Antilopen

Blessbock

Blessbockkuh mit Kalb im Zoo Berlin Blessbockkuh mit Kalb im Zoo Berlin
Pressefoto Zoo Berlin

Überordnung: LAURASIATHERIA
Taxon ohne Rang: CETARTIODACTYLA
Ordnung: Paarzeher (ARTIODACTYLA)
Unterordnung: Wiederkäuer (Ruminantia)
Familie: Hornträger (Bovidae)
Unterfamilie: Kuhantilopen (Alcelaphinae)

D LC 650

Blessbock 

Damaliscus pygargus • The Blesbok • Le damalisque à front blanc

Blessbockkalb im Zoo Berlin - Pressefoto Zoo Berlin
Blessbockkalb im Zoo Berlin - Pressefoto Zoo Berlin
Gefährdung und Schutz: Vom Blessbock gab es zu Ende des 19. Jahrhunderts nur noch etwa 2000 Tiere, er ist heute abe nicht mehr gefährdet, sondern kommt in grossen Beständen in Wildfarmen und Naturschutzgebieten vor (Rote Liste: LEAST CONCERN) [1].

Der internationale Handel ist nicht durch CITES geregelt. Die Einfuhr aus den Ursprungsländern ist wegen der restriktiven Veterinärbestimmungen der EU so gut wie ausgeschlossen.

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Verbreitung von Blessbock (dunkelblau) und Buntbock (rot). Namentlich Blessböcke (Damaliscus pygargus phillipsi) werden zudem in Südafrika und Namibia in zahlreichen privaten Naturschutzgebieten und Jagdfarmen außerhalb ihres natürlichen Areals gehalten

Blessbock (Damalsicus d. phillipsi) im Zoo Osnabrück © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Blessbock (Damaliscus d. phillipsi) im Zoo Osnabrück © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Verbreitung: Südafrika und Swasiland, ursprünglich nur in den Grassteppen des Highveld, heute auch in Wildfarmen und Naturschutzgebieten der Karoo, im Bushveld und im Natal-Middelveld, (wieder) eingeführt in Botswana, Lesotho, Namibia und Swasiland [1].

        
Haltung in europäischen Zoos: Der Blessbock wird in rund 50 europäischen Zoos gezeigt von denen sich etwa ein Fünftel im deutschprachigen Raum befinden. es gibt für ihn ein Europäisches Zuchtbuch (ESB), das vom Chessington Zoo in England geführt wird.

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Blessbockkuzh (Damaliscus d. phillipsi) mit Kalb im Zoo Heidelberg © Peter Bastian, Heidelberg
Körperbau und Körperfunktionen: Der Blessbock erreicht eine Schulterhöhe von rund 95 cm. Böcke werden etwa 70 kg, Weibchen 61 kg schwer. Beide Geschlechter tragen bis 50 cm lange, geschwungene Hörner. Die Fellfarbe der Oberseite ist braun in verschiedenen Schattierungen. Schwanzbasis, Unterseite und Unterbeine sind weißlich. Die namengebende Blesse ist in der Regel zwischen den Augen durch ein braunes Stirnband unterbrochen. Die Schwanzquaste ist schwarz. Kälber tragen ein hellbraunes Jugendkleid [4].

Erwachsene Böcke sind wie die meisten Kuhantilopen nicht immer umgänglich. Während der Brunsdt sind sie territorial und verteidigen im Freiland 1-4 ha große Reviere[3]. Mit ihren leierförmigen Hörnern sind sie gerne bereit, auch kräftigere Gegner zu attackieren. Das heißt, selbst bei ihrer Versorgung im Zoo ist Vorsicht geboten. Streitigkeiten werden „kniend“ (auf den Handwurzelgelenken) ausgetragen – oftmals nur mit Hilfe berührungsloser Imponierattacken. Die Weibchen sind zeit ihres Lebens etwas geselliger und auch der tierpflegerische Umgang fällt mit ihnen leichter.

Literatur und Internetquellen:

  1. DALTON, D. et al. (2017). Damaliscus pygargus ssp. phillipsi. The IUCN Red List of Threatened Species 2017: e.T30209A50197495. http://www.iucnredlist.org/details/30208/0. Downloaded on 13 June 2018.
  2. ENGELS, S. (2008)
  3. MILLS, G & HES, L. (1999)
  4. SMITHERS, R. H. N. (1983)
  5. WILSON, D. E. et al. eds. (2009-)

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Blessböcke (Damaliscus p. phillipsi) im natürlichen Lebensraum. Malolotja, Swasiland © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

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Gelesen 576 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 20 Juni 2018 12:23
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx