Meere, Inseln, Antarktis

Madagaskar

Plage Fort Dauphin in Südost-Madagaskar Plage Fort Dauphin in Südost-Madagaskar
Smiley.Toerist, Wkimedia Commons

IND-mada adansonia lejade
Adansonia grandidieri, Morondava, Madagascar © Olivier Lejade

 

Ind mada Vohimana DVallan1
Regenwald im Vohimana-Naturschutzgebiet © Denis Vallan, Naturhistorisches Museum Basel

 

IND-mada alluaudia
Alluaudia procera, Ifaty, Madagascar © JialiangGao

 

Ind mada ramofana DVallan1
Fluss im Ramofana-Nationalpark © Denis Vallan, Naturgistorisches Museum Basel

 

IND-mada vari alex
Schwarzweisser Vari (Varecia variegata), Betampona, Madagaskar © Alex Rübel, Zoo Zürich

 

Ind mada indri Andasibe DVallan1
Indri (Indri indri) im Andasibe-Mantadia-Nationalparl © Denis Vallan, Naturhistorisches Museum Basel

 

Ind mada hochland suedl Andasibe DVallan1
Landwirtschaft hat die natürliche Vegetation Madagaskars weitgehend verdrängt, hier im Hochland süflich von Andasibe © Denis Vallan, Naturhistorisches Museum Basel

Allgemeines

Mit einer Fläche von 587'000 km² (zum Vergleich: Deutschland 357'093 km²) ist Madagaskar nach Grönland, Neuguinea und Borneo die viertgrößte Insel der Erde, 1600 km lang und bis 580 km breit. Im Zuge der Kontinentaldrift löste sich Madagaskar vor mehr als 65 Millionen Jahren vom afrikanischen Kontinent, was die Entwicklung einer eigenständigen Fauna und Flora mit einer Vielzahl endemischer Arten erlaubte.

Die zentrale, im Mittel rund 1'100 m hohe Hochebene Madagaskars gewinnt von der Westküste her allmählich an Höhe und fällt dann nach Osten steil ab. Die von der Ostküste aufsteigenden Luftmassen kühlen sich daher ab und führen zu hohen Niederschlägen bis zu 4000 mmm / Jahr, sodass die Ostküste ursprünglich von Regenwäldern bedeckt war. Im Westen herrscht dagegen ein arides Klima vor, in dem Sukkulenten gedeihen.

Vegetation und Charakterpflanzen

[Bearbeiten]

Tierwelt

Annähernd 5 % aller Tierarten weltweit, darunter fünf Familien von Primaten, sind hier endemisch. Die Lemuren (Überfamilie Lemuroidea) leben ausschließlich auf Madagaskar und konnten sich hier ohne Konkurrenz zu anderen Primaten entwickeln. Seit der Ankunft des Menschen vor etwa 2000 Jahren wurden 90 – 95 % des ursprünglichen Waldes auf Madagaskar zerstört, bei einer Abholzungsrate von ca. 100.000 ha pro Jahr. Von 101 bekannten Lemurenarten und -unterarten sind 39 % bedroht oder kritisch bedroht, von den restlichen Arten fehlen zumeist Daten, um ihre Gefährdung zu beurteilen. Aufgrund der vielen endemischen Arten und deren anhaltender Bedrohung durch massive Habitatzerstörung wurden die Primaten Madagaskars zu einer der höchsten globalen Naturschutzprioritäten erklärt (SEILER et al., 2010, dort weiterführende Literatur).

Nach Roter Liste der IUCN ausgestorben und nur von subfossilen Überresten bekannt sind ein oder zwei Riesen-Indri-Arten (Palaeopropithecus), die Riesenfossa (Cryptoprocta spelea) und zwei verzwergte Flusspferdformen (Hippopotamus guldbergi und Hippopotamus lemerlei). Im 19. Jahrhundert verschwand der  Delalande-Seidenkuckuck (Coua delalandei) und in jüngster Zeit vermutlich ausgestorben ist der Alaotrataucher (Tachybaptus rufolavatus).

Nationalparks und andere Schutzgebiete

[Bearbeiten]

lineblack1px

Literatur und Internetquellen

GRAF, R. 2005
MARRIED TO PLANTS
MITTERMEIER, R.A., MYERS, N. & GOETTSCH-MITTERMEIER, C. (1999)
PRESTON-MAFHAM, K. (1991)
SCHWITZER, C., SCHWITZER, N, RANDRIATHAHINA G. H. & KAUMANS, W. (2005)

SEILER, M. & SCHWITZER, C. (2010)

Zurück zu Übersicht Meere, Inseln, Antarktis

Weiter zu Maskarenen

Gelesen 1152 mal Letzte Änderung am Samstag, 23 Juni 2018 15:35
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx