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PICHLER, C. (2009)

Verhalten von Vikunjaweibchen vor und nach der Vergesellschaftung mit einem Männchen.

Bakkalaureatsarbeit

22 Seiten

Karl-Franzens Universität Graz
Wissenschaftliche Betreuung: Dr. Cornelia Franz, Karl-Franzens Universität Graz
Tierwelt Herberstein

Voller Text

Zusammenfassung:

Beobachtet wurde das Verhalten von zwei Vikunjaweibchen, die sich ein Gehege teilten, vor und nach dem Einsetzen eines fremden Männchens in der Tierwelt Herberstein. Die Untersuchungen wurden außerhalb der Paarungszeit, die sich in unseren Breiten auf die Sommer- und Herbstmonate beschränken, im Mai gemacht. Unter Verwendung der Scan-Sampling-Methode, bei der alle fünf Minuten Aufzeichnungen des Verhaltens aller drei Fokustiere zu Papier gebracht wurden, sind die Daten erhoben worden. Das Verhaltenrepertoire unterteilte sich in vier Kategorien: Neben dem Ruhen, Fressen und Aufschauen bzw. Kopfheben, wurde auch Lokomotion oder Putzverhalten in der Kategorie „anderes Verhalten“ zusammengefasst. Insgesamt betrug die Gesamtbeobachtungszeit neun Tage bzw. etwa vierzig Stunden, wobei vier Tage vor der Vergesellschaftung und fünf Tage danach beobachtet wurde. Anhand dieses Datenpools wurde eine Gegenüberstellung durchgeführt. Diese ergab, dass die Weibchen zu Beginn der Vergesellschaftung sich eher mit Abstand zum neuen Männchen durch das Gehege bewegten. Auch ihre Aktivitäten haben sie verlagert: Die Ergebnisse zeigen, dass die Weibchen weniger ruhten, im Gegenzug dazu jedoch öfters aufschauten als zuvor. Das Männchen seinerseits hob ebenfalls häufig den Kopf, um seine Umgebung zu beobachten. Erst an den letzten Beobachtungstagen knüpften die Tiere erstmals und nur für kurze Zeit Kontakt.

 

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Gelesen 13872 mal Letzte Änderung am Montag, 25 Juni 2018 06:35
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx