Dornfische bis Seepferdchen

Schnepfenfisch

Gewöhnlicher Schnepfenfisch (Macroramphosus scolopax) im Zoo Basel Gewöhnlicher Schnepfenfisch (Macroramphosus scolopax) im Zoo Basel
Zoo Basel

Überklasse: Knochenfische (Osteichthyes)
Klasse: Strahlenflosser (Actinopterygii)
Unterklasse: Neuflosser (Neopterygii)
Teilklasse: Echte Knochenfische (Teleostei)
Ordnung: Seenadelartige (Syngnathiformes)
Familie: Schnepfenfische (Centriscidae)
Unterfamilie Blasebalgfische (Macroramphosinae)

D LC 650

Gewöhnlicher Schnepfenfisch

Macroramphosus scolopax • The Common Snipefish • Le poisson-bécasse commun

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Gewöhnlicher Schnepfenfisch (Macroramphosus scolopax) im Zoo-Aquarium Berlin © Klaus Rudloff, Berlin

 

 

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Approximative Verbreitung des GewöhnlichenSchnepfenfischs (Macroramphosus scolopax)

 

 

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Gewöhnlicher Schnepfenfisch (Macroramphosus scolopax), Holzstich (1863)

 

 

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Wegen seiner durch einen schnepfenartigen Schnabel auffälligen Gestalt findet der Schnepfenfisch das Interesse des Publikums und wird daher relativ häufig in europäischen Zoos und Schauaquarien gezeigt.

Körperbau und Körperfunktionen

Der Gewöhnliche Schnepfenfisch hat eine mittlere Länge von etwa 12 cm, im Extremfall können 20 cm erreicht werden. Der Körper ist seitlich abgeplattet, unbeschuppt und durch Knochenplatten geschützt, die am Bauch eine durchsichtige, scharfe Klinge bilden [2; 4].

Verbreitung

Gemäßigte und subtropische Bereiche von Atlantik, Indischem Ozean und Pazifik, ferner im Mittelmeer [3].

Lebensraum und Lebensweise

Der Gewöhnliche Schnepfenfisch kommt vorzugsweise in Tiefen von 50 bis 350 Metern, gelegentlich bis 600 Metern vor, Jungfische auch im Oberflächenwasser. Die größten Bestände finden sich auf den Kontinentalschelfen zwischen 20 und 40° nördlicher Breite. Der Gewöhnliche Schnepfenfisch kann in großen Schulen auftreten. Die Schnepfenfische schwimmen in der Regel mit dem Kopf nach unten, meist nahe am Grund. Sie ernähren sich von Ruderfußkrebsen (Copepoda) und anderen kleinen Wirbellosen [1; 2; 3; 4].

Gefährdung und Schutz

Die Art ist weitverbreitet und zumindest gebietsweise sehr häufig. Sie gilt aufgrund einer Beurteilung aus dem Jahr 2009 als weltweit nicht gefährdet [3].

Der internationale Handel ist durch CITES nicht geregelt.

Bedeutung für den Menschen

Der Gewöhnliche Messerfisch ist fischereilich von geringer Bedeutung [4].

Haltung

Haltung in europäischen Zoos: Die Art wird in 30-40 europäischen Einrichtungen gezeigt, von denen sich gut ein Drittel im deutschsprachigen Raum befinden. Für Details siehe Zootierliste.

Mindestanforderungen: In Deutschland gibt es keine konkreten Mindestnormen. Die 2. Tierhaltungsverordnung Österreichs fordert ein Volumen von mindestens 200 l für 1-2 Fische und 40 l mehr für jedes weitere Tier. In der Schweiz gibt Anhang 2, Tabelle 8 der Tierschutzverordnung an, wie viele Liter Wasser pro cm Gesamtkörperlänge (ohne Schwanzflosse) der gehaltenen Fische angeboten werden müssen.

Taxonomie und Nomenklatur

Die Art wurde 1758 von Carl von LINNÉ als "Balistes scolopax" beschrieben. Der französische Naturforscher Bernard-Germain-Étienne de La Ville-sur-Illon, Comte de LACÉPÈDE, stellte ihn 1803 in die neue Gattung Macroramphosus [2].

Literatur und Internetquellen

  1. EICHLER, D. (1997)
  2. FISH BASE
  3. FRITZSCHE, R. et al. (2010). Macroramphosus scolopax. The IUCN Red List of Threatened Species 2010: e.T155030A4705899. http://www.iucnredlist.org/details/155030/0. Downloaded on 04 March 2018.
  4. GRZIMEK, B. (Hrsg. 1970)

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Gelesen 3931 mal Letzte Änderung am Samstag, 18 Mai 2019 09:31
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx