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HARTMANN, D. (2004)

Ursidae in der Sammlung von Koenigswald.

Diplomarbeit, Fachbereich Biologie der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt

103 Seiten.

Volltext:

Zusammenfassung:

Um zu verstehen, warum die verschiedenen Bärenarten so sind wie sie sind muss man 2 Punkte beachten:

1. Sie entwickelten sich aus Carnivoren und entwickelten herbivore Adaptionen aus einer carnivoren Form heraus.

2. sie haben sich erst “kürzlich” entwickelt und mussten sich Nischen suchen, die nicht schon von anderen, älteren Carnivoren besetzt waren.

Die Großkatzen, wie Löwen und Tiger waren schon soweit entwickelt, dass sie auf größere Beute spezialisiert waren. Die Canidae waren auf kleinere und mittelgroße Beute spezialisiert. Als sich die Bären entwickelten, mussten sie sich auf die noch nicht genutzte Nahrung spezialisieren. So entwickelte sich der Lippenbär im Indischen Subkontinent. Dort hatten sich bereits Löwen, Tiger und Leoparden gut etabliert. Früchte war en nur saisonal als Nahrung zu gebrauchen und konnten nicht das ganze Jahr als Nahrungsquelle dienen. Insekten, jedoch, wie Ameisen und Termiten hatten einen hohen Kalorienanteil, waren immer da und wurden noch nicht von anderen Tieren als Nahrungsquelle genutzt. Im Laufe der Zeit entwickelten die Vorfahren des Lippenbären Adaptionen, wie beweglichen Lippen und den Verlust der oberen Incisivi, so dass die Insekten als verlässliche ganzjährige Nahrung dienen konnten. Malaienbären wurden ausgezeichnete Kletterer und ernähren sich hauptsächlich von Früchten und Honig. Pandas nutzten die große Menge an Bambus aus. Obwohl sie sich streng herbivor ernähren, behalten sie weiterhin die Eckzähne und Schneidezähne ihrer Vorfahren.

 

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