Echte Barsche (Meerwasser)

Eigentliche Falterfische

Kleins Falterfisch (Chaetodon kleinii) in der Wilhelma Stuttgart Kleins Falterfisch (Chaetodon kleinii) in der Wilhelma Stuttgart
© Klaus Rudloff, Berlin

Überklasse: Knochenfische (Osteichthyes)
Klasse: Strahlenflosser (Actinopterygii)
Unterklasse: Neuflosser (Neopterygii)
Teilklasse: Echte Knochenfische (Teleostei)
Ordnung: Barschartige (Perciformes)
Unterordnung: Barschfische (Percoidei)
Familie: Falterfische (Chaetodontidae)

Die farbenfrohen und lebhaften Vertreter der Gattung Chaetodon gehören zum Standardbesatz von Korallenfischbecken und sind ausgezeichnete Botschafter für den Schutz der Korallenriffe. Da sie Korallenpolypen fressen, sollten sie aber in der Regel nicht in Becken mit lebenden Korallen gehalten werden. Von den 87 Arten ist annähernd die Hälfte regelmäßig in europäischen Zoos und Schauaquarien anzutreffen.

Mindestanforderungen an die Haltung (für alle Arten)

In Deutschland gibt es keine konkreten Mindestnormen. Die 2. Tierhaltungsverordnung Österreichs fordert für bis zu 5 Tieren ein Beckenvolumen ab 1'000 l und für jedes weitere Tier 200 l mehr. In der Schweiz gibt Anhang 2, Tabelle 8 der Tierschutzverordnung an, wie viele Liter Wasser pro cm Gesamtkörperlänge (ohne Schwanzflosse) der gehaltenen Fische angeboten werden müssen.

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 Neue Tierart

D LC 650

Fähnchen-Falterfisch

Chaetodon auriga • The Threadfin Butterflyfish • Le poisson-papillon jaune

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Fähnchen-Falterfisch (Chaetodon auriga) im Tiergarten und Aquarium Friedrichsau, Ul © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

 

 

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Approximative Verbreitung des Fähnchen-Falterfischs (Chaetodon auriga)

 

 

 

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Fähnchen-Falterfisch (Chaetodon auriga) im SeaLife Scheveningen © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

 

 

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Fähnchen-Falterfisch (Chaetodon auriga) in der Wilhelma Stuttgart © Klaus Rudloff, Berlin

 

 

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Körperbau und Körperfunktionen

Der Fähnchen-Falterfisch wird bis etwa 23 cm lang, wobei Geschlechtsreife mit ca. 13 cm erreicht wird. Die Rückenflosse weist 12-13 Stachel- und 22-25 Weichstrahlen auf, die Afterflosse 3 Stachel- und 19-21 Weichstrahlen. Der Kopf ist weiß. Über das Auge zieht ein breiter schwarzer Streifen, der vordere Teil des Körpers ist weiß mit schwarzer Streifenzeichnung, der hintere, einschließlich der Rücken-, Schwanz- und Afterflosse gelb. Auffallend sind ein großer, schwarzer Augenfleck auf der Rückenflosse und die im Deutschen namengebende wimpelartige Verlängerung der Flosse, das Fähnchen [1; 3].

Verbreitung

Indo-Pazifik: Von der Ostküste Afrikas und dem Roten Meer ostwärts bis Galápagos. Die Art kommt in den Territorialgewässern folgender Staaten und abhängigen Gebiete vor: Ägypten, Amerikanisch Samoa, Australien, Bahrain, Bangladesch, Chagos-Archipel, Chile (nur Osterinsel), China, Cook-Inseln, Dschibuti, Ekuador (nur Galápagos), Eritrea, Fidschi, Französisch Polynesien, Französische Südgebiete in der Mosambikstraße, Guam, Hongkong, Indien (mit Nikobaren und Andamanen), Indonesien, Irak, Iran, Israel, Japan, Jordanien, Kambodscha, Katar, Kenia, Kiribati, Kokos- (Keeling-)Inseln, Jemen, Komoren, Korea Rep., Kuwait, Madagaskar, Malaysia, Malediven, Marshall-Inseln, Mauritius, Mayotte, Mikronesische Föderation, Mosambik, Myanmar, Nauru, Neukaledonien, Neuseeland, Niue, Norfolk-Insel, Nördliche Marianen, Oman, Pakistan, Palau, Papua-Neuguinea, Philippinen, Pitcairn, Réunion, Salomonen, Samoa, Saudi-Arabien, Seychellen, Singapur, Somalia, Südafrika, Sri Lanka, Sudan, Taiwan, Tansania, Thailand, Tokelau, Tonga, Tuvalu, USA (nur Hawaiian), US Minor Outlying Islands, Vanuatu, Vereinigte Arabische Emirate, Vietnam, Wallis und Futuna, Weihnachtsinsel [3].

Lebensraum und Lebensweise

Der Fähnchen-Falterfisch besiedelt verschiedene riffassoziierte Lebensräume wie Küstenriffe, Lagunen und Außenriffe in Tiefen von 1-60 m. Er ist einzeln, paarweise oder in über weite Distanzen ziehenden Gruppen anzutreffen. Er ernährt sich von Gliederwürmern und Seeanemonen, denen er Stücke abbeißt, Korallenpolypen und Algen, wobei die Präferenzen regional unterschiedlich sind [1; 2; 3].

Gefährdung und Schutz

Die Bestände des Fähnchen-Falterfischs haben gebietsweise abgenommen, aber in Anbetracht des riesiegen Verbreitungsgebiets wurde dies nicht als beunruhigend angesehen, und die Art gilt daher aufgrund einer mittlerweile revisionsbedürftiegen Beurteilung aus dem Jahr 2009 als nicht-gefährdet (Rote Liste: LEAST CONCERN) [3].

Der internationale Handel ist durch CITES nicht geregelt.

Bedeutung für den Menschen

Fähnchen-Falterfische werden in großen Mengen für den  Aquarienfischhandel gefangen. In Deutschland liegt der Preis bei etwa 40-45 €, in der Schweiz bei ca. 45-55 € [3; Online-Inserate 2020].

Haltung

Fähnchen-Falterfische sind nur für erfahrene Halter geeignet. Für ihre Unterbringung wird ein Aquarium mit einem Inhalt von mindestens 800 Litern empfohlen. Die Wassertemperatur soll zwischen 23-27°C liegen [2].

Haltung in europäischen Zoos: Die Art ist der in Europa am häufigsten zu sehende Falterfisch. Sie wird in rund 60 europäischen Einrichtungen gezeigt, etwa ein Fünftel davon  im deutschsprachigen Raum. Für Details siehe Zootierliste.

Taxonomie und Nomenklatur

Der Fähnchen-Falterfisch wurde 1775 vom schwedischen Naturforscher Peter FORSSKÅL, einem Schüler Carl von LINNÉs,unter seinem heute noch gültigen Namen erstmals wissenschaftlich beschrieben. Nebst der Nominatform, die im Roten Meer vorkommt, wird von manchen Autoren noch die Unterart C. a. setifer anerkannt, welcher der Augenfleck fehlt [1].

Literatur und Internetquellen

  1. FISH BASE
  2. MEERWASSER-LEXIKON
  3. MYERS, R. & PRATCHETT, M. (2010). Chaetodon auriga. The IUCN Red List of Threatened Species 2010: e.T165631A6073721. https://dx.doi.org/10.2305/IUCN.UK.2010-4.RLTS.T165631A6073721.en . Downloaded on 25 July 2020.

 

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 Neue Tierart

D LC 650

Vieraugen-Falterfisch

Chaetodon capistratus • The Foureye Butterflyfish • Le poisson-papillon à quatre yeux

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Vieraugen-Falterfisch (Chaetodon capistratus) in der Cité de la Mer, Cherbourg © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

 

 

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Approximative Verbreitung des Vieraugen-Falterfischs (Chaetodon capistratus)

 

 

 

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Vieraugen-Falterfisch (Chaetodon capistratus) in der Cité de la Mer, Cherbourg © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

 

 

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Vieraugen-Falterfisch (Chaetodon capistratus) in der Wilhelma Stuttgart © Klaus Rudloff, Berlin

 

 

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Körperbau und Körperfunktionen

Der Vieraugen-Falterfisch wird bis ca. 14 cm lang. Die Rückenflosse weist 13 Stachel- und 17-20 Weichstrahlen auf, die Afterflosse 3 Stachel- und 16-17 Weichstrahlen. Über das Auge zieht ein schwarzer Streifen, der im Alter verblasst, der Körper ist blassgrau mit feinen, spitzwinklig zusammenlaufenden Streifen. Auffallend und namengebend ist ein großer, weiß umsäumter, schwarzer Augenfleck an der Schwanzwurzel [1; 3].

Verbreitung

Karibik und nordamerikanische Ostküste: Die Art kommt in den Territorialgewässern von Anguilla, den Amerikanischen und Britischen Jungferninseln, Antigua und Barbuda, Bahamas, Barbados, Belize, Bermuda, Bonaire mit Sint Eustatius und Saba, Curaçao, Dominika, Dominikanische Republik, Grenada, Guadeloupe, Guatemala, Haiti, Honduras, Jamaika, den Kaiman-Inseln, Kolumbien, Kuba, Martinique, Mexiko, Montserrat, Nikaragua, Panama, Puerto Rico, Saint Kitts und Nevis, Saint Lucia, Saint Martin, Saint Vincent und den Grenadinen, Sint Maarten, Trinidad und Tobago, den Turks- und Caicos-Inseln, Venezuela und den Vereinigten Staaten vor [1; 2].

Lebensraum und Lebensweise

Der Vieraugen-Falterfisch besiedelt flache Fels- und Riffgebiete in Tiefen von 2-20 m, Jungfische leben alleine, oft in Seegraswiesen. Erwachsene sind in der Regel einzeln oder paarweise, selten als Gruppen anzutreffen. Sie fressen bevorzugt Krustenanemonen, Polychaeten aber auch Gorgonien [1; 2; 3].

Gefährdung und Schutz

Die Art hat eine weite Verbreitung, einen stabilen Bestand, ist die häufigste Falterfischart der Karibik und unterliegt keinen wesentlichen Risiken. Sie gilt daher aufgrund einer mittlerweile revisionsbedürftiegen Beurteilung aus dem Jahr 2009 als nicht-gefährdet (Rote Liste: LEAST CONCERN) [3].

Der internationale Handel ist durch CITES nicht geregelt.

Bedeutung für den Menschen

Vieraugen-Falterfische gelangen häufig in den  Aquarienfischhandel. In Deutschland liegt der Preis bei etwa 55 €, in der Schweiz bei ca. 75 € [3; Online-Inserate 2020].

Haltung

Für die Haltung von Vieraugen-Falterfischen wird ein Aquarium mit einem Inhalt von mindestens 700 Litern empfohlen. Die Wassertemperatur soll zwischen 21-28°C liegen [2].

Haltung in europäischen Zoos: Die Art wird in weniger als 10 europäischen Einrichtungen gezeigt, darunter ein paar im deutschsprachigen Raum. Für Details siehe Zootierliste.

Taxonomie und Nomenklatur

Der Vieraugen-Falterfisch wurde 1758 von Carl von LINNÉ unter seinem heute noch gültigen Namen erstmals wissenschaftlich beschrieben [1].

Literatur und Internetquellen

  1. FISH BASE
  2. MEERWASSER-LEXIKON
  3. ROCHA, L.A. (2010). Chaetodon capistratus. The IUCN Red List of Threatened Species 2010: e.T165695A6094300. https://dx.doi.org/10.2305/IUCN.UK.2010-4.RLTS.T165695A6094300.en . Downloaded on 24 July 2020.

 

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 Neue Tierart

D LC 650

Sattelfleck-Falterfisch

Chaetodon ephippium • The Saddle Butterflyfish • Le poisson-papillon à selle noire

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Sattel-Falterfisch (Chaetodon ephippium) im Océan opolis Brest © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Approximative Verbreitung des Sattelfleck-Falterfischs (Chaetodon ephippium)

 

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Sattelfleck-Falterfisch (Chaetodon ephippium) im Aquarium marin, Cap d'Agde © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Sattelfleck-Falterfisch (Chaetodon ephippium) im Vivarium des Basler Zoos © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Sattelfleck-Falterfisch (Chaetodon ephippium) im Zoo-Aquarium Berlin © Johannes Pfleiderer, Zoo Duisburg

 

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Körperbau und Körperfunktionen

Der Sattelfleck-Falterfisch wird bis 30 cm lang. Die allgemeine Färbung ist gelblich-grau mit feinen horizontalen Streifen an den Flanken und überwiegend gelbem Gesicht und Flossen. Am auffälligsten ist der große, weiß gesäumte, schwarze Sattelfleck [1].

Verbreitung

Indo-Pazifik: Von Sri Lanka ostwärts bis in den Zentralpazifik. Die Art kommt in den Territorialgewässern folgender Staaten und abhängigen Gebiete vor: Amerikanisch Samoa, Australien, China,  Cook-Inseln, Fidschi, Französisch Polynesien, Guam, Indonesien, Japan, Kiribati, Kokos- (Keeling-)Inseln, Malaysia, Marshall-Inseln, Mikronesische Föderation, Nauru, Neukaledonien, Niue, Nördliche Marianen, Palau, Papua-Neuguinea, Philippinen, Salomonen, Samoa, Sri Lanka, Taiwan, Tokelau, Tonga, Tuvalu, USA (Hawaii), US Minor Outlying Islands, Vanuatu,Wallis und Futuna, Weihnachtsinsel [1; 2].

Lebensraum und Lebensweise

Der Sattefleck-Falterfisch lebt in Lagunen und an Außenriffen bis zu einer Tiefe von 30 m. Bevorzugt wird klares Wasser mit vielen Korallenstöcken. Erwachsene sind einzeln, paarweise oder in kleinen Gruppen anzutreffen. Ihre Nahrung besteht aus Fadenalgen, Korallenpolypen, Schwämmen, diversen bodenlebenden Wirbellosen und Fischeiern [1].

Gefährdung und Schutz

Die Art hat eine weite Verbreitung, einen stabilen Bestand, ist allgemein häufig und unterliegt keinen wesentlichen Risiken. Sie befindet scih zwar im Aquarienfischhandel, dieser scheint aber keine negativen Auswirkungen aif die Bestände zu haben. Sie gilt daher aufgrund einer mittlerweile revisionsbedürftigen Beurteilung aus dem Jahr 2009 seit 2010 als nicht gefährdet [3].

Der internationale Handel ist durch CITES nicht geregelt.

Bedeutung für den Menschen

Sattelfleck-Falterfische werden regelmäßig für den internationalen Aquarienfischhandel gefangen. In Deutschland liegt der Preis bei etwa 50 €, in der Schweiz bei ca. 65 € [3; Online-Inserat 2020].

Haltung

Der Sattelfleck-Falterfisch ist nur für erfahrene Halter geeignet. Es wird ein Aquarium von mindestens 1'000 Litern Inhalt empfohlen. Die Wassertemperatur soll zwischen 22-28°C liegen [2].

Haltung in europäischen Zoos: Die Art wird in über einem Dutzend europäischen Einrichtungen gezeigt, darunter ein paar im deutschsprachigen Raum. Für Details siehe Zootierliste.

Taxonomie und Nomenklatur

Der Sattelfleck-Falterfisch wurde 1831 von dem französischen Naturforscher und Direktor der Ménagerie von Paris, Georges-Frédéric CUVIER unter seinem heute noch gültigen Namen erstmals wissenschaftlich beschrieben [1].

Literatur und Internetquellen

  1. FISH BASE
  2. MEERWASSER-LEXIKON
  3. MYERS, R. & PRATCHETT, M. (2010). Chaetodon ephippium. The IUCN Red List of Threatened Species 2010: e.T165681A6089748. https://dx.doi.org/10.2305/IUCN.UK.2010-4.RLTS.T165681A6089748.en . Downloaded on 24 July 2020.

D LC 650

Rotmeer-Winkelfalterfisch

Chaetodon paucifasciatus • The Eritrean Butterflyfish • Le poisson-papillon orange

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Rotmeer-Winkelfalterfisch (Chaetodon paucifasciatus) wird im Kölner Zoo von einem Putzer-Lippfisch (Labroides dimidiatus) geputzt © Paysan / Kölner Zoo

 

 

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Approximative Verbreitung des Rotmeer-Winkelfalterfischs (Chaetodon paucifasciatus)

 

 

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Rotmeer-Winkelfalterfische (Chaetodon paucifasciatus) Underwater Observatory Marine Park, Eilat © Klaus Rudloff, Berlin

 

 

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Rotmeer-Winkelfalterfische (Chaetodon paucifasciatus) bei Sharm el Sheik, Ägypten © Bernard E. Picton in Wikimedia Commons. Veröffentlicht unter GNU Free Documentation License.

 

 

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Körperbau und Körperfunktionen

Der Rotmeer-Winkelfalterfisch wird bis 14 cm lang. Er ist weiß mit schwarzen winkelförmigen Streifen auf den Körperseiten. Ein Streifen durch das Auge, eine Partie vom hinteren Teil der Rücken- zur Afterflosse sowie der Saum der Schwanzflosse sind orange [1].

Verbreitung

Indischer Ozean: Rotes Meer und anschließender Golf von Aden bis vor die Küste Eritreas. Die Art kommt in den Territorialgewässern von Ägypten, Dschibuti, Eritrea, Israel, Jemen, Jordanien, Saudi-Arabien und Sudan vor [1; 3].

Lebensraum und Lebensweise

Der Rotmeer-Winkelfalterfisch lebt paarweise oder in kleinen Gruppen über Korallenbänken oder steinigem Grund und wird in Tiefen bis zu 65 m angetroffen. Er ernährt sich von Korallenpolypen, freischwimmenden Gorgonen, Algen, Würmern und kleinen Krebstierchen [1].

Gefährdung und Schutz

Die Art hat eine weite Verbreitung, einen stabilen Bestand und unterliegt keinen wesentlichen Risiken. Sie gilt daher aufgrund einer Beurteilung aus dem Jahr 2009 als nicht gefährdet [3].

Der internationale Handel ist durch CITES nicht geregelt.

Bedeutung für den Menschen

Rotmeer-Winkelfalterfische werden bisweilen für den internationalen Aquarienfischhandel gefangen, sind aber nicht regelmäßig verfügbar. In den USA liegt der Preis bei etwa 250 USD [1; 3; Online-Inserat 2018].

Haltung

Der Rotmeer-Winkelfalterfisch ist nur für erfahrene Halter geeignet. Es wird ein Aquarium von mindestens 850 Litern Inhalt empfohlen. Die Wassertemperatur soll zwischen 22-28°C liegen [2].

Haltung in europäischen Zoos: Die Art wird nur ganz ausnahmsweise in europäischen Einrichtungen gezeigt. Für Details siehe Zootierliste.

Taxonomie und Nomenklatur

Der Rotmeer-Winkelfalterfisch wurde 1923 von Christoph Gustav Ernst AHL, dem Leiter der Fisch- und Reptilienabteilung des Zoologischen Museum der Berliner Universität als Unterart von Chaetodon chrysurus beschrieben. Dadurch, dass beide Unterarten zu vollen Arten aufgewertet wurden, wurde der ursprüngliche Name obsolet [1].

Literatur und Internetquellen

  1. FISH BASE
  2. MEERWASSER-LEXIKON
  3. MYERS, R. & PRATTCHETT, M. (2010). Chaetodon paucifasciatus. The IUCN Red List of Threatened Species 2010: e.T165625A6071318. http://www.iucnredlist.org/details/165625/0. Downloaded on 25 March 2018.

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 Neue Tierart

D LC 650

Gelbkopf-Falterfisch

Chaetodon xanthocerphalus • The Yellowhead Butterflyfish • Le poisson-papillon à tête jaune

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Gelbkopf-Falterfisch (Chaetodon xanthocephalus) in der Wilhelma Stuttgart © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

 

 

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Approximative Verbreitung des Gelbkopf-Falterfischs (Chaetodon xanthocephalus)

 

 

 

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Gelbkopf-Falterfisch (Chaetodon xanthocephalus) in der Wilhelma Stuttgart © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

 

 

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Gelbkopf-Falterfisch (Chaetodon xanthocephalus) in der Wilhelma Stuttgart © Klaus Rudloff, Berlin

 

 

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Körperbau und Körperfunktionen

Der Gelbkopf-Falterfisch wird 18-20 cm lang. Die Rückenflosse weist 13-14 Stachel- und 21-26 Weichstrahlen auf, die Afterflosse 3 Stachel- und 21-23 Weichstrahlen. Die allgemeine Färbung ist weiß oder blassgrau, mit 5-6 blassen, leicht winkelförmigen Linien auf den Körperseiten. Kopf, Rücken- und Analflossen sind überwiegend gelb [1; 2].

Verbreitung

Indischer Ozean: Chagos-Archipel, Französische Südgebiete in der Straße von Mosambik, Komoren, Indien, Indonesien, Kenia, Madagaskar, Malediven, Mosambik, Mauritius, Mayotte, Myanmar, Réunion, Seychellen, Somalia, Südafrika, Sri Lanka, Tansania, Thailand [3].

Lebensraum und Lebensweise

Gelbkopf-Falterfische besiedeln vorzugsweise Felsriffe in algen- und korallenreichen Lagunen. Sie leben meistens einzeln und paarweise in Tiefen von 1-30 Meter, selten in kleinen Gruppen von 5-6 Individuen, verhalten sich gegenüber Artgenossen territorial und haben große Streifgebiete. Sie sind Allesfresser, die sich hauptsächlich von Algen und Korallenpolypen ernähren [1; 2; 3].

Gefährdung und Schutz

Der Gelbkopf-Falterfisch ist allgemein selten, hat aber eine weite Verbreitung und unterliegt keinen wesentlichen Risiken. Er gilt daher aufgrund einer mittlerweile revisionsbedürftigen Beurteilung aus dem Jahr 2009 als nicht gefährdet [3].

Der internationale Handel ist durch CITES nicht geregelt.

Bedeutung für den Menschen

Gelbkopf-Falterfische werden gebietsweise bisweilen für den internationalen Aquarienfischhandel gefangen, sind aber nicht immer verfügbar. In der Schweiz liegt der Stückpreis bei etwa 60 € [3; Online-Inserat 2020].

Haltung

Für die Haltung von Gelbkopf-Falterfischen wird ein Aquarium mit einem Inhalt von mindestens 1'00 Litern empfohlen. Die Wassertemperatur soll zwischen 22-28°C liegen. Die Fische beweiden manche Korallenarten sehr stark, was dadurch etwas gemildert werden kann, dass man  territoriale Fische dazusetzt, die ihre Korallenstöcke verteidigen, z.B, Korallengrundeln (Gobiosoma sp.) [2].

Haltung in europäischen Zoos: Die Art wird in etwa 10 europäischen Einrichtungen gezeigt, darunter ein paar im deutschsprachigen Raum. Für Details siehe Zootierliste.

Taxonomie und Nomenklatur

Der Gelbkopf-Falterfisch wurde 1833 von dem englischen Zoologen Edward Turner BENNETT unter seinem heute noch gültigen Namen erstmals wissenschaftlich beschrieben [1].

Literatur und Internetquellen

  1. FISH BASE
  2. MEERWASSER-LEXIKON
  3. MYERS, R. & PRATCHETT, M. (2010). Chaetodon xanthocephalus. The IUCN Red List of Threatened Species 2010: e.T165671A6087151. https://dx.doi.org/10.2305/IUCN.UK.2010-4.RLTS.T165671A6087151.en . Downloaded on 24 July 2020.

 

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Gelesen 9148 mal Letzte Änderung am Montag, 18 Oktober 2021 15:35
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx