Eidechsen, Skinke und Schleichen

Oliver Baumskink

Olivfarbener Baumskink (Dasia olivacea) im Zoo Basell Olivfarbener Baumskink (Dasia olivacea) im Zoo Basell
Zoo Basel

Ordnung: Schuppenkriechtiere (SQUAMATA)
Unterordnung: Echsen (SAURIA)
Zwischenordnung: Skinkartige (Scincomorpha)
Familie: Skinke (Scincidae)
Unterfamilie: Mabuyinae

D LC 650

Olivfarbener Baumskink

Dasia olivacea • The Olive Tree Skink • Le scinque olive

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Olivfarbener Baumskink (Dasia olivacea) im Zoo Basel © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Approximative Verbreitung des Olivfarbenen Baumskinks (Dasia olivacea)

 

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Olivfarbener Baumskink (Dasia olivacea) im Zoo Basel © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Olivfarbener Baumskink (Dasia olivacea) mit Nachwuchs im Zoo Basel. Pressefoto Zoo Basel

 

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Olivfarbener Baumskink (Dasia olivacea) mit Nachwuchs im Zoo Basel. Pressefoto Zoo Basel

 

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Olivfarbener Baumskink (Dasia olivacea) im Zoo Basel. Pressefoto Zoo Basel

 

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Der Olivfarbene Skink ist ein in Südostasien weit verbreiteter, eidechsenähnlicher Baumbewohner, der in europäischen Zoos nur selten gezeigt wird.

Körperbau und Körperfunktionen

Die Vertreter der Gattung Dasia sind mittelgroße, eidechsenähnliche Skinke mit langem, sich allmählich verjüngendem Schwanz, beschupptem Unterlid und oft mit zum Klettern geeigneten, vergrößerten Plättchen an den Unterzehen. Der Oliv-Skink kann eine Gesamtlänge von 30 cm erreichen, wovon über die Hälfte auf den Schwanz entfällt [2; 4].

Verbreitung

Südostasien: Indien (nur Andamanen und Nikobaren), Indonesien (Sumatra, Java, Borneo und einige kleinere Inseln), Kambodscha, Laos, Malaysia, Myanmar, Singapur, Thailand, Vietnam. Das Vorkommen in Vietnam wurde erst 2011 beschrieben [1].

Lebensraum und Lebensweise

Wie sein Name besagt, lebt der Olivfarbene Baumskink fast ausschließlich in Baumkronen. Er ernährt sich überwiegend von Insekten. Die Art ist eierlegend. Es kommt mehrmals jährlich zur Eiablage. Ein Gelege besteht aus bis zu 14 Eiern. Nach der Eiablage kümmern sich die Eltern nicht mehr um ihren Nachwuchs. Die jungen Skinke schlüpfen nach rund 70 Tagen. Sie sind beim Schlupf etwa 5 cm lang und sind völlig selbständig.  Sie ernähren sich sofort von Insekten und anderem Kleingetier [4; PM Zoo Basel 20.08.2014].

Gefährdung und Schutz

Die Art hat eine sehr weite Verbreitung und kann unterschiedliche, auch vom Menschen modifizierte Lebensräume nutzen. Sie gilt daher nach einer Beurteilung aus dem Jahr 2009 nicht als gefährdet [3].

Der internationale Handel wird durch CITES nicht geregelt.

Bedeutung für den Menschen

Olivfarbene Skinke werden im Internet zu einem Stückpreis von 5-15 USD für den Heimtierhandel angeboten (Online-Inserate 2017).

Haltung

Oliv-Skinke benötigen ein gut belüftetes Regenwaldterrarium, das höher als breit ist und zahlreiche Klettermöglichkeiten bietet. Als Bodengrund sollte ein Feuchtigkeit speicherndes Substrat gewählt werden, wie z.B. Torf. Das Terrarium sollte mit Wärme- und UV-Strahler ausgerüstet sein, die Temperatur sollte tagsüber ca. 25-30°C betragen, nachts 22-24°C. Regelmäßiges Sprühen ist notwendig [4].

Haltung in europäischen Zoos: Die Art wird nur in wenigen europäischen Zoos gezeigt. Diese befinden sich alle in Deutschland, Österreich oder der Schweiz. Dem Zoo Basel gelang 2014 und 2015 die Zucht, dem Zoo Rostock 2019. Für Details siehe Zootierliste. 

Mindestanforderungen an Gehege: Nach Reptiliengutachten 1997 des BMELF soll ein Terrarium für ein Paar mindestens 4x so lang und 4x so breit sein wie die Kopf-Rumpflänge der Tiere. Die Höhe soll das Fünffache der Kopf-Rumpflänge betragen. Für jedes weitere Tier kommen 15% zur Basisfläche dazu. In der Schweizerischen Tierschutzverordnung (Stand 01.01.2017) und der 2. Tierhaltungsverordnung Österreichs (Stand 2017) ist die Art nicht erwähnt.

Taxonomie und Nomenklatur

Die Art wurde 1839 vom britischen Zoologen John Edward GRAY anhand eines Exemplars von "Prince of Wales Island" (heute die Insel Penang) unter ihrem heute noch gültigen Namen beschrieben [5]. 

Literatur und Internetquellen

  1. GEISSLER, P., MINH HOANG, D. & QUANG NGUYEN, T. (2011)
  2. GRZIMEK, B. (Hrsg. 1970)
  3. INGER, R.F. & STUART, B.L. 2010. Dasia olivacea. The IUCN Red List of Threatened Species 2010: e.T178252A7507427. http://www.iucnredlist.org/details/178252/0. Downloaded on 15 July 2017
  4. MILII.DE
  5. THE REPTILE DATA BASE

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Gelesen 6262 mal Letzte Änderung am Dienstag, 07 Dezember 2021 15:18
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx