Turakos

Weißhaubenturako

Weißhaubenturako (Tauraco leucolophus) im Welt-Vogelpark Walsrode Weißhaubenturako (Tauraco leucolophus) im Welt-Vogelpark Walsrode
© Klaus Rudloff, Berlin

Ordnung: Kuckucksvögel (CUCULIFORMES)
Unterordnung: Turakos und Lärmvögel (MUSOPHAGAE)
Familie: Turakoartige (Musophagidae)
Unterfamilie: Helmturakos (Musophaginae)

D LC 650

Weißhaubenturako

Tauraco leucolophus • The White-crested Turaco • Le touraco à huppe blanche

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Weißhaubenturako (Tauraco leucolophus) im Zoo Heidelberg © Thomas Bersch, Heidelberg

 

 

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Approximative Verbreitung des Weißhaubenturakos (Tauraco leucolophus)

 

 

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Weißhaubenturako (Tauraco leucolophus) im Weltvogelpark Walsrode © Jirka Schmidt, Riesa

 

 

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Weißhaubenturako (Tauraco leucolophus) im Brookfield Zoo Chicago © B. Jelonek auf Flickr / Wikimedia Commons. Übernommen unter derCreative Commons Attribution 2.0 Generic-Lizenz.

 


 

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Als relativ große, lebhafte und farbenfrohe Volierenvögel sind die Turakos gute Botschafter für den Natur- und Artenschutz in ihren Heimatländern. Da sie allerdings sehr territorial und auch gegenüber vergleichbar großen Vögeln anderer Arten zumeist intolerant sind und sich auch Paare in benachbarten Volieren gegenseitig stören, werden sie weniger häufig gehalten, als zu erwarten wäre.

Körperbau und Körperfunktionen

Der Weißhaubenturako wird etwa 40 cm lang und 200-225 g schwer. Kehle, Hals, Hinterkopf und Haube sind weiß, der Vorderkopf ist dunkelviolett, die Augenlider sind rot, der Schnabel ist gelb. Brust und Oberrücken sind grün, Schultern, Armschwingen und Steuerfedern violettblau, und der Bauch ist schiefergrau. Die Füße sind dunkel braunschwarz [3; 4].

Verbreitung

Zentral-/Ostafrika: DR Kongo, Kamerun, Kenia, Nigeria, Sudan, Südsudan, Tschad, Uganda, Zentralafrikanische Republik [1].

Lebensraum und Lebensweise

Der Weißhaubenturako bewohnt Galeriewälder und Baumsavannen mit Kletter- und Schlingpflanzen in Höhenlagen von 100-2'200 m. Er ernährt sich vor allem von Früchten und Beeren, nimmt aber auch Blüten und gelegentlich Schnecken. Gebrütet wird von April bis August, oft in akazienartigen Bäumen. Das Nest befindet sich meist 3-7 m über dem Boden. Die beiden mattweißen Eier werden 22-23 Tage von beiden Eltern bebrütet [1; 3; 4].

Gefährdung und Schutz

Globale Bestandszahlen sind zwar nicht vorhanden, der Weißhaubenturako wird aber nach einer Beurteilung aus dem Jahr 2016 nicht als gefährdet angesehen, da er in großen Teilen seines Verbreitungsgebiet recht häufig ist und seine Bestände stabil sind (Rote Liste: LEAST CONCERN) [1].

Der internationale Handel ist nach CITES Anhang II geregelt.

Bedeutung für den Menschen

Von 2001-2018 meldeten die afrikanischen Ursprungsländer die Ausfuhr von 274 Wildfängen. Davon kamen 204 aus Uganda. Im selben Zeitraum wurden weltweit Exporte von 182 Nachzuchtvögeln registriert [2].

Haltung

Für die Haltung eines Paars wird eine Voliere mit den Abmessungen 4.0 x 2.5 x 2.5 m (LxBxH) mit angeschlossenem Schutzraum, der etwas kleiner sein darf, empfohlen [4].

Haltung in europäischen Zoos: Die Art wird in rund 25 Zoos gezeigt, von denen sich etwa ein Viertel im deutschsprachigen Raum befinden. Für Details siehe Zootierliste.

Mindestanforderungen an Gehege: In Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es keine konkreten Mindestanforderungen an Gehege für die Haltung von Turakos.

Taxonomie und Nomenklatur

Der Weißhauben-Turako wurde 1855 von dem württembergischen Afrikaforscher und Ornithologen Theodor von HEUGLIN, unter der Bezeichnung "Corythaix leucolophus" erstmals wissenschaftlich beschrieben. Die heute gültige Gattungsbezeichnung Tauraco war bereits 1779 von  Krzysztof Jan KLUK, einem Agronomen und Entomologen aus Warschau, eingeführt worden [3].

Literatur und Internetquellen

  1. BIRDLIFE INTERNATIONAL (2016). Tauraco leucolophus. The IUCN Red List of Threatened Species 2016: e.T22688369A93194906. http://dx.doi.org/10.2305/IUCN.UK.2016-3.RLTS.T22688369A93194906.en. Downloaded on 12 July 2019.
  2. CITES TRADE DATA BASE
  3. DEL HOYO, J., ELLIOTT, A. et al. (eds., 1992-2013)
  4. GRUMMT, W. & STREHLOW, H. (2009)

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Gelesen 17488 mal Letzte Änderung am Donnerstag, 06 Juli 2023 12:46
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx