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Weber-Linie

Während Jahrhunderten wurde über den Grenzverlauf zwischen der orientalischen und der australischen Faunenregion gestritten, weil die Grenze für Säugetiere anders verläuft als z.B. für Reptilien. Der deutsch-niederländische Naturforscher Max Wilhelm Carl Weber (185-1937) zog die nach ihm benannte Grenzlinie, die das Gleichgewicht zwischen der orientalischen und der australasiatischen Wirbeltierfauna besser widerspiegelt als die Wallace-Linie, entlang der Tanimbar-Inseln und östlich von Timor.

Wallacea
Wallacea und die biogeographischen Linien. Quelle Maximilian Dörrbecker, München (Wikimedia Commons)
Die Wallace-Linie, die Lydekker-Linie und die Weber-Linie sind biogeografische Trennlinien zwischen asiatischer und australischer Flora und Fauna.

Als Sahul wird die zusammenhängende Landmasse bezeichnet, die während der letzten Eiszeit aus Australien, der nordöstlich davon gelegenen Insel Neuguinea und der südöstlich gelegenen Insel Tasmanien bestand. Die Absenkung des Meeresspiegels gegenüber heute betrug während des Maximums der Eiszeit bis zu 100m.

Als Sunda wird die zusammenhängende Landmasse bezeichnet, die während der letzten Eiszeit aus den heutigen Inseln Borneo, Sumatra, Java, Palawan und weiteren kleineren Inseln Südostasiens zusammen mit Hinterindien bestand und Teil des asiatischen Kontinent war.

 

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© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx