Hohltiere (Coelenterata)

Schirmquallen - Cepheidae

Spiegeleiqualle (Cotylorhiza tuberculata) im Tiergarten Schönbrunn Spiegeleiqualle (Cotylorhiza tuberculata) im Tiergarten Schönbrunn
© Daniel Zupanc, Wien

Klasse: Schirmquallen (Scyphozoa)
Ordnung: Wurzelmundquallen (Rhizostomeae)
Familie: Cepheidae

D NB 650

Spiegeleiqualle

Cotylorhiza tuberculataThe Mediterranean Jellyfish • La méduse œuf au plat

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Spiegeleiqualle (Cotylorhiza tuberculata) im Zoo-Aquarium Berlin © Klaus Rudloff, Berlin

 

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Spiegeleiqualle (Cotylorhiza tuberculata) im Zoo Basel, Pressefoto Zoo Basel

 

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Spiegeleiqualle (Cotylorhiza tuberculata) im Zoo Rostock © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Verbreitung

Mittelmeer, Nordostatlantik [2]

Biologie

Die Spiegeleiqualle verdankt ihren Namen ihrem Aussehen: Sie hat einen flachen, weißlichen Schirm mit einem Durchmesser von bis zu 35 cm und einer gelben, an den Dotter eines Spiegeleis erinnernde Erhebung in der Mitte. Sie hat acht stark gekrauste, zentrale und viele kleine Arme. Sie kann sich aktiv fortbewegen und ist so relativ unabhängig von Meeresströmungen.

Die Spiegeleiqualle kann größere Schwärme bilden. Sie wird von vielen kleinen Fischen - meist Bastardmakrelen (Trachurus trachurus) und Goldstriemen (Boops salpa) - begleitet, die in den Nesselfäden Schutz finden. Sie hat nur ein schwaches Nesselgift und ist für den Menschen harmlos.

Quallen vermehren sich über einen „Generationswechsel“, einer Abfolge von geschlechtlichen und ungeschlechtlichen Stadien. Die Quallen produzieren Eier, die im Meerwasser treibend befruchtet werden und sich danach über eine Larve zu einem winzigen, am Meeresboden festsitzenden Organismus entwickeln. Dieses „Polyp“ genannte Stadium vermehrt sich ausschließlich ungeschlechtlich durch Sprossung oder Knospung.

Spiegeleiquallen zu züchten gilt als besonders anspruchsvoll. Sie benötigen lebendes Planktonfutter und sehr viel Sonnenlicht. Im Vivarium des Basler Zoos erhalten sie mehrere Mahlzeiten täglich und werden mit speziellen Tageslichtlampen bestrahlt. Die jungen Quallen werden jetzt in speziellen Aufzuchtaquarien sorgsam groß gezogen. Dabei ist es besonders wichtig, dass die Mini-Quallen nirgends anstoßen und nicht am Boden liegenbleiben. Sonst sterben sie leicht ab, bevor sie groß genug für die Ausstellung sind (PM Zoo Basel).

Literatur und Internetquellen

  1. GRZIMEK, B. (Hrsg. 1970)<
  2. WoRMS - WOLD REGISTER OF MARINE SPECIES

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Gelesen 6589 mal Letzte Änderung am Freitag, 18 Februar 2022 15:19
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx