Hirsche, Hirschferkel und Moschustiere

Hirschferkel, Hirsche - Allgemeines

Weiblicher Chinesischer Muntjak (Muntiacus reevesii) im Parc animalier et botanique de Branféré Weiblicher Chinesischer Muntjak (Muntiacus reevesii) im Parc animalier et botanique de Branféré
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Kleinkantschil (Tragulus javanicus) im Zoo Frankfurt © Elias Neideck

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Sibirisches Moschustier (Moschus moschiferus), Ricke mit Kitz im Tierpark Berlin © Wolfgang Dreier, Berlin

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Miluhirsche (Elaphurus davidianus) im Tierpark Berlin © Wolfgang Dreier, Berlin

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Kapitaler Rothirsch (Cervus elaphus) im Bast im Tierpark Langenthal © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Taxonomie und Artenspektrum

Die Familie der Hirschferkel umfasst drei Gattungen mit insgesamt 10 Arten und gegenwärtig 33 anerkannten Unterarten. Die Moschustiere wurden bis vor Kurzem als Unterfamilie(Moschinae) der Geweihträger (Cervidae) eingestuft. Heute gelten sie als eigene Familie, die aus nur einer Gattung mit sieben Arten besteht, innerhalb derer 13 Unterarten anerkannt sind [2].

Die Cerviden sind ein beliebter Tummelplatz für Taxonomen. Die nach Abtrennung der Moschustiere verbleibenden 19 Gattungen wurden traditionellerweise (z.B. HALTENORTH, 1970) auf sechs Unterfamilien verteilt. Bei WILSON & REEDER (2005) sind davon noch drei übrig geblieben. Im Gegenzug ist die Zahl der Arten durch Neuentdeckungen, hauptsächlich aber Aufspaltungen, von 30 auf 51 gewachsen. Bei WILSON & MITTERMEIER (2011) wurden einzelne Arten zusammengeleget, andere dafür aufgesplittet was in einer Gesamt-Artenzahl von 53 resultierte. Es werden dort noch zwei Unterfamilien mit 2 bzw. 3 Tribus anerkannt [1; 2; 3].

Körperbau und Körperfuktionen

Siehe Paarzeher - Allgemeines

Verbreitung

Die Hirschferkel kommen, in Westafrika, Süd- und Südostasien vor, die Moschustiere in der Östlichen Paläarktis und der Indomalaiischen Region, die Hirsche in der Paläarktis, Süd- und Südostasien sowie in Nord-, Mittel und Südamerika. In Teilen Afrikas, Australiens sowie in Neuseeland, Madagaskar, Mauritius, Kuba, den Falklands und weiteren Inseln wurden sie als Jagdwild eingebürgert und verhielten sich manchenorts invasiv.

Haltung im Zoo

Siehe DOLLINGER, P. (2012) Ex situ-Erhaltung von Hirschpopulationen - Eine Aufgabe für Wildparks. Wildtierzeit 2012/2: 8-15. VOLLTEXT (PDF).

 

Literatur und Internetquellen:

  1. HALTENORTH, T. & TRENSE, W. (1956)
  2. WILSON, D. E. et al. eds. (2009-2019)
  3. WILSON, D. E. & REEDER, D. M. (2005)

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© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx