Stachelschwein-Verwandte

Goldaguti

Goldaguti (Dasyprocta leporina) in der Wilhelma Stuttgart Goldaguti (Dasyprocta leporina) in der Wilhelma Stuttgart
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Überordnung: EUARCHONTOGLIRES
Taxon ohne Rang: Nagetiere und Hasen (GLIRES)
Ordnung: Nagetiere (RODENTIA)
Unterordnung: Stachelschweinverwandte (Hystricomorpha)
Familie: Agutis (Dasyproctidae)

D LC 650

Goldaguti

Dasyprocta leporina • The Red-rumped Agouti • L'agouti doré

110-022-003-00X dasyprocta leporina stuttg1
Goldaguti in der Wilhelma Stuttgart © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Gefährdung und Schutz: Die Art ist weitverbreitet und häufig und kommt in mehreren Schutzgebieten vor. Trotz lokaler Bejagung gilt sie daher als nicht gefährdet (Rote Liste: LEAST CONCERN) [2].

Der internationale Handel wird durch CITES nicht geregelt.

110 022 003 00X dasyprocta leporina map
Approximative Verbreitung des Goldagutis (Dasyprocta leporina)
Körperbau und Körperfunktionen: Das Goldaguti erreicht ein Gewicht von 3-6 kg und eine Kopf-Rumpflänge von 49-64 cm, wobei die Männchen leichter und kleiner sind als die Weibchen.

Verbreitung: Brasilien, Französisch Guiana, Guyana, Surinam, Trinidad und Tobago,  Venezuela. Eingeführt auf Dominika, Grenada und den amerikanischen Jungferninseln [1; 2]

Haltung: Die Haltung von Goldagutis erfolgt meist in Innenräumen und oft vergesellschaftet mit anderen südamerikanischen Säugetieren, Vögeln und Reptilien. Optional kann während der Sommermonate ein Außengehege angeboten werden [3].

Haltung in europäischen Zoos: Die Art wird in  rund 50 Zoos gehalten, von denen sich etwa ein Drittel im deutschsprachigen Raum befinden. Für Details siehe Zootierliste.

Mindestanforderungen an Gehege: In Österreich und der Schweiz ist eine minimale Gehegefläche von 20 m² für bis zu fünf erwachsene Tiere vorgeschrieben. In Deutschland gibt das Säugetiergutachten des BMEL 10 m² für ein Paar und zusätzlich 4 m² für jedes weitere Tier vor. Dazu ist festzustellen, dass die Vergesellschaftung mehrerer erwachsener Tiere nicht unproblematisch ist, da Agutis von Natur aus solitär oder in monogamer Paarbeziehung leben und gegenüber weiteren Artgenossen sehr intolerant sein können [3; 4].

Taxonomie und Nomenklatur: Diese Art wurde lange Zeit als Dasyprocta aguti bezeichnet, da jedoch die Erstbeschreibung auf Mus leporinus (LINNÉ, 1758), lautet, wurde dies geändert. WILSON & REEDER [5] führen acht Unterarten auf. Der taxonomische Status der Art insgesamt sollte jedoch weiter abgeklärt werden [1].

Literatur und Internetquellen:

  1. EISENBERG, J. F. (1989)
  2. EMMONS, L. & REID, F. (2016). Dasyprocta leporina. The IUCN Red List of Threatened Species 2016: e.T89497102A22197762. http://www.iucnredlist.org/details/89497102/0. Downloaded on 22 May 2018.
  3. PUSCHMANN, W., ZSCHEILE, D., & ZSCHEILE, K. (2009)
  4. The Online Guide to the Animals of Trinidad and Tobago
  5. WILSON, D. E. & REEDER, D. M. (2005)

Zurück zu Übersicht Hasen und Nagetiere

Weiter zu Mittelamerikanisches Aguti (Dasyprocta punctata)

Gelesen 277 mal Letzte Änderung am Samstag, 16 Juni 2018 21:58
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx