Welsartige

Pangasius

Pangasius, Tierpark Hellabrunn München Pangasius, Tierpark Hellabrunn München
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Überklasse: Knochenfische (Osteichthyes)
Klasse: Strahlenflosser (Actinopterygii)
Unterklasse: Neuflosser (Neopterygii)
Teilklasse: Echte Knochenfische (Teleostei)
Ordnung: Welsartige (Siluriformes)
Familie: Haiwelse (Pangasiidae)

D EN 650

Pangasius

Pangasianodon hypophthalmus • The Iridescent Shark • Le pangasius sutchi

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Pangasius (Pangasianodon hypophthalmus) im Museo di Storia Naturale e del Territorio, Calci, Italien @ Hectonichus auf Wikimedia Commons. Veröffentlicht unter Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.

 

 

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Approximative autochthone Verbreitung des Pangasius (Pangasianodon hypophthalmus), Lokalisationen nach GBIF.

 

 

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Pangasius ist als häufig konsumierter Speisefisch von zoopädagogischem Interesse und wird daher recht häufig in europäischen Zoos und Schauaquarien gehalten.

Körperbau und Körperfunktionen

Der Pangasius oder Haiwels wird bis 130 cm lang und 44 kg schwer [1].  Die Rückenflosse ähnelt der eines Hais, daher der deutsche Name "Haiwels".

Verbreitung

Südostasien: Hauptsächlich Einzugsgebiet des Mekong - Kambodscha, Laos, Thailand, Vietnam. Eingeführt in Indonesien, Malaysia (Halbinsel) und Myanmar [1; 3].

Lebensraum und Lebensweise

Der Pangasius ist eine Wanderfischart, die in großen Flüssen lebt.

Gefährdung und Schutz

Noch vor wenigen Jahrzehnten war Wildfänge des Pangasius eine wichtige und ergiebige Nahrungsquelle im südostasiatischen Raum. Als Folge der Übernutzung von Populationen, Lebensraumzerstörungen und Veränderungen in der Wasserqualität und Strömung (Dämme) sind aber viele Bestände massiv reduziert worden. Vor allem erwachsene Tiere sind selten geworden und in gewissen Gebieten gar nicht mehr zu finden. Dieser Fisch wird auch in großem Stil in Aquakultur gezüchtet, etwa auf Reisfeldern, was den Druck auf die Wildbestände eventuell etwas senken kann. Die Art wird aber aufgrund einer Beurteilung aus dem Jahr 2011 als stark gefährdet eingestuft [2; 3].

Der internationale Handel ist durch CITES nicht geregelt.

Bedeutung für den Menschen

Die wirtschaftliche Bedeutung des Pangasius hat stark zugenommen. Im mittleren Mekong werden Jungfische gefangen, um in schwimmenden Käfigen gemästet zu werden. In Europa (EU27) macht Pangasius etwa 5% des Fischkonsums aus, in Deutschland 7%, in Polen 25% (STATISTA 2018). Der Pangasius wird kommerziell gefischt und in Aquakultur produziert. Als Aquarienfisch ist er vorab für öffentliche Aquarien von Interesse [1]. Die Ersteinfuhr nach Deutschland erfolgte 1964 [2].

Haltung

Für die Haltung wird ein Becken mit einer Länge von mindestens 120 cm, d.h. einem Volumen von 3-400 l empfohlen [2].

Haltung in europäischen Zoos: Die Art wird inrund 60 europäischen Einrichtungen gezeigt, von denen sich etwa ein Viertel im deutschsprachigen Raum befinden. Für Details siehe Zootierliste.

Mindestanforderungen: In Deutschland gibt das Gutachten über die Haltung von Zierfischen für mindestens 5 Tiere eine Beckenkantenlänge von 100 cm vor. Dieser Wert wurde in die 2. Tierhaltungsverordnung Österreichs übernommen. In der Schweiz gibt Anhang 2, Tabelle 8 der Tierschutzverordnung an, wie viele Liter Wasser pro cm Gesamtkörperlänge (ohne Schwanzflosse) der gehaltenen Fische angeboten werden müssen.

Taxonomie und Nomenklatur

Die Art wurde 1878 vom französischen Naturwissenschaftler Henri Émile SAUVAGE als "Helicophagus hypophthalmus" beschrieben. Später wurde sie der 1931 für den Mekong-Riesenwels aufgestellten Gattung Pangasianodon zugeteilt. Ab 1937 bis in die jüngste Zeit war auch die Bezeichnung Pangasius sutchi weit verbreitet [1].

Literatur und Internetquellen

  1. FISH BASE
  2. RIEHL, R. & BAENSCH, H.A. (1985)
  3. VIDTHAYANON, C. & HOGAN, Z. (2011). Pangasianodon hypophthalmus. The IUCN Red List of Threatened Species 2011: http://www.iucnredlist.org/details/180689/0. Downloaded on 28 February 2018. 

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Gelesen 2943 mal Letzte Änderung am Samstag, 18 Mai 2019 07:52
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx