Z

ZIEGLER, S., GEBAUER, A., MELISCH, R., SHARMA, B.K., GHOSE, P.S., CHAKRABORTY, R. et al. (2010)

ZIEGLER, S., GEBAUER, A., MELISCH, R., SHARMA, B. K., GHOSE, P. S. CHAKRABORTY, R., SHRESTHA, P., GHOSE, D., LEGSHEY, K., PRADHAN, H., BHUTIA, N. T., TAMBE, S. & SINHA, S. (2010)

Sikkim – Im Zeichen des Roten Panda.

Z. Kölner Zoo 53: 79-93

Zusammenfassung:

Der Populationsstatus des Roten Panda (Ailurus fulgens) in freier Wildbahn ist weitgehend unbekannt. Im Jahr 2006 hat der WWF in Zusammenarbeit mit der Abteilung  für Forst-, Umwelt- und Wildtiermanagement der Regierung von Sikkim eine Studie initiiert, die darauf abzielt, die Ansprüche dieser Art an ihren Lebensraum sowie ihr Vorkommen im indischen Bundesstaat Sikkim zu bestimmen.

Die Ergebnisse der Studie führen zu dem Schluss, dass in Sikkim 1'341 km potenziell geeigneter Lebensraum für Rote  Pandas zur Verfügung steht, obgleich  49 % der Waldfläche keine geschlossene Kronendecke aufweisen und vermutlich nicht von der Art genutzt werden. Schätzungen zum Bestand des Roten Panda in Sikkim ergeben zwischen 225 und 378 fortpflanzungsfähige Individuen. Die ökologische Störung der Wälder ist auf die steigende Bevölkerungszahl, Überweidung sowie die wachsende Nachfrage nach Brennholz in Kombination mit der lückenhaften Umsetzung von Waldschutzgesetzen zurückzuführen. TRAFFIC, das gemeinsame Programm des WWF und der IUCN zur Analyse des Handels mit Arten und Ressourcen aus der Wildnis untersuchte gleichzeitig die Handels routen und unterstützt den Vollzug von Artenschutzbestimmungen im östlichen Himalaja. Die kürzliche Wiedereröffnung von Handelsrouten nach China hat Sikkim in das Rampenlicht des illegalen Handels mit bedrohten Arten gestellt. Konzertierte Naturschutzmaßnahmen sind nötig, um der weiteren Degradierung des Lebensraums der Katzenbären Einhalt zu gebieten und die Wirksamkeit des Artenschutzvollzugs zu verbessern. Darüber hinaus kann die internationale Zoo-Gemeinschaft durch Ex-situ-Zuchtprogramme eine wichtige Rolle spielen, um dem Rückgang der Wildbestände des Roten Panda entgegen zu wirken.

 

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© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx