Lerchen bis Drosseln

Hausrotschwanz

Hausrotschwanz (Phoenicurus ochruros) im Zoo Augsburg Hausrotschwanz (Phoenicurus ochruros) im Zoo Augsburg
Zoo Augsburg

Ordnung: Sperlingsvögel (PASSERIFORMES)
Unterordnung: Singvögel (OSCINES)
Familie: Drosseln (Turdidae)
Unterfamilie: Schmätzer (Saxicolinae)

D LC 650

Hausrotschwanz, Hausrötel 

Phoenicurus ochruros • The Black Redstart • Le rougequeue noir

227 031 036 010 phoenicurus ochruros stamps
Briefmarken mit Hausrötel-Motiv (Phoenicurus ochruros). Links: Weißrussland; rechts: Türkei
Gefährdung und Schutz: Der Hausrotschwanz hat ein riesiges Verbreitungsgebiet, eine stabile Populationsentwicklung und einen grossen Gesamtbestand. Global wurde 2004 - ausgehend von einer Schätzung des Europäischen Bestandes - ein Gesamtbestand von 24.5 Mio - 106 Mio Tieren geschätzt. Die Art gilt deshalb nicht als gefährdet (Rote Liste: LEAST CONCERN).

Der internationale Handel ist unter CITES nicht geregelt. Die Art fällt unter Anhang 2 der Berner Konvention über die Erhaltung der europäischen wildlebenden Pflanzen und Tiere und ihrer natürlichen Lebensräume.

Verbreitung: Europa (außer nördliche Bereiche), Nordafrika, Ostafrika, Naher und Mittlerer Osten, Zentralasien

Lebensraum und Lebensweise: Ursprünglich war der Hausrötel ein Felsenbewohner, der im Gebirge an sonnenexponierte Felspartien, Blockschutthalden und mit Felsen durchsetzte alpinen Rasen brütete, sich vermutlich erst im 18. oder 19. Jahrhundert zum Kulturfolger  wandelte und die Dörfer und Städte als Lebensraum für sich entdeckte. Er brütet auch heute noch in Höhenlagen bis 3'200 m, sein Verbreitungsschwerpunkt liegt aber unter 800 m [1].

Die Hausrotschwänze Mitteleuropas sind Kurzstreckenzieher, die mit den teilweise sesshaften Populationen West- und Südeuropas überwintern, zum Teil auch in Nordafrika. Der Herbstzug setzt im August ein und kulminiert im Oktober, im Frühjahr treffen die Vögel im März / April an ihren Brutplätzen ein [1].

Haltung in europäischen Zoos: Die Art wird in weniger als 10 Zoos gezeigt, unter denen sich ein paar im deutschsprachigen Raum befinden. Für Details siehe Zootierliste. Abgesehen davon kommt die Art in vielen Zoos wildlebend vor.

Literatur:

  1. MAUMARY, L. et al. (2007)

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Gelesen 159 mal Letzte Änderung am Dienstag, 27 November 2018 12:07
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx