Karpfenfische

Brassenbarbe - Schwanefeld-Barbe

Brassenbarbe (Barbus schwanefeldi), Tierpark Hellabrunn Brassenbarbe (Barbus schwanefeldi), Tierpark Hellabrunn
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Überklasse: Knochenfische (Osteichthyes)
Klasse: Strahlenflosser (Actinopterygii)
Unterklasse: Neuflosser (Neopterygii)
Teilklasse: Echte Knochenfische (Teleostei)
Ordnung: Karpfenfische (Cypriniformes)
Familie: Karpfen (Cyprinidae)
Unterfamilie: Eigentliche Karpfen (Cyprininae)
Tribus: Poropuntiini

D LC 650

Brassenbarbe, Schwanefeld-Barbe

Barbonymus (Barbodes) schwanenfeldii • The Tinfoil Barb • Le barbeau de Schwanefeld

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Schwanefeld-Barben (Barbonymus schwanenfeldii) im Zoo Leipzig © Klaus Rudloff, Berlin

 

 

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Schwanefeld-Barben (Barbonymus schwanenfeldii) im Zoo Leipzig © Klaus Rudloff, Berlin

 

 

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Schwanefeld-Barben (Barbonymus schwanenfeldii) im Zoo Leipzig © Klaus Rudloff, Berlin

 

 

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Die Brassenbarbe ist ein ziemlich großer Schwarmfisch, der sich in einem großen Becken in jeder Südostasien-Ausstellung gut ausnimmt und seinen Beitrag als Boschafter für den Erhalt der Regenwälder und Gewässer im Areal von Schabrackentapir, Orang Utan etc. leisten kann. Sie wird daher in etlichen europäischen Zoos und Schauaquarien gezeigt, ist im deutschsprachigen Raum aber eher selten zu sehen.

Körperbau und Körperfunktionen

Die Brassenbarbe erreicht eine Länge von 35 cm. Charakteristisch sind die rot und schwarzen Flossen [2; 4].

Verbreitung

Südostasien: Einzugsgebiete von Mekong und Chao Phraya, Malaiische Halbinsel, Sumatra und Borneo: Brunei Darussalam; Indonesien, Kambodscha, Laos, Malaysia Thailand, Viet Nam. Angesiedelt in Singapur, Portugal, Spanien und Florida sowie für Aquakulturzwecke in der Elfenbeinküste [1; 2; 3]

Lebensraum und Lebensweise

Die Brassenbarbe besiedelt Fließgewässer unterschiedlichster Art und geht in Überschwemmungsgebiete. Sie ernährt sich überwiegend von pflanzlicher Kost, nimmt aber auch Insekten, Würmer, Krustentiere und kleine Fische [1].

Gefährdung und Schutz

Die Art gilt aufgrund einer Beurteilung aus dem Jahr 2011, überprüft 2019 als weltweit nicht gefährdet [1].

Der internationale Handel ist durch CITES nicht geregelt.

Bedeutung für den Menschen

Die Brassenbarbe wird für den Eigenbedarf oder lokale Märkte gefangen, wird im Rahmen der Aquakultur kommerziell produziert, wobei sie in der Regel als Frischfisch vermarktet wird. Ferner dient sie als Köderfisch und ist sie im Aquarienfischhandel. Trotz ihrer Größe ist sie als Aquarienfisch beliebt. 1951 wurde sie erstmals nach Deutschland eingeführt. Die Zucht im Aquarium ist bei uns nach verschiedenen Quellen noch nicht gelungen. Aus den Ursprungsländern werden verschiedene Farbvarianten importiert (albino, gold, blau, purpur, rosa etc.) [1; 2; 4]

Haltung

Haltung in europäischen Zoos: Die Art wird in knapp 40 europäischen Einrichtungen gezeigt, von denen sich ein paar im deutschsprachigen Raum befinden. Für Details siehe Zootierliste

Mindestanforderungen: In Deutschland und Österreich gibt es keine konkreten Mindestanforderungen. In der Schweiz gibt Anhang 2, Tabelle 8 der Tierschutzverordnung an, wie viele Liter Wasser pro cm Gesamtkörperlänge (ohne Schwanzflosse) der gehaltenen Fische angeboten werden müssen.

Taxonomie und Nomenklatur

Die Art wurde 1854 vom niederländischer Ichthyologen Pieter BLEEKER als "Barbus schwanenfeldii" beschrieben. Sie wurde lange in die 1859 ebenfalls von BLEEKER aufgestellte Gattung Barbodes oder in die Gattung Puntius gestellt, bis sie 1999 zusammen mit vier anderen Arten in der neu geschaffenen Gattung Barbonymus landete. Die häufig anzutreffenden Schreibweisen schwanefeldi oder schwanefeldii sind nicht korrekt [3].

Literatur und Internetquellen

  1. LUMBANTOBING, D. & ALLEN, D.J. (2020). Barbonymus schwanefeldii. The IUCN Red List of Threatened Species 2020: e.T181160A89800163. https://dx.doi.org/10.2305/IUCN.UK.2020-2.RLTS.T181160A89800163.en . Downloaded on 20 December 2020..
  2. FIMSEA
  3. FISH BASE
  4. RIEHL, R. & BAENSCH, H.A. (1985)
  5. WELCOMME, R. L. (1988)

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Gelesen 5951 mal Letzte Änderung am Sonntag, 20 Dezember 2020 07:28
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx