Eulen und Schleiereulen

Habichtskauz

Habichtskauz (Strix uralensis) im Zoo Zürich Habichtskauz (Strix uralensis) im Zoo Zürich
Robert Zingg, Zoo Zürich

Ordnung: Eulen (STRIGIFORMES)
Familie: Eulen (Strigidae)
Unterfamlie: Eigentliche Eulen und Käuze (Striginae)
Tribus: Waldkäuze (Strigini)

D LC 650

Habichts- oder Uralkauz

Strix uralensis • The Spotted Wood-owl • La chouette de l'Oural

220-002-025-012 strix uralensis Nuern HM
Juv. Habichtskauz (Strix uralensis) im Tiergarten Nürnberg © Helmut Mägdefrau, Tiergarten Nürnberg
Gefährdung und Schutz: Mit einer weiten Verbreitung und einem geschätzten Bestand von 110'000 - 280'000 Individuen allein in Europa ist die Art global nicht gefährdet (Rote Liste: LEAST CONCERN). Auf der Roten Liste der Brutvögel Deutschlands wird der Habichtskauz in der Kategorie R (Arten mit geografischer Restriktion in Deutschland) geführt.

Der internationale Handel ist nach CITES-Anhang II geregelt. Die Art fällt unter Anhang 2 der Berner Konvention über die Erhaltung der europäischen wildlebenden Pflanzen und Tiere und ihrer natürlichen Lebensräume sowie  unter Anhang I der Richtlinie 2009/147/EG über die Erhaltung der wildlebenden Vogelarten.

Verbreitung: von Nordostitalien und dem ehemaligen Jugoslawien, Ungarn, der Slowakei, Polen dem Baltikum und Skandinavien ostwärts bis Ostsibirien, Korea und China. Erfolgreiche Wiederansiedlung in Deutschland und Tschechien. Bis 1925 ist sein Vorkommen in Österreich belegt. Seither gab es dort nur noch vereinzelt Sichtbeobachtungen; eine erfolgversprechende  Wiederansiedlung ist seit 2009 im Gange. Aus der Schweiz ist lediglich ein Knochenfund aus der neolithischen Siedlung Twann am Jurasüdfuß bekannt (BECKER et al.1982).

Lebensraum und Lebensweise: Der Habichtskauz nistet wird in Baumhöhlen, auf ausgefaulten Baumstrünken und z.T. in Horsten . Auch Nistkästen werden gerne angenommen. Die Eiablage erfolgt in den Monaten März/April, wobei 2 - 3 (max. 6) Eier gelegt werden. Der Schlupf erfolgt nach einer Brutzeit von 27 - 29 Tagen. Die Nestlingsdauer beträgt 34 - 35 Tage, wobei in dieser Zeit ausschließlich das Männchen für die Ernährung der Familie zuständig ist. Nach dem Verlassen des Nestes werden die Jungen noch weitere 2 Monate von den Eltern versorgt.

Haltung in europäischen Zoos: Die Art wird in rund 140 Zoos gezeigt, von denen sich etwa ein Drittel im deutschsprachigen Raum befinden. Für Details siehe Zootierliste.

Artenschutzprojekte:
Wiederansiedlung in Deutschland
Wiederansieldung in Österreich

Literatur:

  1. BECKER, C. & PIEPER, H. (1982)
  2. BURTON, J. A. (1984)
  3. DEL HOYO, J., ELLIOTT, A.. & SARGATAL, J., eds. (1999)
  4. ECK, S. & BUSSE, H. (1973)
  5. STEINBACH, G. (1980) 

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Gelesen 302 mal Letzte Änderung am Sonntag, 24 Juni 2018 16:49
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx