Kakadus

Rotsteisskakadu

Rotsteißkakadu (Cacatua haematuropygia) im Zoo Landau Rotsteißkakadu (Cacatua haematuropygia) im Zoo Landau

Ordnung: Papageienvögel (Psittaciformes)
Familie: Kakadus (Cacatuidae)
Unterfamilie: Graue und Weiße Kakadus (Cacatuinae)

D CR 650

Rotsteißkakadu - Artikel in ZGAP 2017-1

Cacatua haematuropygia • The Red-vented Cockatoo • Le cacatoès des Philippines

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Rotsteißkakadu (Cacatua haematuropygia) im Loro Parque, Tenerife © Matthias Reinschmidt, ehemals Loro Parque

 

 

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Approximative Verbreitung des Rotsteißkakadus (Cacatua haematuropygia); dunkelblau heutige, rot ehemalige Verbreitung

 

 

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Rotsteißkakadu (Cacatua haematuropygia) im Zoo Landau © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

 

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Junge Rotsteißkakadus (Cacatua haematuropygia) im Loro Parque, Tenerife © Matthias Reinschmidt, ehemals Loro Parque

 

 

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Junge Rotsteißkakadu (Cacatua haematuropygia) © Matthias Reinschmidt, Loro Parque © Peter Widmann /ZGAP

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Körperbau und Körperfunktionen

Der 32 cm lange Rotsteißkakadu ist charakterisiert durch eine orangerot gefärbte Unterschwanzdecke, eine kurze, weiße Holle, einen hellgrauen Schnabel und graue Füße. Abgesehen von gelblichen Partien an Schnabelbasis, Schwanz und Schwingen und dem gelblich-weißen Ohrfleck ist die Gefiederfarbe weiß. Es besteht nur ein sehr geringer Geschlechtsdimorphismus: bei den Hähnen ist die Iris braunschwarz, bei den Hennen rotbraun. 

Verbreitung

Südostasien: Philippinen (heute auf vielen Inseln wahrscheinlich ausgestorben) 

Lebensraum und Lebensweise

Der Rotsteißkakadu ernährt sich von Getreide, was nicht gerade zu seiner Popularität bei den Bauern beitrug, anderen Samen, verschiedenen Früchten, Nüssen und Beeren [2]. 

Gefährdung und Schutz

Der Rotsteißkakadu wird als vom Austerben bedroht beurteilt, da seine Bestände schnell und stark zurückgegangen sind (Rote Liste: CRITICALLY ENDAGERED). Da dieser Kakadu im Handel relativ hohe Preise erzielt, werden auch entlegene Nester für die Jungtiere geplündert. Die Zerstörung des Lebensraums durch Waldrodungen stellt eine weitere Gefahr dar. Mittlerweile ist er schon aus vielen Gebieten verschwunden. Als Schutzmaßnahmen werden u.a. geschützte Gebiete eingerichtet und Wilderer werden zu Wildhüter ausgebildet. 1992 wurde ausserdem ein internationales Zuchtprogramme gegründet.

Der internationale Handel ist nach CITES Anhang I eingeschränkt.

Zoogestützte Artenschutzprojekte:  
Schutzprogramm für den Rotsteißkakadu auf Palawan  

Schutz des Lebensraums des Rotsteißkakadus auf Rasa und Damaran 

Bedeutung für den Menschen

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Haltung

Haltung in europäischen Zoos: Die Art wird in rund einem Dutzend Zoos gezeigt, von denen sich etwa ein Viertel im deutschsprachigen Raum befinden. Für Details siehe Zootierliste. 

Es gibt ein Europäisches Erhaltungszuchtprogramm (EEP), das vom ZooParc de Beauval koordiniert wird.

Taxonomie und Nomenklatur

Der Rotsteißkakadu wurde 1760 erstmals beschrieben und abgebildet vom franzöischen Ornithologen Mathurin-Jacques BRISSON. Wissenschaftlich benannt wurde er 1776 vom Erlanger Professor Philipp Ludwig Statius MÜLLER [5].

Literatur und Internetquellen

  1. CITES TRADE DATA BASE
  2. DE GRAHL, W. (1979)
  3. DEL HOYO, J., ELLIOTT, A. et al. (eds., 1992-2013)
  4. DEL HOYO, J., COLLAR, N., CHRISTIE, D.A., ELLIOTT, A. & FISHPOOL L.D.C. (2014)
  5. STRUNDEN, H. (1984)

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Gelesen 177 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 10 Oktober 2018 07:46
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx