Hirsche, Hirschferkel und Moschustiere

Elch

Elchbulle (Alces a. alces) im Tierfreigehege Lusen des Nationalparks Bayerischer Wald Elchbulle (Alces a. alces) im Tierfreigehege Lusen des Nationalparks Bayerischer Wald
© Xaver Klaußner, NP Bayerischer Wald

Überordnung: LAURASIATHERiA
Taxon ohne Rang: CETARTIODACTYLA
Ordnung: Paarzeher (ARTIODACTYLA)
Unterordnung: Wiederkäuer (Ruminantia)
Familie: Hirsche (Cervidae)
Tribus: Elche (Alcinini)

D LC 650

Elch

Alces alces • The Moose • L'élan

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Elchkuh (Alces a. alces) mit Zwillingen im Opel-Zoo Kronberg © Opel-Zoo

 

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Approximative Verbreitung des Elchs (Alces alces) in Eurasien. Dunkelblau: A.a.alces; gelb: A.a. americanus; rot: Wiederansiedlung in Dänemark

 

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Elchbulle (Alces a. alces) im Tierfreigehege Lusen des Nationalparks Bayerischer Wald © Xaver Klaußner, NP Bayerischer Wald

 

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Elchkuh (Alces a. alces) im Tierpark Oberwald des Zoo Karlsruhe © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Elchkuh (Alces a. alces) mit Kalb im Tierfreigehege Lusen des Nationalparks Bayerischer Wald © Xaver Klaußner, NP Bayerischer Wald

 

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Elchbulle (Alces a. alces) mit abgeworfenem Geweih im Wildnispark Zürich-Langenberg © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Elchkalb (Alces a. alces) im Tierfreigehege Lusen des Nationalparks Bayerischer Wald © Xaver Klaußner, NP Bayerischer Wald

 

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Elchkuh (Alces a. alces) im Wildnispark Zürich-Langenberg © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Elchkuh (Alces a. alces) im Schnee im Tierfreigehege Lusen des Nationalparks Bayerischer Wald © Xaver Klaußner, NP Bayerischer Wald

 

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Elche (Alces a. alces) im Schnee im Alpenzoo Innsbruck © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Elchkalb (Alces a. alces) im Tierfreigehege Lusen des Nationalparks Bayerischer Wald © Xaver Klaußner, NP Bayerischer Wald

 

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Elchbullen (Alces a. alces) im Ree Park Ebeltoft © Klaus Rudloff, Berlin

 

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Elchpaar (Alces a. alces) im Naturtierpark Grünau © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Elchpaar (Alces a. alces) im Wildpark Poing © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Elchkuh (Alces a. alces) im Tierpark Suhl © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Elchbulle (Alces a. alces) im Wildpark Poing © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Elchkuh(Alces a. alces) im Highland Wildlife Park, Kingussie, Schottland © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Elchkuh (Alces a. alces) mit Kalb im Tierpark Neumünster © Tierpark Neumünster

 

 

 

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Alaska-Elchbulle (Alces a. gigas). Bild: Donna Dewhurst, U.S. Fish and Wildlife Service. Public Domain.

 

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Amerikanischer Elchbulle (Alces a. americanus) im Espace animalier de la Haute-Touche, Obterre © Klaus Rudloff, Berlin

 

 

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Wegen seiner Größe und seinem eigenartigen Körperbau findet der Elch das Interesse des allgemeinen Publikums. Als ehemals in Mitteleuropa weit verbreitete Art ist er auch von zoopädagogischem Interesse. Er wird daher recht häufig in europäischen Zoos gehalten, vorab natürlich in Wildparks, die sich auf einheimische Arten spezialisiert haben.

Körperbau und Körperfunktionen

Der Elch ist der größte lebende Vertreter der Hirschartigen. Bullen erreichen eine Kopf-Rumpf-Länge von 200-280(-300) cm, eine Schulterhöhe von 190-220 cm und ein Gewicht von 320-530(-600) kg, Kühe eine Kopf-Rumpf-Länge bis 290 cm, eine Schulterhöhe von 170-200 cm und ein Gewicht von 275-380(-460) kg. Überdurchschnittlich schwere Tiere leben in Ostsibirien (Alces a. pfizenmayeri) und Alaska (Alces a. gigas) mit Gewichten bis 770 kg bei den Bullen und 600 kg bei den Kühen. Die leichtesten gibt es der Mandschurei und dem Ussurigebiet (Alces a. cameloides). Die Tiere haben einen kurzen, stämmigen Rumpf mit buckelartig erhöhtem Widerrist, lange Beine, einen kurzen Hals und einen sehr kurzen, 4-12 cm messenden Schwanz. Der Kopf, insbesondere die Nasenpartie, ist sehr lang, der Muffel sehr breit mit einer nur kleinen haarlosen Stelle zwischen den großen Nüstern. Das Geweih ist meist als Schaufel-, seltener als Stangengeweih ausgebildet. Das stärkste Geweih aus Eurasien hat eine Auslage von 167 cm mit 30 Enden. In Alaska können Auslagen bis 205 cm und Geweihgewichte bis 36 kg erreicht werden. Vom 2. und 5. Strahl des Fußskeletts ist nur der distale Teil erhalten, Elche gehören also zu den telemetacarpalen Hirschen. Um das Einsinken im morastigen Boden zu verhindern können die mit langen Klauen und kräftigen Afterklauen versehenen Zehen stark gespreizt werden. Demselben Zweck dient eine Spannhaut zwischen der 3. und 4. Zehe. Alte Bullen haben verlängerte Haare, den sogenannten Elchbart am Unterhals. Die Fellfarbe variiert im Sommer von rotbraun bis schwarzbraun, im Winter ist sie graubraun. Die Beine sind heller, ein Spiegel ist nicht vorhanden [3; 7; 15].

Verbreitung

Holarktis: China, Estland, Finnland, Kasachstan, Kanada, Lettland, Litauen, Moldawien, Mongolei, Norwegen, Polen, Rumänien, Russland, Slowakei, Schweden, Tschechien, Ukraine, USA, Weißrussland. Gelegentlich finden einzelne Tiere ihren Weg nach Deutschland, Dänemark, Kroatien, Österreich, Rumänien und Ungarn [8].

Lebensraum und Lebensweise

Der Elch besiedelt Tundra, Taiga, Misch- und Laubwald sowie Waldsteppen. Bevorzugt wird ein Mosaik von Sekundärwäldern mit viel Unterholz, Waldlichtungen, Sümpfen, Seen und sonstigen Feuchtgebieten. Die Tiere sind überwiegend Einzelgänger, können jedoch im Frühjahr oder nach der Brunft kleinere Gruppen bilden. Hohe Temperaturen mögen sie nicht und ziehen sich im Sommer in den Schatten des Waldes oder ins Wasser zurück. Im Sommer ernähren sie sich überwiegend von Laub und Zweige von Birken, Eschen, Pappeln und Weiden, im Winter von Nadeln und Ästen von Föhren und Wachholder. Ebenfalls gefressen werden Kleinsträucher wie Heidelbeeren, Heiden, Kräuter und Wasserpflanzen. Die Tiere können ortstreu sein oder auf der Suche nach Nahrung saisonale Wanderungen bis zu 300 km unternehmen. Die Größe der individuellen Streifgebiete wird mit 3.6 bis über 259 km² angegeben [8].

Die Elchbullen werfen ihr Geweih zwischen Dezember und April ab. Das neue Geweih wird ab Juni-Juli gefegt. Die Brunft fällt auf August bis Oktober, gebietsweise später, und nach einer Tragzeit von 234 (224-250) Tagen werden von April-Juni 1-3 Kälber geboren, meist Zwillinge. Diese sind einfarbig braun und wiegen in Europa 10-12 kg, in Alaska 14-18 kg. Sie sind Ablieger, die erst nach etwa einer Woche ihrer Mutter folgen. Sie werden 4-5 Monate gesäugt und sind mit 16-17 Monaten geschlechtsreif [3; 4; 5].

Gefährdung, Jagd und Schutz / Situation in Mitteleuropa

In der Vergangenheit, führten eine nicht-nachhaltige Bejagung und Lebensraum-Veränderungen zu einem großflächigen Aussterben der Populationen in weiten Teilen Europas. So ist der Kaukasische Elch (Alces alces caucasicus) im 19. Jahrhundert ganz ausgestorben. Nach der Einführung von Jagdgesetzen, die auch ausreichend Schutz gewährten, hat der Elch einen Teil seines früheren Areals zurückerobert. Er fehlt zwar immer noch in weiten Gebieten, gilt aber aufgrund einer Beurteilung aus dem Jahr 2015 nicht als gefährdet [8].

Der internationale Handel ist nicht nach CITES geregelt.

Während der Eiszeiten war der Elch in Mitteleuropa selten. Knochen- und Geweihfunde werden erst in der mittleren Steinzeit häufiger. Elch-Artefakte finden sich als Grabbeigaben in den Hügelgräbern der Skythen, die ab dem 6. Jahrhundert v. Chr. im Balkan lebten. über das Vorkommen in den Alpen berichtet 4 Jahrhunderte später erstmals der griechische Historiker Polybios [2; 4].

Vom Vorkommen des Elchs in Gallien und Germanien zeugt Gaius JULIUS CAESAR in seinem "De Bello Gallico": "Zum Zweiten gibt es diejenigen, die man Elche nennt. Ihnen ist die Gestalt und die Färbung von Ziegen ähnlich, aber in der Größe übertreffen sie sie ein wenig, ihre Hörner sind verstümmelt und sie haben Beine ohne Knöchel und Gelenke. Weder legen sie sich zum Schlafen hin noch können sie, wenn sie durch irgend einen Zufall umgeworfen, sich aufrichten oder aufstehen. Ihnen dienen Bäume als Schlafstätten. Sie nähern sich ihnen an und genießen so, ein wenig an sie angelehnt, Ruhe. Wenn Jäger durch Spuren bemerkt haben, wohin sie sich gewöhnlich zurückziehen, untergraben sie dort alle Bäume oder kerben sie so sehr an, dass im Ganzen noch der Anschein stehender Bäume bleibt. Wenn sie sich ihrer Gewohnheit nach hier angelehnt haben, bringen sie die schwachen Bäume durch ihr Gewicht zu Fall und werden selbst getötet. - Sunt item, quae appellantur alces. Harum est consimilis capris figura et varietas pellium, sed magnitudine paulo antecedunt mutilaeque sunt cornibus et crura sine nodis articulisque habent. Neque quietis causa procumbunt neque, si quo adflictae casu conciderunt, erigere sese aut sublevare possunt. His sunt arbores pro cubilibus: ad eas se applicant atque ita paulum modo reclinatae quietem capiunt. Quarum ex vestigiis cum est animadversum a venatoribus, quo se recipere consuerint, omnes eo loco aut ab radicibus subruunt aut accidunt arbores, tantum ut summa species earum stantium relinquatur. Huc cum se consuetudine reclinaverunt, infirmas arbores pondere adfligunt atque una ipsae concidunt." [1; 9]

Noch zu Beginn des Mittelalters war der Elch über ganz Mitteleuropa verbreitet. Mit dem Rückgang morastiger, weichholzreicher Wälder starb er im 17. Jahrhundert in Deutschland praktisch aus, wenn man von den nach dem Zweiten Weltkrieg an Polen und die Sowjetunion abgetretenen Gebieten einmal absieht. In Sachsen wurde der letzte Elch 1756, in Schlesien 1776 erlegt. Neben dem Lebensraumverlust dezimierten Wilderei, Seuchen, und Hochwasser die Elchbestände. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden Elche auf dem Darss und in der Schorfheide wieder angesiedelt. Diese verschwanden aber während des Zweiten Weltkriegs völlig. Seitdem wurden nur einzelne Tiere gesichtet, die aus Polen eingewandert waren [1; 3; 4].

In der Schweiz wurde der Elch schon im Frühmittelalter ausgerottet. Der erste Elch, der danach wieder ins Land gelangte "dürfte jenes unglückliche Exemplar gewesen sein, welches von Leonhard THURNEYSSEN im 16. Jahrhundert der Stadt Basel zum Geschenk gemacht worden ist. Dieser THURNEYSSEN war ein 1530 in Basel geborener Goldschmiedesohn, der als Metallurg, Chemiker, Botaniker und besonders als Arzt seinerzeit in Berlin Berühmtheit erlangt hatte.... Sein rasch anwachsendes Vermögen gestattete es ihm, sich ein großes Naturalienkabinett und eine Menagerie anzulegen, die alle möglichen Tiere enthielt, unter anderen ... ein vom Fürsten Radzinik geschenktes Elen. Dieses sandte er nach seiner Vaterstadt Basel, um sich damit bei seinen Landsleuten in Respekt zu setzen. Die frommen Basler sahen es aber für einen Zauberteufel an, und ein altes Weib gab ihm einen Apfel mit zerbrochenen Nähnadeln ein." [6]

In Österreich tauchten Elche um 1994 im nördlichen Waldviertel auf. Nach zeitraubenden und umständlichen Verhandlungen wurde es der Forstverwaltung gestattet, zwei von damals sieben Stück Elchwild zu erlegen. In diesem Bescheid wurden die Angestellten der Forstverwaltung darüber hinaus angehalten, durch Klatschen mit den Händen die Elche zu vertreiben um weiteren Schaden abzuwenden [13].

In Böhmen wurde der letzte Elch 1570 geschossen. Erst in den späten 1950er Jahren wanderten Elche über Polen wieder in die damalige Tschechoslowakei ein und ließen sich im Böhmerwald nieder. Zu Beginn der 70er Jahre wurden dort erste Jungtiere beobachtet. Im östlichen Böhmerwald in der Nähe des Moldaustausees und nördlich der Stadt Gmünd gibt es heute um die 20 Tiere [2].

In Dänemark war der als Fleischquelle bejagte Elch schon vor 5'000 Jahren, also während der Jungsteinzeit, ausgerottet worden. Im Juni 2016 begann im abgezäunten, 2'100 ha großen Naturschutzgebiet "Lille Vildmose" eine Wiederansiedlung mit vorerst fünf Tieren. Geplant ist, den Bestand bis auf eine Höhe von 40 Individuen anwachsen zu lassen, um die Verwaldung des Hochmooors zu bremsen [11].

Bedeutung für den Menschen

Der Elch wird zur Gewinnung von Fleisch, Trophäen und zur Vermeidung von Verbissschäden im Wald bejagt. In Schweden wurde die Produktion von Elchfleisch um 1980 auf jährlich 20 Millionen kg geschätzt [5]. Die Detailhandelspreise lagen 2018 bei etwa 30 € / kg Elchsteak und 67 € / kg Elchfilet (Online Inserate).

Bereits im 17. Jahrhundert wurden in Schweden und im 18. Jahrhundert in Russland Versuche zur Nutzung des Elchs als Last- und Reittier in unwegsamem Gelände unternommen. Auf umfangreicherer Basis wurde eine Domestikation des Elchs ab 1933 durch den Moskauer Zoo und später auf einer im Naturschutzgebiet Petschora-Ilytsch zu diesem Zweck eingerichteten Elchfarm versucht, wo viele Erkenntnisse über die Biologie des Elchs gewonnen werden konnten. Gemolkene Elchkühe lieferten während einer Laktationsperiode maximal 429 l Milch. Elche können ab dem 3. Lebensjahr geritten werden, ältere Tiere tragen Lasten von 80-100(-130) kg. Zur Fleischgewinnung wurden Elchbullen kastriert und im Alter von 30 Monaten geschlachtet [4; 7].

Haltung im Zoo

Als überwiegend solitäre Tiere sollten Elche in konventionellen Zoogehegen nur einzeln oder paarweise gehalten werden, allenfalls zwei verträglich Kühe zusammen mit ihren Kälbern [12]. In ausreichend großen Gehegen mit Rückzugsmöglichkeiten ist eine Vergesellschaftung mit Rehen möglich, wie es sie z.B. im Wildpark Langenberg gibt und früher im Tierpark Bern gab.

Das Höchstalter wird von WEIGL mit rund 18 Jahren und 5 Monaten für einen Europäischen und 17 Jahren und 2 Monaten für einen Amerikanischen Elch angegeben [14].

Haltung in europäischen Zoos: Der Europäische Elch wird in über 120 zoologischen Einrichtungen gehalten, darunter viele Wildparks. Gegen ein Drittel der Haltungen befinden sich im deutschsprachigen Raum. Amerikanische Elche sind in Europa nur ganz ausnahmsweise zu sehen. Für Details siehe Zootierliste

Mindestanforderungen an Gehege: Das Säugetiergutachten 2014 gibt für eine Gruppe bis zu 5 Elchen ein Gehege von 400 m² vor und für jedes weitere Adulttier 20 m² mehr. Wenn das mal gut geht .... Bei extensiver Haltung ist pro Tier eine Fläche von 1 ha vorzusehen.

Die Schweizerische Tierschutzverordnung (Stand 2019) schreibt für bis zu 3 Tiere ein Gehege von 800 m² mit Abtrennmöglichkeit, natürlichen oder künstlichen, allen Tieren gleichzeitig Platz bietenden Unterständen und einer Badegelegenheit vor. Für jedes weitere Adulttier ist die Fläche um 80 m² zu erweitern. Bei Haltung auf Naturboden wie gewachsen sind die Flächen zu verdreifachen.

Die 2. Tierhaltungsverordnung Österreichs (Stand 2019) fordert für bis zu 5 Tiere ein Gehege von 800 m² mit Abtrennmöglichkeit, Suhle und Unterständen. Für jedes weitere Adulttier ist die Fläche um 80 m² zu erweitern. Bei extensiver Haltung ist für 5 Tiere eine Fläche von 10'000 m² vorzusehen.

Taxonomie und Nomenklatur

Der Elch wurde 1758 von Carl von LINNÉ als "Cervus alces" erstmals wissenschaftlich beschrieben. John Edward GRAY vom British Museum in London stellte ihn 1821 in die heute gültige Gattung Alces. Von manchen Autoren wird diese in zwei Arten, Altwelt- und Neuweltelch geteilt. Heute geht man aber meist von einer Art mit 8 noch lebenden Unterarten aus, zumal es in Ostasien, wo sich die beiden "Arten" treffen, eine "Hybridzone" gibt, was mit dem klassischen Artbegriff unverträglich ist [8; 15]

Literatur und Internetquellen

  1. BREHM, A. E. (1882-1887)
  2. DER ELCH
  3. GRIMMBERGER & RUDLOFF (2009)
  4. GRZIMEK, B. (Hrsg. 1970)
  5. HAWLEY, A.W.L., SYLVÉN, S. & WILHELMSON, M. (1983)
  6. HEDIGER, H. (1951)
  7. HEPTNER, W. G. & NASIMOWITSCH, A. A. (1967)
  8. HUNDERTMARK, K. 2016. Alces alces. The IUCN Red List of Threatened Species 2016: e.T56003281A22157381. http://dx.doi.org/10.2305/IUCN.UK.2016-1.RLTS.T56003281A22157381.en. Downloaded on 23 February 2019.
  9. IULIUS CAESAR, C. (1944)
  10. KOHLSCHEIN, G.- M. (2011)
  11. LILLE VILDMOSE
  12. PUSCHMANN, W., ZSCHEILE, D., & ZSCHEILE, K. (2009)
  13. STAGL, W. (1999)
  14. WEIGL, R. (2005)
  15. WILSON, D. E. et al. eds. (2009-)

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Gelesen 618 mal Letzte Änderung am Sonntag, 24 Februar 2019 16:38
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx