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ROTTER, J. (1963)

Die Warane.

Die Neue Brehm Bücherei Bd. 325.
75 Seiten, 27 s/w-Fotos, 14 Zeichnungen.
A. Ziemsen Verlag, Wittenberg Lutherstadt.

Verlagstext:

Wenn auch einzelne Arten der Warane schon von Herodot und den alten Ägyptern genannt wurden, so blieben sie doch durch viele Jahrhunderte fast unbekannt. Auch Linné führt in seinem Natursystem nur eine Art an. In der Folgezeit befaßten sich nur wenige Naturforscher näher mit dieser Tiergruppe. Nachdem 1812 auf einer der Kleinen Sundainseln der riesige Komodowaran entdeckt wurde, rückte die Familie der Warane in das Blickfeld der zoologischen Wissenschaft. Die Warane gehören mit den Echsen und Schlangen zu den Sauriern, deren älteste Vorfahren schon aus der Formation des Rotliegenden im Erdaltertum bekannt sind. Verwandte der rezenten Waranarten sind in fossilen Resten aus dem Tertiär in Europa, Amerika und Australien gefunden worden. Heute leben Warane in Asien, Afrika, Australien und Ozeanien in den verschiedensten Biotopen. Viele Arten leben auf trockenem Land, manche amphibisch, andere haben sich in ihren Gliedmaßen und mit einem Greifschwanz an das Baumleben angepaßt. Die großen Waranarten ernähren sich meist von lebenden Wirbeltieren, die kleinen auch von Insekten und anderen Wirbellosen. Ihre Eier werden in die Erde oder in Höhlen verscharrt; sie brauchen dort mehrere Monate zu ihrer Entwicklung. Um der Mode willen wurden Warane zeitweise in Massen vernichtet, da ihre Haut ein begehrtes Material zur Herstellung von Handtaschen und dergleichen war. Der Verfasser hat an gefangenen Waranen - freilebend sind sie schwer zugänglich - jahrelang jede Lebensäußerung beobachtet. Ihrer Haltung und Pflege und den dabei gemachten Erfahrungen wird ein breiter Raum gewidmet.

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© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx