Tausendfüßer (Myriapoda)

Bandfüsser - Oxydesmidae

Goldrandbandfüßer (Coromus diaphorus) im Hessischen Landesmuseum Wiesbaden Goldrandbandfüßer (Coromus diaphorus) im Hessischen Landesmuseum Wiesbaden
Fritz Geller-Grimm. Veröffentlicht unter Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.

Stamm: Gliederfüßer (Arthropoda)
Unterstamm: Tausendfüßer (Myriapoda)
Klasse: Doppelfüßer (Diplopoda)
Ordnung: Bandfüßer (Polydesmida)
Überfamilie: Xystodesmoidea
Familie: Eigentliche Bandfüßer (Oxydesmidae)

D NB 650

Goldrandbandfüßer

Coromus diaphorus

A coromus diaphorus schmiding PD
Goldrandbandfüsser (Coromus diaphorus) Zoo Schmiding © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

 

A coromus diaphorus morgana margay instagram
Goldrandbandfüsser (Coromus diaphorus) in Privathaltung. Bild Morgana Margay, posted auf Instagram

 

 

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Verbreitung

Westafrika: Ghana, Nigeria, Togo [3; 5]. Müsste eigentlich auch in Benin vorkommen.

Biologie

Die 45-48 mm langen Goldrandbandfüßern haben 17 Körpersegmente. Beim Männchen ist das erste Beinpaar am 7. Segment zu Begattungsorganen, sogenannten Gonopoden, umgewandelt, das zweite Beinpaar dieses Segments ist als normale Laufbeine entwickelt. Den Weibchen fehlen am siebten Segment keine Beinpaare und es befindet sich bei den ausgewachsenen Weibchen ein größerer Abstand zwischen dem 2. und 3. Beinpaar. Bandfüßer sind blind, weil sie keine Augen haben. Sie ernähren sich hauptsächlich von Laub und morschem Holz [2; 3; 4].

Gefährdung und Schutz

Die Art ist in der Roten Liste der IUCN nicht aufgeführt.

Der internationale Handel ist artenschutzrechtlich nicht geregelt.

Bedeutung für den Menschen

Der Goldrandbandfüßer wird im Terrarium gehalten und findet sich gelegentlich im Heimtierhandel. Angebot in Großbritannien z.B. 11 UKP (Online-Inserat 2018). Bandfüßer können ein die Schleimhäute reizendes blausäurehaltiges Wehrsekret abgeben [3].

Taxonomie und Nomenklatur

Die Art wurde 1899 von Carl Michael Theodor Graf von ATTEMS, der über "Die Copulationsfüße der Polydesmiden" doktoriert hatte und danach am Wiener Hofmuseum tätig war, als "Oxydesmus diaphorus" beschrieben. Die Gattung Coromus, in die sie später gestellt wurde, enthält insgesamt 20 Arten [1; 5].

Literatur und Internetquellen

  1. CATALOGUE OF LIFE
  2. GRZIMEK, B. (Hrsg. 1970)
  3. DIPLOPODA.DE
  4. KNAURS TIERREICH (1956-1961)
  5. WoRMS

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Gelesen 5043 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 06 Februar 2019 07:40
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx