidad und Tibago, Venezuela [3].

Biologie

Der Postbote ist in zahlreichen Unterarten auf der Atlantik- und der Pazifikseite vorzugsweise in Waldgebieten bis zu 1'000 m über Meer anzutreffen. Er kommt in Sekundärwäldern vor und man begegnet ihm oft entlang der Waldränder in Gesellschaft des giftigen Kleinen Postboten (Heliconius erato). Es handelt sich um eine sogenannte  Müllersche Mimikry, bei der sich mehrere Arten, von denen zumindest eine giftig oder ungenießbar ist, ähnliche Warntrachten zugelegt haben, so dass die Fressfeinde sie nicht auseinander halten können [1; 2; 4].

Gefährdung und Schutz

Die Art ist in der Roten Liste der IUCN nicht aufgeführt.

Der internationale Handel ist artenschutzrechtlich nicht geregelt.

Taxonomie und Nomenklatur

Die Art war 1758 von Carl von LINNÉ  als "Papilio melpomene"  wissenschaftlich beschrieben worden und wurde später in die 1780 neu geschaffene Gattung Heliconius gestellt. Aktuell werden 28 Unterarten unterschieden [3].

Literatur und Internetquellen

  1. LANDMAN, W, (2009)
  2. LEARN ABOUT BUTTERFLIES
  3. NIC.FUNET.FI
  4. PAPILIORAMA

 

D NB 650

Doris-Falter

Laparus dorisThe Doris LongwingLe Doris

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Dorisfalter (Heliconius = Laparus doris) im Tiergarten Nürnberg © TG Nürnberg

 

 

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Dorisfalter (Heliconius = Laparus doris) im Papiliorama Kerzers © Papiliorama

 

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Verbreitung 

Mittel- und Südamerika: In tropischen Wäldern von (Mexiko-) Honduras bis Panama, Bolivien, Brasilien, Ekuador, Französisch Guiana, Guyana, Kolumbien, Peru, Surinam, Trinidad, Venezuela [3].

Biologie

Der Doris-Falter hat eine Flügelspannweite von 75-95 mm. Die verlängerten vorderen Flügel sind schwarz mit zwei weißen oder gelben Bändern, die aus mehreren Flecken gebildet werden. Die hinteren Flügel sind schwarz mit „Strahlen“ unterschiedlichster Farben [4].

Der Doris-Falter besiedelt in seinem Areal alle Waldtypen der Atlantik- und Pazifikseit bis zu 1200 m. Er wird häufig an Waldrändern und sonnigen Lichtungen sowie auf dem Blätterdach angetroffen. Wie andere Arten der Heliconius-Verwandtschaft auch klammern sich die Männchen an die Puppen der Weibchen und paaren sich mit ihnen, sobald sie zu schlüpfen beginnen [1; 2; 4].

Gefährdung und Schutz

Die Art ist in der Roten Liste der IUCN nicht aufgeführt.

Der internationale Handel ist artenschutzrechtlich nicht geregelt.

Taxonomie und Nomenklatur

Die Art war 1771 von Carl von LINNÉ  als "Papilio doris"  wissenschaftlich beschrieben worden, wurde später in die 1780 neu geschaffene Gattung Heliconius gestellt und kam 2004 in die Gattung Laparus. Man findet aber nach wie vor beide Gattungsnamen. Aktuell werden 5 Unterarten unterschieden [4].

Literatur und Internetquellen

  1. LANDMAN, W, (2009)
  2. LEARN ABOUT BUTTERFLIES
  3. NIC.FUNET.FI
  4. PAPILIORAMA

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 Neue Tierart

D NB 650

Kreuzerfalter

Vindula erota • The Common Cruiser • Le papillon Cruiser

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Kreuzerfalter (Vindula erota), Männchen in der Serre aux Papillons, Hunawihr © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Vorkommen und approximative Verbreitung des Kreuzerfalters (Vindula erota)

 

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Kreuzerfalter (Vindula erota), Weibchen, aufgenommen in Assam im Rahmen des Projekts "Wiki Loves Butterfly" © Sandipoutsider, Kalkutta. Veröffentlicht auf Wikimedia Commons unter der Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0 International-Lizenz.

 

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Kreuzerfalter (Vindula erota), Männchen in der Serre aux Papillons, Hunawihr © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Verbreitung 

Südostasien: Bhutan, Süd-China, Indien, Indonesien, Kambodscha, Laos, Malaysia, Myanmar, Pakistan, Philippinen, Sri Lanka, Thailand, Vietnam [1; 2].

Biologie

Der Kreuzerfalter erreicht eine Flügelspannweite von ca. 80 (70-95) mm. Er zeigt einen ausgesprochenen Geschlechtsdimorphismus, einen Farbwechsel zwischen Monsun- und Trockenzeit sowie zum Teil erhebliche Farbunterschiede zwischen den einzelnen Unterarten. Bei den Männchen ist die Oberseite orangegelb bis orangebraun mit schwarzer Strich- und Fleckenzeichnung, während der Monsumzeit sind die körpernahen Bereiche und die Randregionen deutlich dunkler. Bei den Weibchen ist die Grundfarbe der Flügel dunkel olivbraun, graugrün oder bräunlich-blau mit einem diagonalen weißen oder hellblauen Band, das sich über Vorder- und Hinterflügel zieht. Bei beiden Geschlechtern haben die Hinterflügel ein kurzes Schwänzchen [2; 3].

Der Kreuzerfalter ist an sich eine Art des Regenwalds, ist aber auch in offenem Gelände recht häufig. Im Wald halten sich die Weibchen im Kronendach auf, während die Männchen ihre Nahrung in Bodennähe suchen. Diese besteht aus Nektar von Wandelröschen (Lantana spp.) oder anderen Blütenpflanzen sowie Saft von überreifen oder faulenden Früchten. Die Weibchen legen ihre Eier einzeln an den Stengeln und Ranken verschiedener Passionsblumen (Passifloraceae) ab. Die Raupen sind gelbbraun, tragen am ganzen Körper verzweigte Dornen und auf dem Kopf ein Paar Hörner. Die Puppen sehen aus wie vertrocknete Blätter [2; 3].

Gefährdung und Schutz

Die Art ist in der Roten Liste der IUCN nicht aufgeführt.

Der internationale Handel ist artenschutzrechtlich nicht geregelt.

Taxonomie und Nomenklatur

Der Kreuzerfalter wurde 1793 von Johann Christian FABRICIUS aus dem damals dänischen Schleswig, einem Schüler LINNÉS und einer der Begründer der wissenschaftlichen Entomologie, als "Papilio erota" erstmals wissenschaftlich beschrieben. Die heute gültige Gattungsbezeichnung Vindula wurde 1934 von dem englischen Entomologen Arthur Francis HEMMING eingeführt. Es werden 15 Unterarten anerkannt [1; 4].

Literatur und Internetquellen

  1. FUNET.FI
  2. GLOBAL BIODIVERSITY INFORMATION FACILITY
  3. LANDMAN, W, (2009)
  4. LEPIFORUM
  5. MORGAN, S. (2019)

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Gelesen 1967 mal Letzte Änderung am Montag, 31 August 2020 10:21
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx