Loris und Borstenköpfe

Borstenkopf

Borstenkopf (Psittrichas fulgidus)in der Wilhelma Stuttgart Borstenkopf (Psittrichas fulgidus)in der Wilhelma Stuttgart
Johannes Pfleiderer, Zoo Duisburg

Ordnung: Papageienvögel (PSITTACIFORMES)
Familie: Echte Papageien (Psittacidae)
Unterfamilie: Loris (Loriinae)

D VU 650

Borstenkopf

Psittrichas fulgidus • The Pesquet's, or Vulturine, Parrot • Le perroquet de Pesquet

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Borstenkopf in der Wilhelma Stuttgart © Elias Neideck

 

 

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Approximative Verbreitung des Borstenkopfs (Psittrichas fulgidus)

 

 

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Borstenkopf (Psittrichas fulgidus) in der Wilhelma Stuttgart © Klaus Rudloff, Berlin

 

 

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Borstenkopf (Psittrichas fulgidus) im Weltvogelaprk Waldrode © Klaus Rudloff, Berlin

 

 

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Borstenkopf- Paar (Psittrichas fulgidus) im Loro Parque, Tenerife © Loro Parque

 

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Körperbau und Körperfunktionen

Das Federkleid des Borstenkopfs ist zur Hauptsache dunkelgrau, Schultern, Flügelunterseiten Schenkel und die untere Hälfte des Bauchs sind jedoch leuchtend rot. Die namensgebenden borstenartigen Federn befinden sich am Vorderkopf.  

Verbreitung

Australasien: Indonesien, Papua Neuguinea 

Lebensraum und Lebensweise

Borstenköpfe leben in Höhenlagen von 800-1300 m. Sie ernähren sich von Saft, den sie aus Früchten kauen, Blüten und wilden Feigen. 

Gefährdung und Schutz

Der Borstenkopf wird als gefährdet eingestuft, da vermutet wird, dass seine Bestände in den letzten drei Generationen (60 Jahre) stark zurückgegangen sind. Es sind aber keine genaueren Schätzungen zur Gesamtpopulation vorhanden. Aus einigen Gegenden ist er bereits verschwunden (vor allem Papua Neuguinea) und ist ansonsten eher selten. Die Federn dieser Art werden von der einheimischen Bevölkerung als Schmuck bei kulturellen Anlässen und für Touristenshows verwendet. Da beides und auch die Bevölkerung zugenommen haben, werden auch vermehrt Federn genutzt. Ausserdem werden auch Tiere für den Handel und zur Nahrung gefangen (Rote Liste: VULNERABLE).

Der Internationale Handel ist nach CITES-Anhang II geregelt.

Bedeutung für den Menschen

Bei der indigenen Bevölkerung im westlichen Hochland Papua-Neuguineas wird noch heute der Brautpreis zum Teil mit den roten Federn des Borstenkops bezahlt. Die Vögel werden eigens zu diesem Zweck gehalten und regelmäßig gerupft [5].

Haltung

Die Art wird nur in wenigen europäischen Zoos gezeigt. Für Details siehe Zootierliste. 

Taxonomie und Nomenklatur

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Literatur und Internetquellen

  1. CITES TRADE DATA BASE
  2. DE GRAHL, W. (1979)
  3. DEL HOYO, J., ELLIOTT, A. et al. (eds., 1992-2013)
  4. DEL HOYO, J., COLLAR, N., CHRISTIE, D.A., ELLIOTT, A. & FISHPOOL L.D.C. (2014)
  5. STRUNDEN, H. (1984)       

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Gelesen 186 mal Letzte Änderung am Donnerstag, 07 Februar 2019 14:11
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx