Laub-, Ried- und Beutelfrösche

Gelbpunktriedfrosch

Gelbpunkt-Riedfrosch (Heterixalus alboguttatus) im Zoo Zürich Gelbpunkt-Riedfrosch (Heterixalus alboguttatus) im Zoo Zürich
Sam Furrer, Zürich

Ordnung: Froschlurche (Anura)
Unterordnung: Moderne Froschlurche (Neobatrachia)
Familie: Riedfrösche (Hyperoliidae)

D LC 650

Gelbpunktriedfrosch

Heterixalus alboguttatus • The Banana Frog • Le hétérixalus à points jaunes

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Gelbpunkt-Riedfrosch (Heterixalus alboguttatus) im Zoo Zürich © Sam Furrer, Zoo Zürich

 

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Approximative Verbreitung des Gelbpunktriedfroschs (Heterixalus alboguttatus)

 

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Gelbpunkt-Riedfrosch (Heterixalus alboguttatus) im Zoologisch-Botanischen Garten Pilsen © Johannes Pfleiderer, Zoo Leipzig

 

Weitere Bilder auf BioLib

 

Der in einer Heimat Madagaskar nicht gefährdete Gelbpunktriedfrosch ist in europäischen Zoos nur ganz ausnahmsweise zu sehen.

Körperbau und Körperfunktionen

Weibchen des Gelbpunktriedfroschs werden 30-33 mm lang, Männchen bleiben etwas kleiner. Die Weibchen zeigen das typische Fleckenmuster, Männchen können praktisch einfarbig sein [3].

Verbreitung

Südost-Madagaskar [5].

Lebensraum und Lebensweise

Der Gelbpunktriedfrosch kommt in offenen Landschaften vor. Er bevorzugt große Feuchtgebiete, findet sich aber auch in Reisfeldern und anderen temporären oder permanenten Gewässern. Die Riedfrösche sitzen tagsüber auf großen Blättern und in Blatttrichtern großer Pflanzen. Ihre Farben können sich je nach Intensität der Sonneneinstrahlung verändern. Wie der Tomatenfrosch und die Buntfröschchen kommen auch die Riedfrösche erst bei heftigen Niederschlägen in Brutstimmung [4].

Gefährdung und Schutz

Die Art ist relativ weit verbreitet und häufig. Nach einer Beurteilung aus dem Jahr 2016 gilt sie daher nicht als gefährdet [5].

Der internationale Handel ist durch CITES nicht geregelt.

Bedeutung für den Menschen

Gelbpunktriedfrösche befinden sich im Heimtierhandel. Nachzuchttiere werden in den USA für 25-30 USD angeboten (Online-Inserate 2017).

Haltung

Haltung in europäischen Zoos: Die Art wird nur ganz vereinzelt und sporadisch in europäischen Einrichtungen gezeigt. Für Details siehe Zootierliste

Mindestanforderungen an Gehege: In Deutschland gibt es keine konkreten Mindestanforderungen. In Österreich sind diese in Anlage 4 der 2. Tierhaltungsverordnung, in der Schweiz in Anhang 2, Tabelle 6 der Tierschutzverordnung festgelegt.

Wie Gelbpunktriedfrösche gehalten werden (Beispiel): Masoala-Regenwald im Zoo Zürich siehe ZOOLEX Gallery.

Taxonomie und Nomenklatur

Die Art wurde 1822 von dem am British Museum tätigen belgischen Zoologen George Albert BOULENGER als Megalixalus madagascariensis var. alboguttata beschriebwn. Artstatus erhielt sie 1972. Vermutlich ist der Gelbpunktriedfrosch Teil eines Artkomplexes, zu dem auch Heterixalus boettgeri und H. madagascariensis gehören [1; 2].

Literatur und Internetquellen

  1. AMPHIBIAN SPECIES OF THE WORLD
  2. AMPHIBIAWEB
  3. GLAW, F. & VENCES, M. (2007)
  4. GRAF, R. (2005)
  5. IUCN SSC Amphibian Specialist Group. 2016. Heterixalus alboguttatus. The IUCN Red List of Threatened Species 2016: e.T56096A84159678.  http://www.iucnredlist.org/details/56096/0. Downloaded on 10 December 2017.

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© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx