Andere Barsche (Meerwasser)

Mandarinfische

Glänzender Mandarinfisch (Synchiropus splendidus) im Aquarium Lüttich . Glänzender Mandarinfisch (Synchiropus splendidus) im Aquarium Lüttich .
© Luc Viatour / https://Lucnix.be. Veröffentlicht unter GNU Free Documentation License

Überklasse: Knochenfische (Osteichthyes)
Klasse: Strahlenflosser (Actinopterygii)
Unterklasse: Neuflosser (Neopterygii)
Teilklasse: Echte Knochenfische (Teleostei)
Ordnung: Barschartige (Perciformes)
Unterordnung: Leierfischartige (Callionymoidei)
Familie Leierfische (Callionymidae)

Vorbemerkung

Zur Familie der Leierfische gehören 21 Gattungen mit 194 validen Arten (Stand April 2018), darunter die Gattung Synchiropus mit 43 Arten, von denen nur etwa ein halbes Dutzend in europäischen Zoos und Schauaquarien zu sehen ist. Leierfische sind deshalb interessant, weil sie sich mittels ihrer Bauchflossen ruckartig oder langsam gleitend fortbewegen und nicht sie wie die meisten anderen Fische im Wasser schweben.

Mindestanforderungen an die Haltung (für alle Arten)

In Deutschland gibt es keine konkreten Mindestnormen. Die 2. Tierhaltungsverordnung Österreichs fordert für die Haltung eines Paars ein Becken mit mindestens 300 l Inhalt. In der Schweiz gibt Anhang 2, Tabelle 8 der Tierschutzverordnung an, wie viele Liter Wasser pro cm Gesamtkörperlänge (ohne Schwanzflosse) der gehaltenen Fische angeboten werden müssen.

D NB 650

Clown-Leierfisch oder LSD-Mandarinfisch

Synchiropus picturatus • The Spotted Dragonet • Le poisson-mandarin bariolé ou dragonnet psychédélique

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Clown-Leierfisch (Synchiropus picturatus) im Zoo Basel © Thomas Jermann, Zoo Basel

 

 

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Approximative Verbreitung des Clown-Leierfischs (Synchiropus picturatus)

 

 

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Clown-Leierfisch (Synchiropus picturatus). © Universo Acquari, Italien

 

 

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Körperbau und Körperfunktionen

Der Clown-Leierfisch wird bis zu 6-7 cm lang. Er hat große, hochstehende Knopfaugen und ein schräg nach unten gestelltes Maul. Die Männchen haben eine vergrößerte erste Rückenflosse, die aber nur selten aufgestellt wird [1; 2; 3].

Verbreitung

West-Pazifik: In tropischen Bereichen (Riffe) von den Philippinen bis nach Nord-Australien [2].

Lebensraum und Lebensweise

Leierfische verstecken sich gerne zwischen Korallen oder Geroll, halten sich aber auch oft ungeschützt auf offenen Flächen auf, wo sie relativ sicher sind, weil ihre Haut von einer übelriechenden und bitter schmeckenden Schleimschicht bedeckt ist, die Fressfeinde abhält. Bei Erregung verstärkt sich die Schleimabsonderung. Der Clown-Leierfisch lebt in kleinen, lockeren Gruppen in Wassertiefen bis zu 20 m, wo er sich von bodenbewohnenden kleinen Wirbellosen ernährt [1; 2; 3].

Gefährdung und Schutz

Die Art wurde im Rahmen der Roten Liste der IUCN noch nicht beurteilt.

Der internationale Handel ist durch CITES nicht geregelt.

Bedeutung für den Menschen

Die Art befindet sich im Internationalen Aquarienfischhandel. Angebote in Deutschland ca. 22-25 €, in Italien ca. 33 € pro Tier, in der Schweiz 150 € / Paar (Online-Inserate 2018).

Haltung

Haltung in europäischen Zoos: Die Art wird in etwa 30 europäischen Einrichtungen gezeigt, von denen sich fast die Hälfte im deutschsprachigen Raum befinden. Für Details siehe Zootierliste.

Taxonomie und Nomenklatur

Die Art wurde 1877 von Wilhelm Karl Hartwig  PETERS, dem zweiten Direktor des Zoologischen Gartens Berlin, als "Callionymus picturatus" beschrieben und kam später in die bereits 1859 von dem amerikanischen Zoologen Theodore Nicholas GILL für Callionymus lateralis aufgestellte neue Gattung Synchiropus [2].

Literatur und Internetquellen

  1. EICHLER, D. (1997)
  2. FISH BASE
  3. WOOD, E. & AW, M. (2002)

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Gelesen 1180 mal Letzte Änderung am Samstag, 18 Mai 2019 15:26
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx