Baumsteiger

Amazonas-Baumsteiger

Amazonas-Baumsteiger (Ranitomeya amazonica) im Tiergarten Nürnberg Amazonas-Baumsteiger (Ranitomeya amazonica) im Tiergarten Nürnberg
© Helmut Mägdefrau, TG Nürnberg

Ordnung: Froschlurche (Anura)
Unterordnung: Moderne Froschlurche (Neobatrachia)

Familie: Baumsteiger (Dendrobatidae)
Unterfamilie: Dendrobatinae 

D DD 650

Amazonas-Baumsteiger

Ranitomeya amazonica • The Amazon Poison-dart Frog • Le dendrobate de l'Amazone

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Amazonas-Baumsteiger (Ranitomeya amazonica) im Tiergarten Nürnberg © Klaus Rudloff, Berlin

 

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Approximative Verbreitung des Amazonas-Baumsteigers (Ranitomeya amazonica)

 

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Amazonas-Baumsteiger (Ranitomeya amazonica) im Tiergarten Nürnberg © Klaus Rudloff, Berlin

 

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Amazonas-Baumsteiger (Ranitomeya amazonica) im Tiergarten Nürnberg © Klaus Rudloff, Berlin

 

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Amazonas-Baumsteiger (Ranitomeya amazonica) im Tiergarten Nürnberg © Helmut Mägdefrau, TG Nürnberg

 

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Amazonas-Baumsteiger (Ranitomeya amazonica) im Tiergarten Nürnberg © Helmut Mägdefrau, TG Nürnberg

 

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Amazonas-Baumstzeiger sind spät entdeckte, ausgesprochen attraktive Frösche, über deren Gefährdungsstatus wenig bekannt und deren taxonomischer Status unsicher ist. In europäischen Zoos werden sie nur ganz selten gehalten.

Körperbau und Körperfunktionen

Der Amazonas-Baumsteiger ist ein kleines Fröschchen mit einer Kopf-Rumpf-Länge von nur 16-19 mm. Seine Haut ist glatt, die Grundfarbe schwarz, die Zeichnung recht variabel. Es sind mehrere Farbmorphen bekannt [2].

Verbreitung

Nordwestliches Südamerika: Östlich der Anden im Amazonas-Tiefland Perus und Brasiliens [5].

Lebensraum und Lebensweise

Der tagaktive Amazonas-Baumsteiger lebt in Primär- und älteren Sekundärwäldern bis 200 m Höhe. Für seine Fortpflanzung ist er auf Bromelien angewiesen. Die Gelege von 2-6 Eiern werden so in Bromelientrichter abgelegt, dass sie teilweise von Wasser bedeckt sind. Nach dem Schlupf transportiert das Männchen die Kaulquappen zu anderen Trichtern [2].

Gefährdung und Schutz

Der Amazonas-Baumsteiger konnte 2004 wegen ungenügender Datenlage und auch Zweifeln an seiner taxonomischen Stellung nicht im Hinblick auf seine Gefährdung beurteilt werden [5].

Der internationale Handel ist nach CITES-Anhang II geregelt.

Bedeutung für den Menschen

Viele Terrarianer befassen sich mit der Haltung und Zucht von Dendrobatiden. Von 2001 bis 2016 wurden aus den  Ursprungsländern keine Wildfänge des Amazonas-Baumsteigers, jedoch aus Peru 50 Nachzuchttiere exportiert. Im selben Zeitraum wurden weltweit Exporte von weiteren 764 Nachzuchttieren gemeldet. Wichtigste Ausfuhrländer waren Kanada  und Deutschland [3].

Haltung

Haltung in europäischen Zoos: Die Art wird nur ganz vereinzelt in europäischen Einrichtungen gezeigt. Für Details siehe Zootierliste

Mindestanforderungen an Gehege: In Deutschland gibt es keine konkreten Mindestanforderungen. In Österreich sind diese in Anlage 4 der 2. Tierhaltungsverordnung, in der Schweiz in Anhang 2, Tabelle 6 der Tierschutzverordnung festgelegt.

Wie Baumsteiger gehalten werden (Beispiel): Vivarium im Tierpark Chemnitz siehe ZOOLEX Gallery.

Taxonomie und Nomenklatur

In der Gattung Ranitomeya werden heute über 30 Arten zusammengefasst, die früher zu Dendrobates oder Epipedobates gestellt wurden. Ranitomeya amazonica wurde erst 1999 durch den deutschen, in Peru lebenden Herpetologen Rainer SCHULTE beschrieben. Es ist eine Schwesterart von  Ranitomeya variabilis, wobei manche Autoren der Ansicht sind, es handle sich bei den beiden Formen um nur eine einzige Art [1; 2].

Literatur und Internetquellen

  1. AMPHIBIAN SPECIES OF THE WORLD
  2. AMPHIBIAWEB
  3. CITES TRADE DATA BASE
  4. DENDROBATES.ORG
  5. ICOCHEA,J.,  ANGULO, A. & JUNGFER, K.H. (2004). Ranitomeya amazonica. The IUCN Red List of Threatened Species 2004: e.T55172A11250249.  http://www.iucnredlist.org/details/55172/0. Downloaded on 24 November 2017.

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Gelesen 3358 mal Letzte Änderung am Sonntag, 06 Januar 2019 15:51
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx