Plattschweif-Sittiche

Schwalbensittich

Blüte fressender Schwalbensittich (Lathamus discolorus) im Loro Parque, Teneriffa Blüte fressender Schwalbensittich (Lathamus discolorus) im Loro Parque, Teneriffa
Matthias Reinschmidt, Loro Parque

Ordnung: Papageienvögel (PSITTACIFORMES)
Familie: Echte Papageien (Psittacidae)
Unterfamilie: Eigentliche Papageien (Psittacinae)
Tribus: Plattschweifsittiche (Platycercini)

D CR 650

Schwalbensittich

Lathamus discolor • The Swift Parakeet • La perruche de Latham

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Schwalbensittiche (Lathamus discolorus) im Loro Parque, Teneriffa © Matthias Reinschmidt, Loro Parque
Gefährdung und Schutz: Die Art hat ein kleines Verbreitungsgebiet und einen kleinen, abnehmenden Bestand von rund 2'000 erwachsenene Individuen. Sie wurde deshalb seit 2012 als stark gefährdet eingestuft (Rote Liste: ENDANGERED). Nachdem eine weitere massive Bestandesabnahme prognostiziert wird, erfolgte 2015 die Einstufung in die Kategorie "vom Aussterben bedroht" (CRITICALLY ENDANGERED).

Der internationale Handel ist nach CITES Anhang II geregelt.

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Verbreitung des Schwalbensittichs (Lathamus discolor); dunkelblau: Brutgebiete; rot: approximatives Vorkommen außerhalb der Brutzeit
Verbreitung: Australien. Gebrütet wird auf Tasmanien, überwintert auf dem australischen Festland, hauptsächlich in Victoria

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Junge Schwalbensittiche (Lathamus discolorus) im Loro Parque, Teneriffa © Matthias Reinschmidt, Loro Parque
Lebensraum und Lebensweise: Für das Brutgeschäft ist der Schwalbensittich auf Eukalyptuswälder angewiesen. Gebrütet wird in Nisthöhlen, vorzugsweise in "Australischen Eichen" (Eucalyptus obliqua), Nahrungsgrundlage sind Blüten hauptsächlich von Blauem Eukalyptus (Eucalyptus globulus), wenn nicht verfügbar von Schwarzem Eukalyptus (Eucalyptus ovata). Die starke Gefährdung ist dadurch bedingt, dass auf Tasmanien über die Hälfte der Wälder, in denen die Eukalypten vorkommen, gerodet worden sind, und dass in den verbleibenden Wäldern viele alte Bäume mit Nisthöhlen gefällt wurden. Zusätzlich müssen sich die Schwalbensittiche mit den eingeführten, invasiven Europäischen Staren (Sturnus vulgaris) um die verbleibenden Nistmöglichkeiten streiten und ihre Nester werden namentlich in teilweise gerodeten oder kleinen Wäldern durch die eingeführten Kurzkopfgleitbeutler (Petaurus breviceps) geplündert [2].

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Schwalbensittich (Lathamus discolor) im Zoo Magdeburg © Zoo Magdeburg
Haltung: In Menschenobhut ist der Schwalbensittich noch recht gut vertreten, was eine gute Voraussetzung für eine nachhaltige Sicherung der Art bietet. Damit dies auch in Zukunft so bleibt, hat die „Gesellschaft für arterhaltende Vogelzucht“ (GAV) ein Zuchtprojekt gestartet, an dem sich auch der Zoo Schwerin beteiligt (PM Zoo Schwerin vom 21.04.2016).

Haltung in europäischen Zoos: Die Art wird in rund 30 Zoos gezeigt, von denen sich etwa ein Dritel im deutschsprachigen Raum befinden. Für Details siehe Zootierliste.

Artenschutzprojekt: Erforschung der Brutbiologie und des Wanderverhaltens des Schwalbensittichs.

Taxonomie und Nomenklatur: Lathamus ist eine monotypische Gattung.

Literatur und Internetquellen:

  1. BIRDLIFE INTERNATIONAL (2015). Lathamus discolor. The IUCN Red List of Threatened Species 2015. http://www.iucnredlist.org/details/22685219/0 Downloaded on 28 January 2016.
  2. HEINSOHN, R., WEBB, M., LACY, R., TERAUDS, A., ALDERMAN, R. & STOJANOVIC, D. (2015)

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Gelesen 139 mal Letzte Änderung am Sonntag, 24 Juni 2018 15:28
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx