Welsartige

Engel-Antennenwels

Engelantennenwels (Pimelodus pictus) im Aquarium am Nettelbeckufer, Erfurt Engelantennenwels (Pimelodus pictus) im Aquarium am Nettelbeckufer, Erfurt
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Überklasse: Knochenfische (Osteichthyes)
Klasse: Strahlenflosser (Actinopterygii)
Unterklasse: Neuflosser (Neopterygii)
Teilklasse: Echte Knochenfische (Teleostei)
Ordnung: Welsartige (Siluriformes)
Familie: Antennenwelse (Pimelodidae)

D NB 650

Engelantennenwels

Pimelodus pictus • The Pictus Catfish • Le pimélodus ange

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Engelantennenwels (Pimelodus pictus) © Claire H. auf flickr. Veröffentlicht unter Creative Commons Attribution-Share Alike 2.0 Generic license.

 

 

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Approximative Verbreitung des Engelantennenwelses (Pimelodus pictus)

 

 

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Als kleinere, überwiegend nachtaktive Art gehört der Engelantennenwels nicht zu den bevorzugt in europäischen Zoos und Schauaquarien gehaltenen Welsen.

Körperbau und Körperfunktionen

Der Engelantennenwels wird bis zu 11 cm lang. Er hat sehr lange Barteln, die er sehr schnell bewegen kann. Die Hartstrahlen der Brust- und Rückenflossen sind sehr stark gesägt [2; 3].

Verbreitung

Tropisches Südamerika: Westlicher Teil des Amazonasbeckens - Brasilien, Ekuador, Kolumbien, Peru, Venezuela [2].

Lebensraum und Lebensweise

Der Engelantennenwels liebt weiches Wasser und Wassertemperaturen von 22-25ºC. Er ist ein nachtaktiver Allesfresser und versteckt sich tagsüber oft in Höhlen [1].

Gefährdung und Schutz

Die Art wurde im Rahmen der Roten Liste noch nicht beurteilt.

Der internationale Handel ist durch CITES nicht geregelt.

Bedeutung für den Menschen

Die Art ist fischereilich irrelevant, befindet sich aber im internationalen Aquarienfischhandel. Angebote liegen bei 8-12 € / Fisch (Online-Inserate 2018).

Haltung

Obwohl im Prinzip nachtaktiv, kommen Engelantennenwelse in schwach beleuchteten Becken auch tagsüber hervor. Die Welse sind friedlich, sie können auch in Gruppen gehalten werden und belästigen Mitbewohner anderer Arten nicht. Die Widerhaken der Brustflossen können zu Verletzungen führen oder sich beim Fangen im Netz verheddern [1].

Haltung in europäischen Zoos: Die Art wird in etwa einem Dutzend europäischen Einrichtungen gezeigt, von denen sich rund ein Drittel im deutschsprachigen Raum befinden. Für Details siehe Zootierliste.

Mindestanforderungen: In Deutschland bezeichnet das Gutachten über die Haltung von Zierfischen den Engelantennenwels als bedingt für die Haltung im Aquarium geeignet und gibt gleichzeitig für mindestens 5 Tiere eine Beckenkantenlänge von 120 cm vor Dies wurde in die 2. Tierhaltungsverordnung Österreichs übernommen. In der Schweiz gibt Anhang 2, Tabelle 8 der Tierschutzverordnung an, wie viele Liter Wasser pro cm Gesamtkörperlänge (ohne Schwanzflosse) der gehaltenen Fische angeboten werden müssen.

Taxonomie und Nomenklatur

Die Art wurde 1876 vom österreichischen Zoologen Franz STEINDACHNER (1834-1919), der ab 1860 die Fischsammlung des Naturhistorischen Museums Wien betreute, unter ihrem heute noch gültigen Namen beschrieben [2].

Literatur und Internetquellen

  1. BAENSCH, H. A. & RIEHL, R. (1985)
  2. FISH BASE
  3. GRZIMEK, B. (Hrsg. 1970)

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