Eulen und Schleiereulen

Sperbereule

Sperbereule (Surnia ulula) im Zoo Zürich Sperbereule (Surnia ulula) im Zoo Zürich
Edi Day, Zürich

Ordnung: Eulen (STRIGIFORMES)
Familie: Eulen (Strigidae)
Unterfamilie: Kleine Eulen und Käuze (Surniinae)
Tribus: Kleineulen (Surniini)

D LC 650

Sperbereule

Surnia ulula • The Hawk Owl • La chouette-épervier

Gefährdung und Schutz: Mit einer außerordentlich weiten Verbreitung und einem je nach Futterangebot schwankenden Weltbestand ist die Sperbereule nicht gefährdet (Rote Liste: LEAST CONCERN). Als eher atypische, an subpolare Lebensbedingungen angepasste Eule ist sie von zoopädagogischem Interesse.

Der internationale Handel ist nach CITES Anhang II geregelt. Die Art fällt unter Anhang 2 der Berner Konvention über die Erhaltung der europäischen wildlebenden Pflanzen und Tiere und ihrer natürlichen Lebensräume sowieunter Anhang I der Richtlinie 2009/147/EG über die Erhaltung der wildlebenden Vogelarten..

Verbreitung: Paläarktis: China, Estland, Finnland, Kanada, Kasachstan, Nord-Korea, Kirgistan, Mongolei, Norwegen, Russland, Schweden, USA. Gastvogel in Belgien, Bermuda, Dänemark, Deutschland, Färöer, Frankreich, Großbritannien, Japan, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Polen, Rumänien, Schweiz, Slowakei, Spanien, Tschechien, Ukraine, Ungarn und ev. weiteren Ländern.

Lebensraum und Lebensweise: Die rasch fliegende Sperbereule ist ein Bewohner der Taiga und von Sumpf- und Moorgebieten. Sie jagt zwar auch nachts, ist aber überwiegend tagaktiv und scheint der Polarnacht auszuweichen. Genistet wird in Astlöchern, Spechthöhlen, alten Krähen- und Greifvogelnestern. Die bis zu 12 Eier werden hauptsächlich durch das Weibchen bebrütet. Das Männchen führt die Jungen, die das Nest schon sehr früh, bevor sie flugfähig sind, verlassen [3].

Taxonomie und Nomenklatur: Die Sperbereule bildet eine monotypische Gattung.

Literatur:

  1. BURTON, J. A. (1984)
  2. DEL HOYO, J., ELLIOTT, A.. & SARGATAL, J., eds. (1999)
  3. ECK, S. & BUSSE, H. (1973)
  4. MAUMARY, L. et al. (2007)
  5. STEINBACH, G. (1980)

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Gelesen 310 mal Letzte Änderung am Sonntag, 24 Juni 2018 16:50
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx