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Springschrecken (Saltatoria)

Laubheuschrecken - Tettigoniidae

Grünes Heupferd (Tettigonia viridis) bei Marfedlingen, Kt. Bern Grünes Heupferd (Tettigonia viridis) bei Marfedlingen, Kt. Bern
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Stamm: Gliedertiere (ARTHROPODA)
Unterstamm: Sechsfüßer (HEXAPODA)
Klasse: Insekten (INSECTA)
Unterklasse: Fluginsekten (PTERYGOTA)
Ordnung: Springschrecken (Saltatoria oder Orthoptera)
Unterordnung: Langfühlerschrecken (Ensifera)
Überfamilie: Laubheuschreckenartige (Tettigonoidea)
Familie: Laubheuschrecken (Tettigoniidae)
Unterfamilie: Sichelschrecken (Phaneropterinae)

D NB 650

Drachenkopfgrille, Afrikanische Kampfgrille

Spalacomimus liberianusThe Armoured Grund CricketLe criquet Madiga

I spalacomimus liberiana PD2
Drachenkopfgrille (Spalacomimus liberiana) im Tierpark Bern © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

I spalacomimus liberiana PD1
Drachenkopfgrille (Spalacomimus liberiana) im Tierpark Bern © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

 

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Verbreitung 

Afrika südlich der Sahara. S. liberianus stammt aus Liberia, es sind aber unter dieser Bezeichnung mehrere Arten im Handel [2]. Es ist daher fraglich, ob im Zoo als "liberianus" ausgeschilderte Tiere effektiv zu dieser Art gehören. Die in diesem Artikel abgebildeten Tiere sollen laut Namensschild S. liberianus sein, aber aus dem südlichen Afrika stammen.

Biologie

Afrikanische Kampfgrillen erreichen eine Länge von ca. 60 mm. Sie haben eine maximale Lebenserwartung von 1-1.5 Jahren. Als optimale Umgebungstemperatur werden 23-30°C, nachts 22°C angegeben, die relative Luftfeuchtigkeit sollte zwischen 40-70% liegen. Die Tiere ernähren sich von pflanzlichem Material und anderen Insekten. Fie Eier werden in einigen cm Tiefe im Boden abgelegt. ie Inkubationszeit kann über ein Jahr betragen. Die Jungtiere sollten einzeln gesetzt werden, da sie sich sonst gegenseitig auffressen [1; 3].

Gefährdung und Schutz

Die Art ist in der Roten Liste der IUCN nicht aufgeführt.

Der internationale Handel ist artenschutzrechtlich nicht geregelt.

Taxonomie und Nomenklatur

Die Art wurde 1911 von Wolfgang LA BAUME, einem säschsischen Naturwissenschaftler, der damals  Kustos am Westpreußischen Provinzial-Museum in Danzig war, unter dem Namen "Madiga liberiana" erstmals wissenschaftlich beschrieben. Die Gattung "Madiga" war 1896 von dem englischen Entomologen William Forsell KIRBY aufgestellt worden. Heute wird die Art jedoch der Gattung Spalacomimus zugeordnet, die von Ferdinand Anton Franz KARSCH, Kurator am Museum für Naturkunde zu Berlin, bereits 1887 eingeführt worden war. Die Gattung Spalacomimus soll etwa 70 Arten umfassen, in der Orthoptera Species File sind nur 7 aufgeführt [2; 3].

Literatur und Internetquellen

  1. LUCKY REPTILE
  2. ORTHOPTERA SPECIES FILE
  3. WIRBELLOSE - DGHT-Forum

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Riesenblattheuschrecke

Stilpnochlora marginella • The Leafy GrasshopperLa sauterelle feuille géante

I stilpnochlora marginella ex SAmerika koeln PD
Riesenblattheuschrecke (Stilpnochlora marginella) im Kölner Zoo © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

 

 

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Verbreitung 

Kuba. Es werden auch Angaben über Vorkommen in Mittelamerika und diversen südamerikanischen Ländern gemacht [1], wobei es fraglich ist, ob sich diese effektiv auf marginella beziehen.

Biologie

Diese Heuschrecken verharren regungslos im Gebüsch und sind durch ihre blattähnliche Gestalt außerordentlich gut getarnt. Die Gelege dieser Art bestehen aus bis zu 100 linsenförmigen Eiern, die entlang von Blattrippen oder kleinen Ästen in Reihen abgelegt und noch eine Zeit lang von den Weibchen bewacht werden [2].

Gefährdung und Schutz

Die Art ist in der Roten Liste der IUCN nicht aufgeführt.

Der internationale Handel ist artenschutzrechtlich nicht geregelt.

Taxonomie und Nomenklatur

Die Art wurde 1838 von dem französischen Entomologen Jean-Guillaume Audinet-SERVILLE als "Phylloptera marginella" beschrieben, wobei er als Fundort merkwürdigerweise das Kap der Guten Hoffnung angab. 1873 kam sie in die neu aufgestellte Gattung Stilpnochlora [1].

Literatur und Internetquellen

  1. ORTHOPTERA SPECIES FILE
  2. Z.KOELNER ZOO 52 (2009/1)

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Riesenblattschrecke

Stilpnochlora couloniana • The Giant KatydidLa sauterelle feuille géante

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Riesenblattschrecke (Stilpnochlora couloniana) im Aquazoo Düsseldorf © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

 

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Riesenblattschrecke (Stilpnochlora couloniana) im Tiergarten Schönbrunn © Anton Posch / TG Schönbrunn

 

 

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Riesenblattschrecke (Stilpnochlora couloniana) im Tiergarten Schönbrunn © Norbert Potensky / TG Schönbrunn

 

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Verbreitung 

Kuba und weitere karibische Inseln, Mittelamerika, Florida [1]

Biologie

Riesenblattschrecken sind überwiegend nachtaktive  Pflanzenfresser. Beide Geschlechter werden etwa 80 mm lang. Die Männchen locken Weibchen dadurch an, dass sie kurze Laute von sich geben, dadurch dass sie ihre Beine an den Flügeln reiben. Ein Gelege besteht aus 30-100(-150) Eiern, die vom Weibchen in einer Kette nebeneinander an an Pflanzenstengeln abgelegt werden. Der Schlupf erfolgt nach 40 Tagen bis ca. 3 Monaten. Die Nymphen springen bei der geringsten Beunruhigung weg, währendem Erwachsene auf ihre Tarnung vertrauend erst mal still sitzen [2; 4].

Gefährdung und Schutz

Die Art ist in der Roten Liste der IUCN nicht aufgeführt.

Der internationale Handel ist artenschutzrechtlich nicht geregelt.

Bedeutung für den Menschen

Riesenblattschrecken sind beliebte Terrarientiere und werden regelmäßig zu Preisen von 2-5 € im Tierhandel angeboten [Online-Inserate 2018).

Taxonomie und Nomenklatur

Die Art wurde 1861 von dem Schweizer Entomologen Henri Louis Frédéric de SAUSSURE als "Phylloptera marginella" beschrieben, wobei er als Fundort merkwürdigerweise das Kap der Guten Hoffnung angab. 1888 kam sie in die Gattung Stilpnochlora. [3].

Literatur und Internetquellen

  1. ENCYCLOPEDIA OF LIFE
  2. KEEPING INSECTS
  3. ORTHOPTERA SPECIES FILE
  4. SALTATORIA INFO

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Gelesen 4981 mal Letzte Änderung am Sonntag, 06 März 2022 10:56