Kapuzinerartige Neuweltaffen

Roter Brüllaffe

Roter Brüllaffe (Alouatta seniculus) im Kölner Zoo Roter Brüllaffe (Alouatta seniculus) im Kölner Zoo
© Kölner Zoo

Überordnung: EUARCHONTOGLIRES
Ordnung: Affen und Halbaffen (PRIMATES)
Unterordnung: Affen (Simiae / Haplorrhini)
Teilordnung: Eigentliche Affen (Simiiformes)
Überfamilie: Neuwelt- oder Breitnasenaffen (Platyrrhini)
Familie: Klammerschwanzaffen (Atelidae)
Unterfamilie: Brüllaffen (Alouattinae)

D LC 650

(Kolumbianischer) Roter Brüllaffe

Alouatta seniculus • The Colombian Red Howler Monkey • L'hurleur roux

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Roter Brüllaffe (Alouatta seniculus) mit Jungtier im Kölner Zoo © Kölner Zoo
Gefährdung und Schutz: Die Bestände gehen zwar zurück, da der Rote Brüllaffe aber noch weit verbreitet ist und auch mit veränderten Lebensräumen zurecht kommt, gilt er als nicht gefährdet (Rote Liste: LEAST CONCERN) [1].

Der internationale Handel ist durch CITES Anhang II geregelt.

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Verbreitung des Roten (Alouatta seniculus - blau) und Schwarzen (Alouatta caraya - rot) Brüllaffen
Körperbau und Körperfunktionen: Die Fellfärbung ist beim Roten Brüllaffen individuell sehr variabel. Sie kann sich mit dem Alter und unter dem Einfluss des Sonnenlichts ändern. So haben Individuen in offenen Lebensräumen ein helleres Fell als solche, die im dichten Wald leben. Männliche Tiere sollen deutlich schwerer sein als Weibchen [2].

Verbreitung: Tropisches / subtropisches Südamerika: Brasilien, Ekuador, Kolumbien, Peru, Venezuela [1]

Lebensraum und Lebensweise: Der Rote Brüllaffe, auch Kolumbianischer oder Venezolanischer Roter Brüllaffe genannt, besiedelt verschiedenen Waldtypen wie tropische und subtropische Tiefland-Regenwälder, Gebirgs-Nebelwald bis zu einer Höhe von 2000 m, Trockenwälder, Galeriewälder, saisonal überflutete Wälder, Palmen-Sumpfwälder und Mangoven. Bevorzugt werden Höhenlagen unter 700 m. Als einzige neotropische Affen fressen Brüllaffen nicht nur Schößlinge, sondern ernähren sich auch regelmäßig von reifen Blättern, die sie mit ihrer dazu adaptierten Backenzähnen zu kauen vermögen. Reife Früchte (z.B. Ficus) sind ein anderer wesentlicher Bestandteil ihrer Nahrung. Gerne nutzen sie auch Salzlecken [1].

Haltung in europäischen Zoos: Die Art wird in weniger als 10 Zoos gehalten, von denen sich eeinzelne im deutschsprachigen Raum befinden. Für Details siehe Zootierliste.

Taxonomie und Nomenklatur: Der Rote Brüllaffe aus Guyana wird heute als eigene Art betrachtet (Alouatta macconelli).

Literatur und Internetquellen:

  1. BOUBLI, J.-P., DI FIORE, A., RYLANDS, A.B. & MITTERMEIER, R.A. 2008. Alouatta seniculus. In: IUCN 2013. IUCN Red List of Threatened Species. Version 2013.2.  Downloaded on 25 November 2013. [2018 ist seniculus nicht mehr in der Roten liste aufgeführt]
  2. SCHRÖPEL, M. (2010)

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Gelesen 327 mal Letzte Änderung am Samstag, 16 Juni 2018 21:30
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx