Schwanzlurche

Shangcheng-Winkelzahnmolch

Shangcheng-Winkelzahnmolch (Pachyhyhobius shangchengensis) im Tierpark Chemniitz Shangcheng-Winkelzahnmolch (Pachyhyhobius shangchengensis) im Tierpark Chemniitz
© Peggy Riedel, Tierpark Chemnitz

Ordnung: Schwanzlurche (Caudata)
Überfamilie: Niedere Schwanzlurche (Cryptobranchoidea)

Familie: Winkelzahnmolche (Hynobiidae)

D VU 650

Shangcheng-Winkelzahnmolch

Pachyhynobius shangchengensis • The Shangcheng Stout Salamander • La salamandre de Shangcheng

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Shangcheng-Winkelzahnmolch (Pachyhynobius shangchengensis) im Tierpark Chemnitz © Peggy Riedel, Tierpark Chemnitz

 

 

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Vorkommen des Shangcheng-Winkelzahnmolchs (Pachyhynobius shangchengensis)

 

 

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Shangcheng-Winkelzahnmolch (Pachyhynobius shangchengensis) im Tierpark Chemnitz © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

 

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Shangcheng-Winkelzahnmolch (Pachyhynobius shangchengensis) im Tierpark Chemnitz © Peggy Riedel, Tierpark Chemnitz

 

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Der Shangcheng-Winkelzahnmolch ist ein primitiver, in Zoos selten gezeigter Schwanzlurch, der in seiner Heimat durch nicht-nachhaltige Sammeltätigkeit gefährdet ist.

Körperbau und Körperfunktionen

Shangcheng-Winkelzahnmolche werden rund 20 cm lang, wobei die Weibchen im Mittel minim größer sind als die Männchen. Der Kopf ist groß, besonders beim Männchen. Die Zähne im Gaumendach sind zu einer V-förmigen Figur angeordnet. Die Extremitäten sind kurz und schwach, vorne mit 5, hinten mit 4 Zehen. Der Schwanz ist seitlich komprimiert, gekielt und kürzer als Kopf und Rumpf. Es sind beidseits 13 Rippenfurchen vorhanden. Die Färbung ist oberseits bräunlich-grau, unterseits etwas heller [2; 3]

Verbreitung

Ostasien: Zentralchina (Provinzen Hubei, Henan und Anhui) [1; 2].

Lebensraum und Lebensweise

Die Art wird in Höhenlagen von 380 bis 1'100 m angetroffen, wo sie langsam fließende Bäche und Tümpel entlang solchen Bächen in bewaldeten Regionen bewohnt. Die Tiere ernähren sich von Krebschen, kleinen Fischen, Würmern und Insekten. Die Fortpflanzung findet im Wasser statt [3]. Die Eier werden paketweise unter Steinen etc. abgelegt, die Jungen schlüpfen etwa 6 Wochen nach Eiablage. Die Metamorphose findet mit etwa einem Jahr statt, wenn die Larven eine Länge von 9 cm erreicht haben. Nach der Metamorphose bleiben die Molche im Wasser [1].

Gefährdung und Schutz

Der Shangcheng-Winkelzahnmolch hat eine relativ kleine Verbreitung und seine Bestände nehmen ab. er wird daher aufgrund einer mittlerweile revisionsbedürftigen Beurteilung aus dem Jahr 2004 als gefährdet eingestuft [3].

Der internationale Handel ist durch CITES nicht geregelt.

Bedeutung für den Menschen

Der Shangcheng-Winkelzahnmolch wird in nicht-nachhaltiger Weise für den Lebensmittelmarkt gefangen [1; 3].

Haltung

Für die Haltung wird ein Aquarium von 90 x 40 x 30 cm (LxBxH) mit strömendem Wasser, zahlreichen Höhlenverstecken und Kies als Bodengrund empfohlen. Die Temperatur soll im Winter bei 2-5ºC, im Sommer bei 18ºC, gelegentlich höher, liegen. Die Tiere können unter sich recht unverträglich sein [1].

Haltung in europäischen Zoos: Die Art wird nur ganz ausnahmseise und sporadisch in europäischen Einrichtungen gezeigt. Für Details siehe Zootierliste

Mindestanforderungen an Gehege: In Deutschland gibt es keine konkreten Mindestanforderungen. In Österreich sind diese in Anlage 4 der 2. Tierhaltungsverordnung, in der Schweiz in Anhang 2, Tabelle 6 der Tierschutzverordnung festgelegt.

Wie Winkelzahnmolche gehalten werden (Beispiel): Vivarium im Tierpark Chemnitz, siehe ZOOLEX Gallery.

Taxonomie und Nomenklatur

Pachyhynobius shangchengensis ist die einzige Art seiner Gattung. Bei der in der Roten Liste als stark gefährdet aufgeführten Art Pachyhynobius yunanicus handelt es sich um ein Synonym [1; 3].

Literatur und Internetquellen

  1. AMPHIBIAWEB
  2. GRZIMEK, B. (Hrsg. 1970)
  3. WAI NENG LAU, M., LIANG, F. (2004). Pachyhynobius shangchengensis. The IUCN Red List of Threatened Species 2004: e.T59109A11882316. http://www.iucnredlist.org/details/59109/0. Downloaded on 28 November 2017.

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Gelesen 2866 mal Letzte Änderung am Sonntag, 06 Januar 2019 10:27
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx