Eulen und Schleiereulen

Bartkauz

Bartkauz (Strix nebulosa) im Zoo Karlsruhe Bartkauz (Strix nebulosa) im Zoo Karlsruhe
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Ordnung: Eulen (STRIGIFORMES)
Familie: Eulen (Strigidae)
Unterfamlie: Eigentliche Eulen und Käuze (Striginae)
Tribus: Waldkäuze (Strigini)

D LC 650

Bartkauz

Strix nebulosa • The Lapland Owl or Great Grey Owl • La chouette lapone

 

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Bartkauz (Strix nebulosa), Tierpark Goldau © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Bartkauz (Strix nebulosa) im Tierpark Nordhorn © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Bartkauz (Strix nebulosa) im Tier- und Vogelpark Birkenheide © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Bartkauz (Strix nebulosa) im Kölner Zoo © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

Gefährdung und Schutz: Der Bartkauz hat eine weite Verbreitung und ist daher nicht gefährdet (Rote Liste: LEAST CONCERN).

Der internationale Handel ist nach CITES-Anhang II geregelt. Die Art fällt unter Anhang 2 der Berner Konvention über die Erhaltung der europäischen wildlebenden Pflanzen und Tiere und ihrer natürlichen Lebensräume sowie unter Anhang I der Richtlinie 2009/147/EG über die Erhaltung der wildlebenden Vogelarten.

Verbreitung: Eurasien und Nordamerika:
China, Finnland; Kanada, Kasachstan, Litauen, Mongolei, Norwegen, Russland, Schweden, Ukraine, USA, Weißrussland, gelegentlich Sichtungen in Polen und Deutschland. Ausgestorben in Lettland.

Lebensraum und Lebensweise: Der ungefähr uhugrosse Bartkauz ist ein Bewohner der Taiga. Er bevorzugt alte, hochstämmige Nadel- oder Mischwälder, nimmt aber gelegentlich auch mit Birkenwald vorlieb.

Der Bartkauz jagt sowohl nachts als auch tagsüber. Er bevorzugt den Ansitz. Trotz seiner Größe erbeutet er fast ausschließlich Lemminge, Wühl- und Spitzmäuse, die er nur mit Hilfe des Gehörs lokalisiert, auch unter einer Schneeschicht. Gelegentlich werden aber auch Eichhörnchen, Marder und Schneehasen geschlagen; auch Amphibien und Vögel wie Kuckuck und Haselhuhn gehören zum Beutespektrum.

Bartkäuze bauen kein eigenes Nest, sondern brüten in alten Greifvogelhorsten, hauptsächlich vom Habicht, aber auch von Bussard und Steinadler, gelegentlich auch in selbstgescharrten Bodenmulden. Das Gelege besteht aus drei bis sechs Eiern. In schlechten Lemmingjahren kann die Brut ausfallen [4].

Haltung in europäischen Zoos: Die Art wird in rund 240 Zoos gezeigt, von denen sich etwa 40% im deutschsprachigen Raum befinden. Für Details siehe Zootierliste.

Literatur:

  1. BURTON, J. A. (1984)
  2. DEL HOYO, J., ELLIOTT, A.. & SARGATAL, J., eds. (1999)
  3. ECK, S. & BUSSE, H. (1973)
  4. STEINBACH, G. (1980)

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Gelesen 689 mal Letzte Änderung am Donnerstag, 10 Januar 2019 15:01
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