Laub-, Ried- und Beutelfrösche

Bolivianischer Makifrosch

Bolivianischer Makifrosch (Phyllomedusa bioliviana) im Kölner Zoo Bolivianischer Makifrosch (Phyllomedusa bioliviana) im Kölner Zoo
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Ordnung: Froschlurche (Anura)
Unterordnung: Moderne Froschlurche (Neobatrachia)

Familie: Laubfrösche (Hylidae)
Unterfamilie: Greiffrösche (Phyllomedusinae)

D LC 650

Bolivianischer Makifrosch

Phyllomedusa boliviana • The Red-rimmed Leaf Frog • La rainette-singe de Bolivie

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Bolivianischer Makifrosch (Phyllomedusa boliviana) im Kölner Zoo © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Approximative Verbreitung des Bolivianischen Makifroschs (Phyllomedusa boliviana)

 

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Bolivianischer Makifrosch (Phyllomedusa boliviana) im Kölner Zoo © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

 

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Der in seiner südamerikanischen Heimat nicht gefährdete Bolivianische Makifrosch ist eine große, attraktive und auch zoopädagogisch interessante Froschart, die aber nicht häufig in europäischen Zoos gezeigt wird.

Körperbau und Körperfunktionen

Nach der Originalbeschreibung werden Bolivianische Makifrösche etwa 75 mm lang. Das Trommelfell ist gut sichtbar, die Parotoiddrüsen sind groß. Zwischen Fingern und Zehen hat es keine Schwimmhäute. Das untere Augenlid und die Unterlippe sind weißlich, die zum Schutz vor Austrocknung von einer wachsartigen Schicht überzogene Haut der Oberseite ist grün und glatt, über die warzigen Flanken zieht ein breites helles Band, die Unterseite ist grauweiß, weitere weissliche Zeichnungen an den Extremitäten. Die Männchen haben eine innere Schallblase und schwarze Brunstschwielen an den Fingern [2].

Verbreitung

Zentrales Südamerika: Bolivien (Dept. Santa Cruz), Nordwest-Argentinien, West-Brasilien  (westlicher Mato Grosso und Rôndonia) [3].

Lebensraum und Lebensweise

Der Bolivianische Makifrosch kommt hauptsächlich in Trockenwäldern in Höhenlagen von 200-1'800 m vor. Das Weibchen legt seine 150 Eier auf Blätter oberhalb von temporären Tümpeln. Die Larven fallen nach dem Schlupf ins Wasser [4].

Bei diesem nachtaktiven Frosch verhalten sich die erwachsenen Männchen territorial. Bevor sie miteinander um eine Territorium kämpfen, warnen sie durch Beinestrecken, ähnlich wie die Winkerfrösche [4].

Gefährdung und Schutz

Der Bolivianische Makifrosch ist weit verbreitet, zumindest in Teilen seines Areals häufig und kommt auch in Nationalparks vor. Er gilt daher nach einer Beurteilung aus dem Jahr 2008 nicht als gefährdet [3].

Der internationale Handel ist durch CITES nicht geregelt.

Bedeutung für den Menschen

Keine Angaben.

Haltung

Haltung in europäischen Zoos: Die Art wird nur gnz vereinzelt und sporadisch in europäischen Einrichtungen gezeigt. Für Details siehe Zootierliste.

Mindestanforderungen an Gehege: In Deutschland gibt es keine konkreten Mindestanforderungen. In Österreich sind diese in Anlage 4 der 2. Tierhaltungsverordnung, in der Schweiz in Anhang 2, Tabelle 6 der Tierschutzverordnung festgelegt.

Taxonomie und Nomenklatur

Die Art wurde 1902 von dem am British Museum tätigen belgischen Zoologen George Albert BOULENGER unter ihrem heute noch gültigen Namen beschrieben [1; 2].

Literatur und Internetquellen

  1. AMPHIBIAN SPECIES OF THR WORLD
  2. BOULENGER, G. A. (1902)
  3. DE LA RIVA, I., COLLI, G., LAVILLA, E. (2010): Phyllomedusa boliviana. The IUCN Red List of Threatened Species 2010: e.T55842A11379260. http://www.iucnredlist.org/details/55842/0. Downloaded on 25 December 2015.
  4. ENYCLOPEDIA OF LIFE

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Gelesen 5234 mal Letzte Änderung am Samstag, 29 Januar 2022 14:37
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx